Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

30. Leistungsvergleich kommunaler Kläranlagen

In dem von der DWA durchgeführten Vergleich wurde besonders die Energiebilanz von Klärwerken in 2017 betrachtet. Größere Anlagen können es demzufolge schaffen, mehr als 50 % der von ihnen benötigten elektrischen Energie selbst aus Abwasser zu erzeugen.

von | 22.10.18

Der Anfall von Faulgas auf Kläranlagen wurde erstmals im Rahmen des Leistungsvergleichs bundesweit erfasst.

Kläranlagenleistung unverändert auf hohem Niveau

Die Abbaugrade für Verschmutzungen liegen weitestgehend konstant auf einem hohen Niveau. Regionale Unterschiede – besonders im Norden und Nordosten – dürften auf Trennsysteme (getrennte Rohre für Regen- und Schmutzwasser) zurückzuführen sein. Wird das Schmutzwasser nicht mit Niederschlagswasser vermischt, sind die Schmutzstoffkonzentrationen im Zulauf der Kläranlagen höher, und die Reinigungsleistung steigt. Da bei Kläranlagen mit Anschlussgrößen unter 10.000 Einwohnerwerten gesetzlich keine gezielten Maßnahmen zur Phosphorelimination vorgeschrieben sind, haben diese Anlagen einen überproportionalen Anteil an den in die Gewässer eingeleiteten Phosphorfrachten. Die Ergebnisse der Kläranlagen in Österreich und Südtirol, die in Zusammenarbeit mit dem ÖWAV (Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband), dem Partnerverband der DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V.) in Österreich, ebenfalls dargestellt werden, entsprechen weitestgehend den Daten der deutschen Kläranlagen.

30 Jahre Kläranlagen-Leistungsvergleich

Erstmals bundesweit verglichen wurde die Leistung der kommunalen Kläranlagen im Jahr 1988. Gerade in den ersten Jahren war die Verbesserung der Reinigungsleistung der Kläranlagen deutlich erkennbar. Der Ausbau der Kläranlagen ging stetig voran; ab dem Jahr 2000 waren die Bauaktivitäten gewissermaßen abgeschlossen. Nun wurden die Anlagen und ihr Betrieb weiter optimiert. Inzwischen sind die Grenzen der Leistungsfähigkeit der biologischen Abwasserreinigung so gut wie erreicht. Den Anlagen kann eine ausgezeichnete Ablaufqualität attestiert werden. Weitere Steigerungen der Reinigungsleistungen wären jetzt nur durch weitere Investitionen in weitere Abwasserbehandlungsverfahren möglich, zum Beispiel Filtration, Zugabe von Aktivkohle oder Behandlung mit Ozon. Auf dem Gebiet der Spurenstoffentfernung (zum Beispiel Arzneimittelwirkstoffe, Kosmetika) werden derzeit umfangreiche Untersuchungen vorgenommen.

Faulgasanfall und Stromerzeugung

Der Anfall von Faulgas auf Kläranlagen wurde erstmals im Rahmen des Leistungsvergleichs bundesweit erfasst. Tendenziell ist festzustellen, dass mit zunehmender Größe der Kläranlagen der spezifische Gasanfall (Liter pro Einwohner am Tag) steigt. Faulgas kann auf Kläranlagen in elektrischen Strom umgewandelt werden. Kläranlagen, auf denen viel Faulgas anfällt, können somit einen höheren Anteil an Eigenversorgung mit elektrischem Strom erreichen. Einige wenige der größten Anlagen erzeugen sogar mehr Strom, als sie selbst verbrauchen. Dies sind aber Einzelfälle mit besonders günstigen Bedingungen.

Weitere Informationen hier.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Auszeichnung für herausragende Projekte im Wasserbau
Auszeichnung für herausragende Projekte im Wasserbau

Der Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) führt einen Deutschen Wasserbaupreis ein. Ausgezeichnet werden künftig herausragende Ingenieurleistungen, die Nachhaltigkeit, Funktionalität und technischen Fortschritt im Wasserbau und in der Wasserwirtschaft verbinden. Der Preis wird alle zwei Jahre im Rahmen des BWK-Bundeskongresses vergeben.

mehr lesen
Aqua Urbanica 2026 in Kaiserslautern
Aqua Urbanica 2026 in Kaiserslautern

Vom 21. bis 23. September 2026 bringt die Aqua Urbanica in Kaiserslautern Fachleute aus Wissenschaft, Planung und Praxis zusammen. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen rund um die Stadtentwässerung, die Regenwasserbewirtschaftung sowie der Einsatz realer Messdaten zur Weiterentwicklung hydrologischer Modelle.

mehr lesen
BUND-Recherche zeigt Defizite beim Hochwasserschutz
BUND-Recherche zeigt Defizite beim Hochwasserschutz

Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal sieht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weiterhin erhebliche Defizite beim Hochwasserschutz. Eine neue Recherche zeigt, dass Flüsse in Deutschland große Teile ihrer natürlichen Überschwemmungsflächen verloren haben und der Schwerpunkt der Investitionen nach wie vor auf technischen Schutzmaßnahmen liegt. Aus Sicht des BUND sind deutlich mehr Investitionen in die Wiederherstellung von Auen, Deichrückverlegungen und andere naturbasierte Lösungen erforderlich, um Hochwasserrisiken und die Folgen des Klimawandels wirksam zu begrenzen.

mehr lesen
OOWV treibt Ausbau der Infrastruktur weiter voran
OOWV treibt Ausbau der Infrastruktur weiter voran

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hat 2025 insgesamt 165 Millionen Euro in die Wasserver- und Abwasserinfrastruktur investiert – mehr als im Vorjahr. Mit dem Ausbau von Wasserwerken, Leitungen und Kläranlagen reagiert der Verband auf den steigenden Wasserbedarf, den Klimawandel und wachsende Anforderungen an eine sichere Versorgung.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Ingenieurbüro Alwin Eppler GmbH & Co. KG

Thema: Wasseraufbereitung

Ihr vertrauensvoller Partner für innovative Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung – seit über 70 Jahren Expertise in Planung und Umsetzung maßgeschneiderter

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03