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Testhaushalte für Projekt CrowdWater gesucht!

Um praktische Lösungen für die Überwachung der Wassernutzung zu entwickeln, werden aktuell etwa 30 Testhaushalte gesucht.

von | 05.09.23

Die Strategie des Projekts beinhaltet die Verknüpfung intelligenter Messgeräte mit digitalen Werkzeugen.
Quelle:Pixabay/PhotoMIX-Company

05. September 2023 Ι Das vom Fraunhofer FIT geleitete Projekt CrowdWater hat das Ziel, die Überwachung der Wassernutzung, die Identifizierung von Sparpotenzialen und die Erforschung der Verwendung von Regenwasser zu fördern. Um praktische Lösungen zu entwickeln, werden aktuell etwa 30 Testhaushalte gesucht.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert und hat zum Ziel, eine regionale Wasser-Datenplattform für private, öffentliche und gewerbliche Nutzung zu entwickeln.

CrowdWater: Überwachung und Bildung

Obwohl es in Deutschland derzeit noch ausreichend Trinkwasser gibt, trocknet das Land aufgrund der globalen Erderwärmung langsam aus und die Grundwasserbestände sinken. Ein Grund dafür ist laut Umweltbundesamt die abnehmende Aufnahme- und Speicherfähigkeit des Erdbodens infolge von starken Klimaereignissen. Die genaue Entwicklung und ihre Folgen für bestimmte Gebiete sind derzeit schwer abzuschätzen, da es keine präzise Informationslage über Wassermengen und den Einfluss von Sparmaßnahmen auf ausgewählte Regionen gibt.

Das Projekt CrowdWater (Crowdbasiertes Monitoring und Vorhersage für nachhaltige Regen- & Trinkwassernutzung) setzt hier an, indem es Sensordaten zum Kreislauf der Wassernutzung erfasst und verarbeitet. Ein umfassendes Monitoring in Echtzeit ermöglicht es Haushalten, ihren Wassereinsatz erfolgreich zu planen und Wartungsarbeiten in Versorgungsunternehmen nutzengerechter durchzuführen. Mit einem Angebot an Veranstaltungen und Lehrmaterialien wird CrowdWater darüber hinaus ein Grundverständnis von nachhaltiger Wassernutzung vermitteln, das auch verfügbares Regenwasser einbezieht.

Intelligente Technologie und Living Lab zur Erforschung der Wassernutzung

Die Strategie des Projekts beinhaltet die Verknüpfung intelligenter Messgeräte mit digitalen Werkzeugen. Innerhalb eines vielfältigen IoT-Netzwerks (Internet of Things oder Internet der Dinge) sollen zukünftig der genaue Bedarf an Wasser bestimmt und eventuelle Verluste identifiziert werden können. Dies gelingt unter anderem durch die Berücksichtigung aktueller Wetterdaten. Um den Verbrauch der lebenswichtigen Ressource in betrieblichen Prozessen zu ermitteln, sollen mobile Messkoffer zum Einsatz kommen.

Das Erfahrungswissen und die Lebenswirklichkeit von Verbraucherinnen und Verbrauchern spielen eine zentrale Rolle in der Erforschung ihrer Wassernutzung. CrowdWater möchte deshalb rund 30 Testhaushalte und drei bis sechs Unternehmen in einem Living Lab vernetzen. Ein Living Lab ist ein virtuelles Labor zur Forschung unter Realbedingungen. Die ausgewählten Haushalte werden mit entsprechender Sensorik ausgestattet, um Daten über die Umsetzbarkeit der Werkzeuge zu erheben und Anreizmechanismen zum Wassersparen zu testen.

05Zusammenarbeit mit Projektpartnern

Als Teilnehmende am Living Lab sollten Sie sich idealerweise für die Erforschung nachhaltiger Regen- und Trinkwassernutzung interessieren und bereit sein, aktiv mitzugestalten. Vorwiegend werden Haushalte aus dem Rhein-Sieg-Kreis oder Nordrhein-Westfalen gesucht. Bei Interesse oder allgemeinen Fragen zum Projekt können Sie sich an unsere Living Lab Koordinatorin Anika Martin (anika.martin@fit.fraunhofer.de) wenden.

CrowdWater wird durch kommunale und wirtschaftliche Projektpartnerschaften mit Expertise und Ressourcen bereichert. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT kümmert sich um das wichtige Thema Datenschutz sowie die Organisation der Living Labs. Die Stadtwerke Troisdorf, die Stadt Hennef und die Verbandsgemeindewerke Kirchen stellen sich für die praktische Umsetzung der Wassersparmaßnahmen zur Verfügung. Auch die Biesenthal Wasserzähler GmbH ist daran beteiligt, technische Anforderungen mit den behördlichen Partnern herauszuarbeiten. Sie unterstützt deren Machbarkeitsuntersuchung und kooperiert so mit Fraunhofer FIT und der si-automation GmbH. Die si-automation GmbH ist auch für die Entwicklung und Testung vorläufiger Lösungen zuständig.

Weitere Information zum Projekt

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