Suche...
Generic filters
Filter by Themen
Abwasserbehandlung
Analytik & Hygiene
Digitalisierung
Energie
Engineering
Events
Kosten & Tarife
Nachhaltigkeit & Umweltschutz
Netze
Politik
Recht & Regelwerk
Wasseraufbereitung
Wassergewinnung
Wasserstress
Water Solutions
Filter by Kategorien
Branche
Forschung & Entwicklung
Leute
People
Products & Solutions
Produkte & Verfahren
Publications
Publikationen
Sonstiges
Trade & Industry
Filter by Kategorien
Firmenverzeichnis
Geschützte Downloads
Mediadaten
Öffentliche Downloads
Filter by Veranstaltungsschlagworte
abwasser
ACHEMA
Automatisierung
FDBR
kanalnetze
MSR
Talsperren
trinkwasser
wasseraufbereitung
wasserbau
Wassernetze
Wasserversorgung

Altlastensanierung in Berlin: BAM sichert die Grundwasserüberwachung

Kategorie:
Themen: | |
Autor: Jonas Völker

Altlastensanierung in Berlin: BAM sichert die Grundwasserüberwachung

„Bei der Kontrolle des Sanierungserfolgs ist die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) mit ihrer Expertise in der Umweltanalytik seit 20 Jahren eine verlässliche Partnerin“, so Prof. Dr. Ulrich Panne, Präsident der BAM.
Chemische Industrie, Pharmaindustrie, Metallverarbeitung, Elektrotechnik, Fahrzeug- und Motorenbau haben ihre Spuren auch in Berlin hinterlassen: Schadstoffe im Boden und im Grundwasser zeugen im Südosten Berlins von einer Industriegeschichte, die bereits im 19. Jahrhundert begann. Nachdem viele Großbetriebe der ehemaligen DDR ihre Arbeit im Zuge der deutschen Wiedervereinigung einstellen mussten, wurde das Industriegebiet Spree zum Schutz der beiden Wasserwerke Wuhlheide und Johannisthal als „ökologisches Großprojekt“ definiert. Das heißt: Der Bund und das Land Berlin finanzieren gemeinsam die Sanierung der Altlasten in der größten zusammenhängenden Industrieregion der Stadt.

Schutz des Trinkwassers ist ein wichtiges Sanierungsziel

Das Industriegebiet Spree liegt im Einzugsbereich der Wasserwerke Wuhlheide und Johannisthal, ökologisches Hauptziel des Sanierungskonzepts ist es daher, die Schadstoffquellen am Entstehungsort zu sanieren, die Ausbreitung von Schadstoffen zu verhindern und das Trinkwasser zu schützen. Mit einem umfassenden Grundwassermonitoring wird seit rund 20 Jahren der Sanierungsfortschritt kontrolliert, beteiligt sind daran verschiedene Labore, die Wasserproben untersuchen. Im Boden und im Grundwasser findet sich eine große Bandbreite an Schadstoffen. Der Fokus der Analysen liegt mittlerweile auf leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffen (LHKW), aromatischen Kohlenwasserstoffen, Pflanzenschutzmitteln und Anilinen. Die Stoffe können Geschmack und Geruch des Trinkwassers beeinträchtigen und in höheren Konzentrationen der Gesundheit schaden.

BAM sichert die Qualität des Grundwassermonitorings

Bereits 1998 hatte die Berliner Senatsumweltverwaltung gemeinsam mit der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben die BAM beauftragt, ein Konzept zur Qualitätssicherung der Laboranalytik im ökologischen Großprojekt zu erarbeiten und umzusetzen. Denn: „Die zahlreichen Analyseergebnisse müssen aussagekräftig und vergleichbar sein – egal in welchem Labor sie ermittelt werden“, erklärt Ute Dorgerloh aus der BAM-Abteilung Analytische Chemie. Nur so bietet das Grundwassermonitoring der Umweltverwaltung eine solide Grundlage für Entscheidungen über die weiteren Schritte im Sanierungsvorhaben.
Um eine hohe Qualität der Daten zu gewährleisten, entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BAM beispielsweise Methoden zu Analyse der Wasserproben und stellen Qualitätskontrollproben her. Zudem veranstalten sie Ringversuche, mit denen die Vergleichbarkeit der Arbeit verschiedener Labore sichergestellt wird.
Pro Jahr analysiert die BAM auch etwa 50 bis 60 Gewässerproben in eigenen Laboren, das entspricht rund zehn Prozent der gesamten Probenanzahl. „Wir können Analyse-Ergebnisse mit verschiedenen voneinander unabhängigen Methoden überprüfen, die für die Routine-Analytik zu aufwändig sind“, erläutert Ute Dorgerloh. Notwendig ist das zum Beispiel, wenn Untersuchungsergebnisse nicht eindeutig waren, oder wenn von einer unabhängigen Einrichtung wie der BAM bestätigt werden muss, ob ein Prüfwert eingehalten oder überschritten wurde.

Ausblick

Wann die ökologische Altlastensanierung im Industriegebiet Spree abgeschlossen sein wird, lässt sich noch nicht festlegen. Die Berliner Umweltverwaltung geht davon aus, dass noch über einen längeren Zeitraum Maßnahmen zur Sicherung der beiden Wasserwerke notwendig sein werden.
Da Berlin stetig wächst, wird das „Flächenrecycling“ für den Wohnungsneubau auf den ehemaligen Industrieflächen zunehmend eine wichtigere Rolle spielen – und damit auch die umfassende Schadstoffbeseitigung.

Weitere Informationen zur Sanierung ökologischer Altlasten in den neuen Bundesländern einschließlich Berlin erhalten Sie bei der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sowie beim Umweltbundesamt

Das könnte Sie auch interessieren:

DVGW-Seminar zur Bereitstellung von Löschwasser
33. Trinkwasserkolloquium 2021 online
World Water Week 2021 online

Passende Firmen zum Thema:

Thema: Netze

ERHARD GmbH & Co. KG

Thema: Netze

Armaturen und Formstücke der Marken ERHARD, FRISCHUT & SCHMIEDING

Publikationen

Umstrukturierung der Grundwasseranreicherung im Wasserwerk Neckartailfingen von offenen Becken in Sickerschlitzgräben

Umstrukturierung der Grundwasseranreicherung im Wasserwerk Neckartailfingen von offenen Becken in Sickerschlitzgräben

Autor: Christoph Treskatis / Christina Wenzel / Felix Kuntsche / Ewald Ocker
Themenbereich: gwf - Wasser|Abwasser
Erscheinungsjahr: 2015

Im Wasserwerk Neckartailfingen wird das nutzbare Grundwasserdargebot für die Trinkwassergewinnung durch die Anreicherung mit vorgereinigtem Neckarwasser erhöht. Zur Verlängerung der Standzeiten der Beckenfüllungen und Reduzierung des ...

Zum Produkt

Konzept zur Aufbereitung tropischer Oberflächenwässer zu Trinkwasser am Beispiel von Brasília DF, Brasilien

Konzept zur Aufbereitung tropischer Oberflächenwässer zu Trinkwasser am Beispiel von Brasília DF, Brasilien

Autor: Ekaterina Vasyukova / Irene Slavik / Wolfgang Uhl / Fuad Braga / Claudia Simões / Tânia Baylão / Klaus Neder
Themenbereich: gwf - Wasser|Abwasser
Erscheinungsjahr: 2015

Für die Abschätzung möglicher Strategien zur Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen bei der Trinkwasserversorgung der Hauptstadt Brasiliens, Brasília DF, fand eine Analyse der gegenwärtigen Wasserversorgungssituation statt. Daraus ...

Zum Produkt

Elektrodialyse zur Entfernung von ionischen Wasserinhaltsstoffen in der Trinkwasseraufbereitung

Elektrodialyse zur Entfernung von ionischen Wasserinhaltsstoffen in der Trinkwasseraufbereitung

Autor: Uwe Müller / Hans Groß / Hans-Jürgen Rapp
Themenbereich: gwf - Wasser|Abwasser
Erscheinungsjahr: 2014

Neuentwicklungen in der Elektrodialyse kombinieren energieeffiziente Membranen mit fortschrittlicher Spacer- und Modulbautechnik. Der Artikel beleuchtet die Potenziale dieser Technik zur Trinkwasseraufbereitung. Verschiedene Typen von ...

Zum Produkt

Mehr Publikationen...

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03
Datenschutz
gwf-wasser.0872.perimetrik.de, Besitzer: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
gwf-wasser.0872.perimetrik.de, Besitzer: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: