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Drohne untersucht Grundwasservorkommen im Hamburger Westen

Erstmals kommt in Hamburg ein neues Verfahren zum Einsatz: Eine Drohne ausgestattet mit einem Empfänger sammelt geomagnetische Daten für ein 3D-Modell des Untergrunds. Auf diese Weise kann HAMBURG WASSER untersuchen, ob in Sülldorf mögliche Grundwasservorkommen für die Trinkwasserproduktion des Wasserwerks Baursberg genutzt werden können.

von | 01.03.22

1. März 2022 | Erstmals kommt in Hamburg ein neues Verfahren zum Einsatz: Eine Drohne ausgestattet mit einem Empfänger sammelt geomagnetische Daten für ein 3D-Modell des Untergrunds. Auf diese Weise kann HAMBURG WASSER untersuchen, ob in Sülldorf mögliche Grundwasservorkommen für die Trinkwasserproduktion des Wasserwerks Baursberg genutzt werden können.

Um die Trinkwasserversorgung der Menschen im Hamburger Westen sicherzustellen, sucht HAMBURG WASSER neue Brunnenstandorte für das Wasserwerk Baursberg. Dafür erkundet der städtische Wasserversorger vom 1. bis zum 3. März 2022 mithilfe einer Drohne die Bodenverhältnisse in Sülldorf.

Im Umfeld des Wasserwerks sind die geologischen Bodenschichten aufgrund eiszeitlicher Einflüsse sehr heterogen. Das macht die Standortsuche für neue Brunnen in diesem Gebiet besonders schwierig. Um die Untergrundverhältnisse so genau wie möglich zu untersuchen, kommt die Drohnentechnik zum Einsatz: Mithilfe eines verlegten Stromkabels und einer Drohne werden geomagnetische Messungen durchgeführt, die Daten für ein dreidimensionales Untergrundmodell liefern. Das Modell zeigt flächendeckend die Tiefenlage und Verbreitung von einzelnen Bodenschichten bis in eine Tiefe von etwa 150 m.

Erschließung zusätzlicher Brunnenstandorte notwendig

Das Wasserwerk Baursberg bereitet täglich bis zu rund 16.000 m³ Trinkwasser auf und versorgt damit durchschnittlich 125.000 Menschen. Dafür nutzt HAMBURG WASSER ausschließlich Grundwasser, das aus 15 Brunnen gewonnen wird. Da die Ergiebigkeit der Brunnen aufgrund natürlicher Alterung mit der Zeit nachlässt und der Wasserbedarf der wachsenden Stadt stetig zunimmt, ist der Wasserversorger auf die Erschließung zusätzlicher Brunnenstandorte angewiesen, um die Versorgung der Bevölkerung langfristig zu sichern.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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