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Trinkwasserversorger investierten 2022 rund 3,5 Mio. €

Die deutschen Trinkwasserversorger haben im Jahr 2022 rund 3,5 Milliarden Euro in den Bau und die Instandhaltung ihrer Anlagen und in die Ausweitung und Erneuerung ihrer Infrastruktur investiert. Dies zeigen erste Prognosen des BDEW.

von | 07.03.23

Bildquelle: Pixabay
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Trinkwasserverordnung

7. März 2023 | Die deutschen Trinkwasserversorger haben im Jahr 2022 rund 3,5 Milliarden Euro in den Bau und die Instandhaltung ihrer Anlagen und in die Ausweitung und Erneuerung ihrer Infrastruktur investiert. Dies zeigen erste Prognosen des BDEW.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Investitionen der Trinkwasserversorger um rund 4,5 Prozent angestiegen. 62 Prozent der Investitionen flossen in die Rohrnetze. Das liegt vor allem an einer Zunahme der Investitionen in Sanierung und Erneuerung von Trinkwasserrohrnetzen.

Ein Anteil von 15 Prozent der Investitionssumme wurden für die Wassergewinnung und Wasseraufbereitung aufgebracht. Hier gibt es mit einem Plus von fast 16 Prozent eine weit überdurchschnittliche Zuwachsrate. Ursache hierfür sind vor allem Investitionen in den Bau neuer Brunnen beziehungsweise in die Wiederaufnahme alter Trinkwassergewinnungsanlagen. „Aufgrund des Klimawandels werden die Sommer heißer und trockener. Dadurch steigt in diesen Phasen auch die Nachfrage nach Trinkwasser“, erklärt Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser. „Um die Trinkwasserversorgung auch in Zukunft flächendeckend zu gewährleisten, muss in einigen Regionen die Infrastruktur gestärkt und ausgebaut werden.“

Sechs Prozent der Investitionen entfallen auf die Wasserspeicherung. Die restlichen 17 Prozent verteilen sich auf Zähler, Messgeräte, IT und sonstige Investitionen. Insgesamt sind seit 1990 mehr als 80 Milliarden Euro in die öffentliche Trinkwasserversorgung Deutschlands investiert worden. Mit deutlich mehr als 20 Milliarden Euro entfiel hiervon ein überproportionaler Anteil auf die ostdeutschen Bundesländer.

„Die hohen Investitionssummen der Trinkwasserversorger zeigen: Die deutsche Wasserwirtschaft ist damit mehr denn je ein bedeutender geschäfts- und umweltpolitischer Motor des Mittelstandes“, sagt Weyand. „Um die hohe Qualität der Wasserversorgung auch in Zukunft aufrecht erhalten zu können, sind weiterhin nachhaltige Investitionen für neue Anlagen und Rohrnetze sowie die Instandsetzung erforderlich. Auch in den Bereichen IT, Zähler und Messwesen werden die Investitionen auf Grund der Digitalisierung in der Wasserwirtschaft in den nächsten Jahren deutlich zunehmen.“

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Bild: Pixabay/Rudy and Peter Skitterians

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