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Stadtbäume im Klimawandel: Zukunftsinitiative Klima.Werk

Die Zukunftsinitiative Klima.Werk von Emschergenossenschaft und Emscher-Kommunen haben zu einem Treffen eingeladen, bei dem Experten aus der Region und anderen Teilen Deutschlands technische Lösungen für das Straßengrün diskutieren.

von | 11.09.23

Wie der Rückhalt von Regenwasser mit den Rigolen an der Wasserstraße in Bochum funktioniert, erklärte den Tagungsteilnehmern Thorsten Pacha, Tiefbau-Ingenieur bei der Stadt Bochum.
Quelle: EGLV Michael Jeskulke

11. September 2023 Ι Stadtbäume sind in Zeiten des Klimawandels unverzichtbar. Sie spenden Schatten, kühlen durch Verdunstung, absorbieren Feinstaub und CO2 und müssen Hitze- oder Dürreperioden überstehen. Die Zukunftsinitiative Klima.Werk von Emschergenossenschaft und Emscher-Kommunen haben zu einem Treffen eingeladen, bei dem Experten aus der Region und anderen Teilen Deutschlands technische Lösungen für das Straßengrün diskutieren.

Stadtbäume sind unverzichtbar: Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Anpassung von Städten an die Folgen des Klimawandels, der mehr extreme Wetterlagen bringt. In stark versiegelten Großstädten wirken sich Hitze, Dürre oder Starkregen besonders unangenehm aus. Das Prinzip der Schwammstadt sieht vor, mehr Wasser und Grün in Wohnviertel und Innenstädte zu bringen. Die Zukunftsinitiative Klima.Werk von Emschergenossenschaft und Kommunen setzt sich für den Umbau der Region in diesem Sinne ein.

Baumrigolen: Eine technische Lösung für den Umgang mit Klimafolgen

Unterirdische Speicherräume unter Bäumen Der Austausch von Wissen ist dabei ein wesentlicher Faktor. In der EBZ Akademie in Bochum haben sich deshalb rund 70 Fachleute aus den Bereichen Tiefbau, Straßenbau, Grünflächen oder Stadtentwässerung getroffen. Dabei stand eine besondere technische Lösung für den Umgang mit Klimafolgen im Mittelpunkt: die Baumrigole. Das sind unterirdische Speicherräume unter Bäumen, in die Regenwasser geleitet wird oder versickern kann. In Trockenzeiten kann der Baum sich über seine Wurzeln mit dem gespeicherten Wasser versorgen. Die Maßnahme dient einerseits dazu, Straßenbäume gegen Trockenheit zu wappnen, andererseits dem Rückhalt von Regenwasser und damit auch der städtischen Starkregenvorsorge.

Umsetzungsbeispiele aus verschiedenen Städten

Köln, Hagen, Bochum – Beispiele für die Umsetzung Als innovatives und neues Entwässerungssystem gibt es für die Planung und Umsetzung von Baumrigolen bisher noch keinen Standard. Bei dem Fachtreffen im Europäischen Bildungszentrum ging es daher um konkrete Umsetzungsbeispiele für Rigolenbau in verschiedenen Ausführungen: Die Expert*innen lernten Projekte aus Hagen, Köln, Erftstadt und Bochum kennen.

Die Stadt Bochum hat an der Wasserstraße 2020 bereits ein derartiges Speichersystem verbaut. Auch bei der Umgestaltung der Castroper Straße werden Baumrigolen eingesetzt. Bei einer Exkursion zur Wasserstraße erläuterte Thorsten Pacha, Tiefbauingenieur bei der Stadt Bochum, die Maßnahme.

Regenwasser als Ressource

Ressource Regenwasser nutzen und speichern Dass es ohne solche Baumaßnahmen künftig schwierig wird, ist unter den Fachleuten Konsens. Die Ressource Regenwasser zu nutzen und zu speichern und nicht mehr über die Kanalisation abzuleiten, muss gelingen. „Klimaanpassung kostet Geld, aber nichts machen, kostet noch mehr Geld“, sagte Michael Jeskulke, Projektentwickler bei der Serviceorganisation der Zukunftsinitiative Klima.Werk bei der Emschergenossenschaft und einer der Organisatoren des Expert*innen-Treffens.

Deshalb war auch ein Thema, wie sich die Fachleute aus den Verwaltungen die politische Unterstützung für solche Vorhaben sichern. Iris Bryson, bei der Stadt Bremen zuständig für das Handlungskonzept Stadtbäume, und Katrin Schäfer vom Senat Umwelt, Bau und Verkehr in Bremen, stellten ihre Herangehensweise vor. Ihr Fazit: „Politische Grundsatzbeschlüsse erleichtern Verwaltungshandeln.“ Das biete im Anschluss Raum für fachliche Gestaltung und sichere die Finanzierung des klimaresilienten Umbaus.

 

 

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