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Buchstaben-Schmuckschildkröte: Ein unerwünschter Gast in heimischen Gewässern

Die unkontrollierte Freisetzung von Haustieren, insbesondere von Süßwasserexoten wie der Buchstaben-Schmuckschildkröte, trägt erheblich zur Ausbreitung invasiver Arten bei.

von | 13.11.23

In einer Studie wurden 669 Süßwasserarten im deutschen Handel dokumentiert, von denen 651 nicht heimisch waren.
Quelle: James W. E. Dickey

13. November 2023 ǀ Die unkontrollierte Freisetzung von Haustieren, insbesondere von Süßwasserexoten wie der Buchstaben-Schmuckschildkröte, trägt erheblich zur Ausbreitung invasiver Arten bei und stellt eine ernsthafte Bedrohung für die biologische Vielfalt dar.

Die Abgabe von Haustieren auf eBay-Kleinanzeigen erfolgt aus verschiedenen Gründen, darunter hohe Fortpflanzungsraten, die Größe des Tieres und Aggressivität. Ästhetik kann auch eine Rolle spielen, wenn Besitzer*innen ihr Aquarium umgestalten oder den Tierbestand austauschen möchten.

Auf Basis dieser Daten hat das Forschungsteam eine dreistufige Risikobewertungsmethode entwickelt. Hochrisikoarten für Deutschland sind der Goldfisch, der Guppy und die Nadel-Kronenschnecke, die alle bereits in freier Wildbahn in Deutschland gefunden wurden.

Die Forscher:innen betonen auch die Notwendigkeit, Arten zu beachten, die sich noch nicht in Deutschland ausgebreitet haben, wie der Blutsalmler und der Papageienkärpfling. Sie plädieren für eine gezielte und langfristige Überwachung des Handels mit Zierfischen, da sich Angebot, Nachfrage, Preise und Verfügbarkeit ständig ändern.

„Wir hoffen, dass Risikobewertungen wie unsere und eine stärkere Sensibilisierung der Öffentlichkeit dazu beitragen können, die Freisetzung riskanter und potenziell gefährlicher Arten in deutschen Gewässern zu reduzieren“, erklärt James Dickey.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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