Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Bewertung der COP28 und die dringende Notwendigkeit globaler Klimamaßnahmen

In einer umfassenden Bewertung der jüngsten Weltklimakonferenz in Dubai hebt Germanwatch, eine Umwelt- und Entwicklungsorganisation, sowohl die Fortschritte als auch die Herausforderungen hervor, die auf dem Weg zu einer nachhaltigen und klimaresilienten Zukunft liegen.

von | 18.12.23

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die COP28 wichtige Fortschritte gemacht hat.
Quelle: Pixabay/ Pexels

18. Dezember 2023 ǀ In einer umfassenden Bewertung der jüngsten Weltklimakonferenz in Dubai hebt Germanwatch, eine Umwelt- und Entwicklungsorganisation, sowohl die Fortschritte als auch die Herausforderungen hervor, die auf dem Weg zu einer nachhaltigen und klimaresilienten Zukunft liegen.

Christoph Bals, der Politische Geschäftsführer von Germanwatch, sagt: „Die COP28 sendet insgesamt ein starkes Signal an die Welt. Erstmals fordert eine Weltklimakonferenz alle Staaten auf, die Wende weg von Kohle, Öl und Gas zu organisieren.“

Er betont jedoch, dass dies nur dann als historischer Schritt angesehen werden kann, wenn in den nächsten Jahren tatsächlich ein massives Herunterfahren von Kohle, Öl und Gas weltweit erfolgt.

Beschleunigte Energiewende und Emissionsreduktion bis 2030

Es wurde beschlossen, dass die Abkehr von fossilen Energien in diesem entscheidenden Jahrzehnt, also bis 2030, beschleunigt werden soll. Dies wird durch die Aufforderung unterstrichen, zur Umsetzung der sehr ambitionierten globalen Ziele für erneuerbare Energien und Energieeffizienz beizutragen. Diese Ziele beinhalten eine Verdreifachung der erneuerbaren Energien und eine Verdopplung der Energieeffizienz bis 2030.

Bals fügt hinzu: „Es geht jetzt darum, alles dafür zu tun, dass die globalen Emissionen tatsächlich bis 2030 um 43 Prozent gegenüber 2019 sinken, so wie es die Wissenschaft für einen 1,5 Grad-Pfad fordert. Nicht nur die kleinen Inselstaaten haben Zweifel, dass alle Staaten dabei tatsächlich an einem Strang ziehen und ihr Überleben sichern. Die Akzeptanz von Gas als Brückentechnologie kann große Schlupflöcher öffnen.“

Anpassung an die Klimakrise und die Notwendigkeit verstärkter Bemühungen

Die Stärkung der Anpassungsfähigkeit an die Folgen der Klimakrise war ein weiterer wichtiger Verhandlungspunkt auf der COP28. Neben der wichtigen Entscheidung zur Operationalisierung des Fonds für Schäden und Verluste am ersten Tag der Konferenz wurde auch ein Rahmenwerk zum globalen Anpassungsziel verabschiedet.

Rixa Schwarz, Bereichsleiterin für Internationale Klimapolitik bei Germanwatch, kritisiert: „Die Ausgestaltung des globalen Anpassungsziels ist vor allem in den Unterzielen und der finanziellen Unterstützung zur Klimaanpassung in Entwicklungsländern zu schwach. Das reicht längst noch nicht, um den Ländern als Orientierung für ihre regionalen Anpassungsmaßnahmen zu dienen und damit einen deutlich verbesserten Schutz für die von der Klimakrise am meisten betroffenen Länder und Menschen zu ermöglichen.“

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die COP28 wichtige Fortschritte gemacht hat, aber es besteht immer noch ein dringender Bedarf an konkreten Maßnahmen und verstärkten Bemühungen aller Staaten, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen und die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise abzuwenden. Es ist klar, dass die EU-Mitgliedsstaaten ihre Hausaufgaben machen müssen, um das Ziel einer Verdreifachung der Erneuerbaren Energien und einer Verdopplung der Energieeffizienz bis 2030 zu erreichen. Die erste globale Bestandsaufnahme ist die Hauptentscheidung der COP28 und soll als Basis für die 2025 einzureichenden neuen nationalen Klimapläne dienen.

Petter Lydén, Bereichsleiter Internationale Klimapolitik bei Germanwatch, erklärt: „Die globale Bestandsaufnahme drängt die Regierungen dazu, ihre nächsten Klimapläne an der 1,5 Grad-Grenze auszurichten.“

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

7. Fachtagung Weseler Wasser Wissen 2026
7. Fachtagung Weseler Wasser Wissen 2026

Am 29. Januar 2026 fand im Welcome Hotel Wesel die 7. Fachtagung „Weseler Wasser Wissen“ statt. Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus etwa 60 kleinen und großen Wasserversorgungsunternehmen folgten der Einladung und machten die Veranstaltung erneut zu einem wichtigen Treffpunkt der regionalen und überregionalen Wasserwirtschaft. Die Organisatoren – Stadtwerke Wesel GmbH, m. hübers GmbH und PLASSON GmbH aus Wesel – zeigten sich sehr erfreut über den großen Zuspruch und den intensiven fachlichen Austausch.

mehr lesen
Erfolgreiche Premiere für die IFAT Saudi Arabia
Erfolgreiche Premiere für die IFAT Saudi Arabia

Vom 26. bis 28. Januar 2026 versammelte die erste Ausgabe der IFAT Saudi Arabia im Riyadh Front Exhibition & Conference Center hochrangige politische Vertreter sowie führende Akteure aus Abfallwirtschaft, Recycling, Wasser- und Abwassertechnik und nachhaltigen Umweltlösungen.

mehr lesen
UN-Ziel eines weltweiten Biodiversittsschutzes bis 2030 gefährdet
UN-Ziel eines weltweiten Biodiversittsschutzes bis 2030 gefährdet

Bis 2030 die Risiken von Pestiziden, die in der Landwirtschaft ausgebracht werden, um 50 Prozent zu reduzieren, das hatten sich die Länder der Erde 2022 auf der 15. UN-Biodiversitätskonferenz (COP15) in Kanada zum Ziel gesetzt. Ein Forschungsteam der RPTU Kaiserslautern-Landau hat die Entwicklung der Giftigkeit von den in der Landwirtschaft angewendeten Pestiziden mit einem neuen Verfahren analysiert und nachgewiesen, dass diese UN-Zielerreichung gefährdet ist.

mehr lesen
Neu entdeckte Käferschnecke erhält Namen
Neu entdeckte Käferschnecke erhält Namen

Im Rahmen einer Social-Media-Aktion haben die Senckenberg Ocean Species Alliance, der wissenschaftliche Verlag Pensoft Publishers und der Science-YouTuber „Ze Frank“ einen Namen für eine neu entdeckte Käferschnecke aus der Gattung Ferreiraella gesucht. Aus über 8.000 in den sozialen Medien eingereichten Vorschlägen wählte das Forschungsteam, das die neue Art beschrieben hat, den Namen Ferreiraella populi aus. Der lateinische Zusatz „populi“ bedeutet wörtlich übersetzt „der Menschen“ und würdigt die gemeinschaftliche Namensfindung.

mehr lesen
DVGW-Stellungnahme zum neuen Düngegesetzentwurf
DVGW-Stellungnahme zum neuen Düngegesetzentwurf

Am 6. Februar endete die Frist für Stellungnahmen zum neuen Entwurf der Düngegesetz-Novelle. Dr. Wolf Merkel, Vorstand Wasser des DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V., erklärt dazu, dass wirksamer Grundwasserschutz ein praxistaugliches Düngegesetz mit verpflichtenden Nährstoffbilanzen und verursachergerechter Nitratregulierung braucht.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03