Suche...
Generic filters
Filter by Themen
Abwasserbehandlung
Analytik & Hygiene
Digitalisierung
Energie
Engineering
Events
Kosten & Tarife
Nachhaltigkeit & Umweltschutz
Netze
Politik
Recht & Regelwerk
Wasseraufbereitung
Wassergewinnung
Wasserstress
Water Solutions
Filter by Kategorien
Branche
Forschung & Entwicklung
Leute
People
Products & Solutions
Produkte & Verfahren
Publications
Publikationen
Sonstiges
Trade & Industry
Filter by Kategorien
Firmenverzeichnis
Geschützte Downloads
Mediadaten
Öffentliche Downloads
Filter by Veranstaltungsschlagworte
abwasser
ACHEMA
Automatisierung
FDBR
kanalnetze
MSR
Talsperren
trinkwasser
wasseraufbereitung
wasserbau
Wassernetze
Wasserversorgung

Nitrat: Bauernproteste und Klage der Deutschen Umwelthilfe

Kategorie:
Autor: Jonas Völker

Nitrat: Bauernproteste und Klage der Deutschen Umwelthilfe

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat Klage beim Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg gegen das Land Niedersachsen und das Land Nordrhein-Westfalen auf der Grundlage der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) eingereicht. Sie begründet die Klage, die auch vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) unterstützt wird, damit, dass insgesamt 21 der 40 Grundwasserkörper (in denen der Nitratgrenzwert von 50 mg/l überschritten wird) beziehungsweise zwei Drittel der Gesamtfläche der Flussgebietseinheit Ems auf deutschem Gebiet sich in einem schlechten chemischen Zustand befinden.

Mehr Schweine und Hühner, als das Land verträgt

In der Weser-Ems-Region liegt das Zentrum der niedersächsischen Fleischproduktion. Hier werden die meisten der fast 65 Mio. Hühner und 9 Mio. Schweine gehalten. Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Die Wurzel allen Übels ist die auf intensive Landwirtschaft ausgerichtete Agrarpolitik. Masse statt Klasse in der Nutztierhaltung sorgt für viele Probleme, für Umwelt, Tiere und Landwirte. Auch die Wasserversorger stehen vor immer größeren Herausforderungen, die Trinkwasserqualität zu erhalten. Das ist die Folge jahrelangen Versagens der Bundes- aber auch der Landesregierungen. Die Gülle steht uns bis zum Hals – daher klagen wir für schnellstmögliche Maßnahmen und die Einhaltung des Nitrat-Grenzwerts.“

Landwirte sehen ihre Existenzen bedroht

Die Proteste der Bauern richten sich gegen das gesamte Agrarpaket, das die Bundesregierung für mehr Tierwohl, den Umweltschutz einschließlich des Grundwasserschutzes und den Insektenschutz schnüren will. Anlässlich Großdemonstration am 26. November forderte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, und der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd und Umweltbeauftragte des DBV, Eberhart Hartelt, die Politik auf, endlich zu handeln: „Landwirtschaft in Deutschland braucht Unterstützung und eine Zukunftsperspektive ohne Überregulierung und Verbotspolitik. Notwendig ist eine grundlegende Überarbeitung des Aktionsprogramms Insektenschutz. Es ist nicht die Frage, ob wir Insektenschutz machen, sondern nur wie: Kooperativer Naturschutz muss der Weg sein. Das heißt Landwirte, Politik und Gesellschaft müssen gemeinsam Lösungen finden, wie sich Natur- und Artenschutz weiter verbessern lassen, unter Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe. Wir wollen den Dialog und wir benötigen konkrete, praxistaugliche Ergebnisse.“

Reaktion der verantwortlichen Ministerien

Bundesagrarministerin Klöckner stellte sich in Berlin den mehreren Tausend Landwirten und verteidigte die geplanten Neuregelungen zum Umwelt- und Tierschutz. Die Verschärfung der Düngeverordnung bezeichnete sie als unerlässlich, um die drohende Strafzahlung von rund 300 Mio. €/a an die EU-Kommission zu verhindern. Klöckner versprach den Landwirten mehr Beteiligung und kündigte für den 2. Dezember ein Gespräch mit Angela Merkel und zahlreichen Vertretern der Landwirtschaft sowie eine Diskussionsveranstaltung auf der Grünen Woche am 21. Januar in Berlin an.
Zur Klage der DUH gegen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen äußerte NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser Unverständnis. Sie halte die Klage für nicht zielführend. Sie verwies auf die seit Monaten laufenden Arbeiten mit dem Bund und der EU-Kommission an Maßnahmen zur zukünftigen Einhaltung von Nitratgrenzwerten. „Uns ist der Ernst der Lage bewusst. Dafür benötigen wir keine zusätzliche Klage,“ sagte die Ministerin. Ähnlich äußerte sich Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies: „Wir haben ein Problem mit der Nitratbelastung, aber wir handeln längst“. Zur Erläuterung der geplanten Ausweitung der nitrat- und phosphatsensiblen Gebiete (sogenannte „rote Gebiete“ hat das Ministerium dreizehn Fragen und Antworten sowie eine interaktive Karte auf seiner Webseite bereitgestellt.

Das könnte Sie auch interessieren:

DVGW-Seminar zur Bereitstellung von Löschwasser
33. Trinkwasserkolloquium 2021 online
World Water Week 2021 online

Passende Firmen zum Thema:

Thema: Netze

ERHARD GmbH & Co. KG

Thema: Netze

Armaturen und Formstücke der Marken ERHARD, FRISCHUT & SCHMIEDING

Publikationen

Fused connecting lines made of HDPE in Düsseldorf

Fused connecting lines made of HDPE in Düsseldorf

Autor: Alexander Schuir / Hanjo Kanne / Kai Büßecker
Themenbereich: 3R

Home to about 600,000 inhabitants, the state capital of North Rhine-Westphalia Düsseldorf, like any other city, is constantly endeavouring to provide its citizens, commuters, and guests with a fully functional infrastructure to meet the demands of ...

Zum Produkt

Quality Assurance and modern data management

Quality Assurance and modern data management

Autor: Jörg Sebastian
Themenbereich: 3R

...

Zum Produkt

Rehabilitation of large profiles lacking long-term stability

Rehabilitation of large profiles lacking long-term stability

Autor: Dietmar Beckmann / Heinz Doll / Vladimir Lacmanović
Themenbereich: 3R

Many large interceptor sewers, predominantly installed under public roads, have been in use for over 100 years. They are made of brickwork or compressed concrete and often show serious damage, so that it would seem that long-term stability can no ...

Zum Produkt

Mehr Publikationen...

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03