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Wasser in der Stadt von morgen

Zum fünften Mal fanden im Februar die Wassertage Münster statt, diesmal unter dem Motto „Wasser in Deiner Stadt von morgen“. 200 Teilnehmer diskutierten über Wasser und Stadtplanung.

von | 06.03.17

Eine Stadt, der man hohe Niederschlagsmengen nachsagt

Forscher, Politiker, Praktiker, Studierende und interessierte Bürger sprachen über die Frage, wie Wasser bei der Stadtplanung am besten berücksichtigt werden sollte. Im Mittelpunkt stand dabei der interdisziplinäre Ansatz des „Water Sensitive Urban Design“ (WSUD) mit dem Ansatz, Wasser positiv erlebbar machen, es in die Gestaltung der Wohn- und Siedlungsbereiche einzubinden und dabei Nachhaltigkeit und Hochwasserschutz zu berücksichtigen. Prof. Dr. Mathias Uhl vom Institut für Wasser – Ressourcen – Umwelt (IWARU) der FH Münster, dem Veranstalter der Wassertage Münster, fasste die übergeordnete Fragestellung so zusammen: „Wie kann Wasser trotz seiner Janusköpfigkeit – es ist lebensnotwendig, kann aber auch gefährlich sein – zur Lebensqualität in unseren Städten beitragen?“

Kein Randthema und keine Selbstverständlichkeit

Neuerungen in der Wasser- und Nachhaltigkeitspolitik des Landes erläuterte Peter Knitsch vom nordrhein-westfälischen Umweltministerium. „Wir haben verschiedene Akteure ins Boot geholt und gemeinsam einen strategischen und langfristigen Masterplan Wasser erarbeitet“, sagte der Staatssekretär. Zu den neun Schwerpunkten dieses Plans gehören unter anderem die Anpassung an Klimafolgen, der Gewässerschutz und die Umweltwirtschaft mit ihren vielen tausend Arbeitsplätzen. „Wasser ist kein Randthema und keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Thema, das stärker im Bewusstsein der Menschen verankert und von allen mitgestaltet werden muss“, so Knitsch.

Praktische Umsetzung

Neben der Wasserpolitik des Landes und aktuellen Forschungsergebnissen standen auch Beispiele für deren tatsächliche Umsetzung in die Praxis auf dem Programm der Tagung. Modellcharakter hat etwa das neue Oxford-Quartier in Münster, an dessen Planung mit den Professoren Uhl und Joachim Schultz-Granberg vom Department Städtebau am Fachbereich Architektur, der Münster School of Architecture (MSA), zwei Experten der Hochschule maßgeblich beteiligt sind. „Schneller kann man den Praxistransfer von Innovationen nicht hinbekommen“, ist Uhl überzeugt. „Wir wenden die Ergebnisse unserer verschiedenen Projekte hier direkt an.“

Workshops und Projektkino

Zum Programm der Tagung gehörten zudem vier Workshops rund um das Thema wasserorientierte Stadtplanung, die alle restlos ausgebucht waren. Sehr gut angenommen wurde auch das neue Projektkino, das Filme und Bilder über beispielhafte Wasserprojekte zeigte. Kooperationspartner der Tagung sind der Landesverband NRW der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA), die Deutsche Gesellschaft für Limnologie (DGL) und der Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau e.V. (BWK). 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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