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ELLA: Neue Organisation zum Schutz von Europas Seen

ELLA, die European Living Lakes Association, wurde von acht Umwelt-NGOs neu gegründet und wird sich für den Schutz von Seen und Feuchtgebieten in Europa einsetzen.

von | 11.05.22

12.Mai 2022: ELLA, die European Living Lakes Association, wurde von acht Umwelt-NGOs neu gegründet und wird sich für den Schutz von Seen und Feuchtgebieten in Europa einsetzen.

Seen und Feuchtgebiete sind die am stärksten bedrohten Lebensräume in Europa. Überall zwischen dem Doñana-Nationalpark in Südspanien und dem Peipsi-See in Ost-Estland beschleunigt der Klimawandel die schwerwiegenden Auswirkungen von Übernutzung, Raubbau, Degradierung und Verschmutzung.

Deshalb haben am 4. Mai 2022 die acht Umweltschutzorganisationen Global Nature Fund, die Bodensee-Stiftung und die Deutsche Umwelthilfe aus Deutschland, Peipsi CTC aus Estland, die Ökologische Gesellschaft ETNA aus Polen, der Fundación Global Nature aus Spanien sowie LBDCA (Lake Balaton Development Coordination Agency) und die Association of Civil Society Organisation Lake Balaton aus Ungarn ELLA gegründet.

Gesunde Gewässerökosysteme schaffen

Die Vereinigung ELLA hat sich eine Reihe von Zielen gesetzt, um die Situation europäischer Gewässer zu verbessern:

  • Stiftung von Aufmerksamkeit für den Schutz von Seen und Feuchtgebieten, ihrer Biodiversität und anderer Eigenschaften und Funktionen in Europa,
  • Durchführung von Demonstrations- und Modellprojekten zur Wiederherstellung von Lebensräumen,
  • Stellungnahmen und Positionspapiere zur Verbesserung des politischen und rechtlichen Rahmens für den Schutz von Gewässerökosystemen,
  • Förderung des Austauschs und der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Interessengruppen in Seenregionen,
  • Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und der Erarbeitung und öffentlichen Verbreitung von Wissen zum Thema Seen- und Feuchtgebietsschutz.

„ELLA wird dem wichtigen Thema des Seen- und Feuchtgebietsschutzes in Europa eine neue Dynamik verleihen“, sagt Udo Gattenlöhner, Geschäftsführer des Global Nature Fund (GNF) und deutscher Vertreter im neuen ELLA-Vorstand. „Wir wollen den Austausch zwischen NGOs fördern, die sich in Europa für Feuchtgebiete stark machen, und unsere Stimme für wirksame rechtliche Rahmenbedingungen in der EU erheben.“

Koordination langjähriger Erfahrungen

Die European Living Lakes Association basiert auf einer mehr als 20-jährigen engen Zusammenarbeit zwischen den europäischen Partnern des globalen Living Lakes-Netzwerks, das der GNF koordiniert. Die offizielle Gründung einer juristischen Person mit Sitz in Europa ist eine Reaktion auf die im Rahmen dieser Partnerschaft gesammelten Erfahrungen.

„Um in Europa besser gehört zu werden, muss man eine rechtlich registrierte Organisation in einem der Mitgliedsstaaten sein“, betont Udo Gattenlöhner.

ELLA wird ihren Sitz am Bodensee haben – einem der größten Süßwasserseen in Mitteleuropa und Wiege des Living Lakes-Netzwerks, das hier 1998 ins Leben gerufen wurde. ELLA und ihre Mitglieder werden weiterhin auch im Rahmen von Living Lakes aktiv sein und sich für den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Initiativen zum Feuchtgebietsschutz in Europa und anderen Regionen der Welt engagieren.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Der Plattensee (Balaton) in Ungarn Foto: RitaE/Pixabay

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