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TrinkXtrem: Innovative Lösungen für die Trinkwasserversorgung im Angesicht von Extremwetterereignissen

Die Trinkwasserversorgung steht vor neuen Herausforderungen durch zukünftige Extremwetterereignisse wie Dürren und Starkregen. Eine neue Videoserie, die im Rahmen des BMBF-Forschungsprojekts TrinkXtrem erstellt wurde, beleuchtet diese Probleme und präsentiert innovative Lösungen. Das erste Video der Serie, das sich mit “Menge und Qualität” befasst, ist bereits online. Bis 2025 sind vier weitere Videos geplant.

von | 30.10.23

TrinkXtrem: Eine gemeinsame Initiative zur Anpassung der Trinkwasserversorgung an klimatische Extremereignisse
Quelle: Trinkxtrem

30. Oktober 2023 | Die Trinkwasserversorgung steht vor neuen Herausforderungen durch zukünftige Extremwetterereignisse wie Dürren und Starkregen. Eine neue Videoserie, die im Rahmen des BMBF-Forschungsprojekts TrinkXtrem erstellt wurde, beleuchtet diese Probleme und präsentiert innovative Lösungen. Das erste Video der Serie, das sich mit “Menge und Qualität” befasst, ist bereits online. Bis 2025 sind vier weitere Videos geplant.

Extreme Wetterereignisse wie Dürren und Starkregen führen zu erheblichen Veränderungen in der verfügbaren Wassermenge für die Trinkwasserversorgung. Um diesen Szenarien gerecht zu werden, müssen bestehende Wasserversorgungsmodelle angepasst werden. Tim Jupe von der Universität Stuttgart erläutert in einem Video seine Forschungen zur Verbesserung numerischer Modelle zur Darstellung verschiedener Klimaszenarien und ihrer Auswirkungen auf die Wasserressourcen. Die Betriebsdaten der Wasserversorgungsunternehmen, insbesondere des Projektpartners Landeswasserversorgung, sind dabei eine wichtige Datenquelle.

Analyse und Anpassung: Wasserqualität und Datenmanagement in Zeiten von Extremwetterereignissen

Ein weiteres zentrales Thema ist die Wasserqualität, die sich bei Dürren oder Starkregen ändern kann. Bei geringerer Wassermenge können sich Inhaltsstoffe konzentrieren und möglicherweise einen erhöhten Aufbereitungsaufwand im Wasserwerk verursachen. Bei plötzlichen, starken Regenfällen kann sich die Rohwasserqualität durch einen höheren Eintrag von Schadstoffen durch Abschwemmungen verschlechtern. Wolfram Seitz, ein Chemiker im Betriebs- und Forschungslabor der Landeswasserversorgung in Langenau bei Ulm, wird interviewt, während er Proben aus langanhaltenden Trockenperioden analysiert.

Die Laboranalysen erzeugen enorme Datenmengen. Im Video erklärt Martin Wagner, ein Digital-Experte vom TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser, wie diese Daten mit modernsten Mustererkennungsverfahren ausgewertet werden. Es wird gezeigt, wie neue digitale Werkzeuge entwickelt werden, die den Wasserversorgungsunternehmen helfen, Strategien für Extremwetterereignisse zu entwickeln.

 

TrinkXtrem: Eine gemeinsame Initiative zur Anpassung der Trinkwasserversorgung an klimatische Extremereignisse

Im Forschungsprojekt TrinkXtrem arbeiten Wasserversorgungsunternehmen aus verschiedenen Regionen Deutschlands mit Forschungseinrichtungen zusammen, um die Trinkwasserversorgung an klimatische Extremereignisse anzupassen. Das Ziel ist es, auf hydrologische Sondersituationen wissenschaftlich fundiert und vorausschauend zu reagieren. Es werden Vorsorgekonzepte sowie methodische und digitale Werkzeuge entwickelt, deren Umsetzung in repräsentativen Modellregionen erfolgt. Das Projektkonsortium setzt sich aus zehn Partnern und fünf assoziierten Partnern zusammen. Die beteiligten Wasserversorgungsunternehmen versorgen etwa 10% der deutschen Bevölkerung mit Trinkwasser.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Verbundprojekt TrinkXtrem im Rahmen der Fördermaßnahme “Wasser-Extremereignisse (WaX)” und des Bundesprogramms “Wasser: N”. Wasser: N ist Teil der BMBF-Strategie “Forschung für Nachhaltigkeit (FONA)”. TrinkXtrem (Förderkennzeichen 02WEE1625 A-J) erhält Mittel des BMBF in Höhe von ca. 2,7 Mio. Euro. Die beteiligten Unternehmen aus Wasserversorgung und Mittelstand tragen zusätzlich rund 20% der Gesamtkosten als Eigenleistung bei. Das Projekt läuft von Februar 2022 bis Januar 2025.

Zum Projekt

 

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