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UN Water: Weltwasserbericht 2020

Die Vereinten Nationen haben den Weltwasserbericht 2020 veröffentlicht. Der Bericht beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Wasser und Klimawandel. Welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Wasserbranche weltweit haben wird, haben wir hier zusammengefasst.

von | 27.03.20

Der Klimawandel verändert die Verfügbarkeit von Wasser für menschliche Grundbedürfnisse.

Der Weltwasserbericht der Vereinten Nationen orientiert sich an einer Reihe verschiedener Aspekte, die für den Zusammenhang von Wasser und Klimawandel besonders wichtig erscheinen:

Wasserressourcen

Der Klimawandel wird in Regionen, die bereits unter Wasserstress stehen, die Situation weiter verschlechtern, unter anderem durch eine zunehmend unregelmäßige und unsichere Versorgung. In Regionen, wo derzeit noch ausreichend Wasserressourcen vorhanden sind, wird er zu Wasserstress führen. Physische Wasserknappheit tritt meist eher jahreszeitlich als durchgängig auf. Der Klimawandel wird sehr wahrscheinlich vielerorts die Verfügbarkeit von Wasser im Jahresverlauf verändern. Der Klimawandel führt unter anderem zu steigender Häufigkeit und Heftigkeit von Extremereignissen, wie Hitzewellen, Regenfällen bislang unbekannten Ausmaßes, Gewittern und Sturmfluten.

Internationaler politischer Rahmen

Die Herausforderungen von nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung sind – besonders aufgrund von Wasser – eng mit denjenigen des Klimaschutzes und der Anpassung an den Klimawandel verbunden. Angesichts der Rolle von Wasser bei Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel könnte Wasser die SDGs und andere politische Rahmen wie das Pariser Abkommen noch stärker verknüpfen.

Wasserressourcenmanagement, -infrastruktur und -ökosysteme

Die Wasserwiederverwendung oder -aufbereitung ist bei sicherer Handhabung für zahlreiche Nutzungsformen eine zuverlässige Alternative zu konventionellen Wasserressourcen. Entsalzung stärkt die Süßwasserversorgung, erfordert jedoch im Allgemeinen viel Energie, welche nur dann nicht zu mehr Treibhausgas-Emissionen führt, wenn es sich um eine erneuerbare Energiequelle handelt. Die Nutzung von Luftfeuchtigkeit in Form von Wolkenimpfen oder Nebelkollektoren stellt einen kostengünstigen und wartungsarmen Ansatz für jene besonderen Gebiete dar, in denen ausreichend advektiver Nebel vorhanden ist.

Gesundheit

Wahrscheinlich wird der Klimawandel Fortschritte beim Zugang zu sicherer Wasser- und Sanitärversorgung verlangsamen oder umkehren. Er wird zur ineffizienten Nutzung von Ressourcen führen, falls Systemkonzepte und deren Umsetzung nicht klimaresistent sind. Infolgedessen wird der Klimawandel auch Fortschritte bei der Ausrottung und Kontrolle von Krankheiten im Zusammenhang mit Wasser und Sanitäreinrichtungen verlangsamen oder unterminieren.

Energie und Industrie

Die Senkung des Energiebedarfs und die Steigerung der Energieeffizienz sind ebenso Ansatzpunkte wie die stärkere Nutzung von kohlenstoffarmer erneuerbarer Energietechnologie mit wenig Wasserbedarf, wie etwa Photovoltaik und Windkraft, deren Kosten zunehmend wettbewerbsfähig im Vergleich zur Energiegewinnung mittels fossiler Brennstoffe werden. Wasserkraft wird zwar nach wie vor bei Klimaschutz und Klimaanpassung des Energiesektors eine Rolle spielen, die Nachhaltigkeit einzelner Projekte erfordert aber eine Gesamtbetrachtung einschließlich des potenziellen Wasserverbrauchs durch Verdunstung und der Treibhausgas-Emissionen von Speicherseen, von weiteren ökologischen und sozio-ökonomischen Folgen ganz zu schweigen.

Siedlungen

Die Resilienz städtischer Wassersysteme hängt von Faktoren weit jenseits der Stadtgrenzen ab. Gerade wenn die Wasserversorgung von entfernten Einzugsgebieten abhängt, muss die Planung über die Stadtgrenzen hinausgehen und die langfristigen Auswirkungen der Stadterweiterung auf entfernte Süßwasserökosysteme und die davon wiederum abhängigen Gemeinden berücksichtigen. In Kleinstädten und Dörfern führt die Nutzung von Wasser durch die Landwirtschaft und mitunter die Industrie zu verringerter Verfügbarkeit für Haushalte. Aufgrund der Menschenrechte auf Wasser und sanitäre Einrichtungen muss die Wasserversorgung von Privathaushalten Vorrang haben.

Eine deutsche Zusammenfassung des Berichts steht hier zur Verfügung.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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