Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Expertendiskussion: Zu viele Mikroschadstoffe in den Gewässern

Das Umweltministerium NRW hat rund 500 ExpertInnen aus dem In- und Ausland eingeladen, um über das wichtige Thema des Eintrages von Mikroschadstoffen in Gewässern zu diskutieren und Strategien zur Eintragsminderung und besonders auch zur -vermeidung zu finden.

von | 18.06.18

Mikroschadstoffe in Gewässern resultieren aus dem fast täglichen Einsatz von chemischen Substanzen, wie beispielweise Reinigungsmitteln.

Etwa 500 Expertinnen und Experten haben in Düsseldorf über Strategien und Möglichkeiten diskutiert, den Eintrag von Mikroschadstoffen in die Gewässer zu mindern, beziehungsweise zu vermeiden. "Mikroschadstoffe sind ein ernst zu nehmendes Problem. Nordrhein-Westfalen verfolgt einen umfassenden Ansatz zur Reduzierung des Eintrags von Mikroschadstoffen", sagte Umweltministerin Ulrike Heinen-Esser im Vorfeld der Veranstaltung. "Die Bemühungen im eigenen Land werden aber nicht ausreichen. Es bedarf auch überregionaler Regelungen, um den Eintrag auf Dauer auf das erforderliche Maß reduzieren zu können. Daher begrüßen und unterstützen wir sowohl den aktuell laufenden Stakeholderdialog zur Spurenstoffstrategie des Bundes als auch die Aktivitäten auf EU-Ebene – wie zum Beispiel die Arbeiten zur Arzneimittelstrategie – ausdrücklich. Nordrhein-Westfalen bringt sich hier aktiv ein", ergänzte die Ministerin.
Mikroschadstoffe in Gewässern resultieren aus dem fast täglichen Einsatz von chemischen Substanzen. Dazu zählen zum Beispiel Arzneimittel, Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetika, synthetische Duftstoffe, Süßstoffe, Farben und Lacke sowie Pflanzenschutzmittel und Biozide. Allein in einem Privat-Haushalt sind heute bis zu 5000 verschiedene Chemikalien in Gebrauch. Rückstände solcher Substanzen gelangen vor allem mit dem Abwasser in die Gewässer und führen dort zu nicht minder folgeschweren Belastungen.
Diese Mikroschadstoffe, insbesondere Arzneimittel und deren Abbauprodukte, können nachweislich Lebewesen in Flüssen und Seen beeinträchtigen. So führen zum Beispiel bestimmte Betablocker, Antiepileptika und Empfängnisverhütungsmittel zu Schädigungen und Veränderungen von Organen, Geschlechtsmerkmalen und Verhalten bei Fischen. Neben Arzneimitteln werden auch Industriechemikalien direkt oder über kommunale Kläranlagen in die Gewässer eingetragen. Dies gilt zum Beispiel für die Korrosionsschutzmittel Benzotriazole, die unter anderem in Spülmaschinentabs enthalten sind, und Flammschutzmittel oder Duftstoffe.
"Die Reduzierung des Eintrags von Mikroschadstoffen stellt eine große Herausforderung dar, die in Nordrhein-Westfalen gezielt angegangen wird", sagte Ministerin Heinen-Esser. "Um die Gewässerbelastung mit relevanten Mikroschadstoffen deutlich zu senken, muss möglichst bereits an der Quelle und bei der Anwendung der schädliche Eintrag von Mikroschadstoffen vermieden werden. Hierzu ist es erforderlich die Bevölkerung zu sensibilisieren." Ein Beispiel dafür ist das Projekt der Stadt Essen unter dem Motto "Essen macht’s klar". Weitere Ansätze müssen am sogenannten "Anfallort", beziehungsweise bei der Verwendung weiterverfolgt werden, so auch im Rahmen des Projektes "Merk’mal": Hier wird die Reduzierung des Eintrags von Röntgenkontrastmitteln mit Hilfe von sogenannten Urinbeuteln bereits in Praxen und Kliniken praktiziert.

Weitere Informationen unter: www.masterplan-wasser.nrw.de/das-kompetenzzentrum/

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

NRW legt Zukunftsstrategie „Wasser – H₂O NRW“ vor
NRW legt Zukunftsstrategie „Wasser – H₂O NRW“ vor

Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr hat den Entwurf der „NRW-Zukunftsstrategie Wasser – H₂O NRW“ vorgelegt und die abschließende Beteiligung von Fachöffentlichkeit und Verbänden gestartet. Die Strategie basiert auf den Ergebnissen von Workshops, einer Auftaktveranstaltung und zahlreichen Fachgesprächen und bildet die Grundlage für den Entwurf der künftigen Wasserpolitik des Landes.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Ingenieurbüro Alwin Eppler GmbH & Co. KG

Thema: Wasseraufbereitung

Ihr vertrauensvoller Partner für innovative Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung – seit über 70 Jahren Expertise in Planung und Umsetzung maßgeschneiderter

Weber-Ingenieure GmbH

Themen: Abwasserbehandlung | Netze

Abwasserbehandlung, Baumanagement, Infrastruktur und Stadtentwässerung, Ingenieurbau, Konversion und Abfall, Technische Ausrüstung, Wasserbau,

SUMA Rührtechnik GmbH

Thema: Abwasserbehandlung

Seit 1957 entwickelt und produziert SUMA Rührwerke für eine Vielzahl von Anwendungen und Branchen. Aufbauend auf unseren Wurzeln im Agrarsektor haben wir uns zu einem Anbieter von Rührtechnik für den Wasser- und Abwasserbereich, Biogas und viele weitere Industriebereiche entwickelt. In den

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03