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Lösungen rund ums Industriewasser

Der Wassersektor ist traditionell ein breit aufgestellter Bereich bei der Weltleitmesse für Umwelttechnologien, IFAT. Dazu gehört auch das so genannte Industriewasser. Aber was sind hier die Besonderheiten? Welche Trends gibt es und was ist beim Umgang damit zu beachten? Antworten auf diese Frage sowie Innovationen und neue Technologien rund um das Thema Industriewasser bietet die kommende IFAT, die von 30. Mai bis 3. Juni 2016 in München stattfindet.

von | 28.07.15

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Der Wassersektor ist traditionell ein breit aufgestellter Bereich bei der Weltleitmesse für Umwelttechnologien, IFAT. Dazu gehört auch das so genannte Industriewasser. Aber was sind hier die Besonderheiten? Welche Trends gibt es und was ist beim Umgang damit zu beachten? Antworten auf diese Frage sowie Innovationen und neue Technologien rund um das Thema Industriewasser bietet die kommende IFAT, die von 30. Mai bis 3. Juni 2016 in München stattfindet.

In den Industrienationen dient nur ein geringer Teil der verfügbaren Wasserressourcen der Trinkwasserversorgung der Bevölkerung. In Deutschland liegt dieser Anteil bei gerade mal zwei Prozent. Der größte Verbraucher ist vielmehr die Energiewirtschaft, die etwa zwei Drittel des insgesamt genutzten Wassers zur Kühlung in den Kraftwerken einsetzt. Auch die Chemische Industrie, die Metallindustrie und der Bergbau benötigen große Wassermengen für ihre Produktion. Die Aufbereitung von Frisch- und Prozesswasser, die Behandlung von Kühl- und Abwasser, das Recycling von Wasserströmen sowie die Rückgewinnung der darin oftmals enthaltenen Wertstoffe bieten der internationalen Umwelttechnikbranche nach wie vor ein riesiges Feld für die Vermarktung etablierter wie auch neuer Lösungen.

Beispiel Kühlanlagen: Hier gilt es unter anderem, Krankheitserreger in Schach zu halten. So können in Kühltürmen und Kühlwassersystemen Legionellen auftreten, die speziell bei offenen Kühlwasserkreisläufen auch in die Umgebung gelangen können. Aufgrund der immer häufigeren Funde dieser speziell für Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährlichen Bakterien sah sich der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) dazu veranlasst, im Januar dieses Jahres eine neue Richtlinie mit dem Titel „Rückkühlwerke - Sicherstellung des hygienegerechten Betriebs von Verdunstungskühlanlagen" zu formulieren. Eines der richtlinienkonformen Aufbereitungsverfahren ist die Umkehrosmose. Die von vielen Unternehmen in diversen Spielarten und Kombinationen angebotene Technologie entfernt nicht nur mikrobiologische Belastungen aus dem Wasser, sondern schützt die Anlagen gleichzeitig vor Korrosion und Ablagerungen.

Ein schon lange anhaltender Trend bei den Industrieunternehmen weltweit ist es, den Wasserbedarf pro Produktionseinheit zu reduzieren. Bleibt der Eintrag von Verunreinigungen dabei gleich, entstehen immer kleinere, dafür aber zunehmend konzentrierte Abwasserströme. Für sie bieten sich kompakte, vor Ort arbeitende Behandlungsanlagen an. Treibt man diese Entwicklung auf die Spitze, so landet man bei „Zero Liquid Discharge“. Dahinter verbergen sich Behandlungsmethoden, die das industrielle Abwasser so lange aufkonzentrieren, bis nur das reine Destillat und ein Feststoff übrigbleiben. Im Idealfall enthält der Feststoff dabei wertvolle Rohstoffe in so hoher Konzentration, dass sich eine Rückgewinnung lohnt.

Wertstoffe aus Abwasser zu gewinnen ist durchaus im Trend: An der TU Wien/Österreich werden derzeit in Bioreaktoren spezielle Mikroorganismen kultiviert, die aus Abwasser hochpreisige Substanzen herstellen können, die unter anderem die Pharma- oder die Verpackungsindustrie benötigt. Eingesetzt werden dabei extrem halophile Einzeller. In mit Salzen beladenen industriellen Abwässern produzieren sie Carotinoide, die in vielen Bereichen anwendbar sind – vom Lebensmittelfarbstoff bis zu Antikrebsmitteln. Außerdem liefern die widerstandsfähigen Mikroorganismen laut den Forschern vom Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und technische Biowissenschaften der TU Wien auch Polyhydroxybuttersäure. Das biologisch abbaubare Polymer hat ähnliche Eigenschaften wie aus Erdöl hergestellter Kunststoff.

Aber was erst gar nicht im Abwasserstrom drin ist, muss auch nicht aufwändig wieder entfernt werden. Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik aus Oberhausen/Deutschland überträgt diese Idee derzeit in einem Forschungsprojekt zusammen mit Partnern aus der Wissenschaft und Umweltbranche auf die Lebensmittelindustrie. Erprobt wird, Abfälle, wie Schälreste oder Blut, nicht mit Wasser weg zu spülen, sondern mittels Vakuumtechnologie abzusaugen. Das reduziert Abwassermenge und Schmutzfracht und spart so Entsorgungskosten.

Neben diesen Schlaglichtern gibt es aktuell noch viele weitere Herausforderungen rund um (industrielles) Wasser/Abwasser, wie beispielsweise die zuverlässige Entfernung von Spurenstoffen, die zukunftsfähige Klärschlammbehandlung inklusive Phosphorrückgewinnung oder der Dauerbrenner Energieeinsparung und -erzeugung. Alle diese Themen werden sich im Produkt- und Dienstleistungsangebot der Aussteller sowie im Vortragsprogramm der IFAT wiederfinden.

Weitere Informationen gibt es unter: www.ifat.de


Der Wassersektor ist traditionell ein breit aufgestellter Bereich bei der Weltleitmesse für Umwelttechnologien, IFAT. Dazu gehört auch das so genannte Industriewasser. Aber was sind hier die Besonderheiten? Welche Trends gibt es und was ist beim Umgang damit zu beachten? Antworten auf diese Frage sowie Innovationen und neue Technologien rund um das Thema Industriewasser bietet die kommende IFAT, die von 30. Mai bis 3. Juni 2016 in München stattfindet.

In den Industrienationen dient nur ein geringer Teil der verfügbaren Wasserressourcen der Trinkwasserversorgung der Bevölkerung. In Deutschland liegt dieser Anteil bei gerade mal zwei Prozent. Der größte Verbraucher ist vielmehr die Energiewirtschaft, die etwa zwei Drittel des insgesamt genutzten Wassers zur Kühlung in den Kraftwerken einsetzt. Auch die Chemische Industrie, die Metallindustrie und der Bergbau benötigen große Wassermengen für ihre Produktion. Die Aufbereitung von Frisch- und Prozesswasser, die Behandlung von Kühl- und Abwasser, das Recycling von Wasserströmen sowie die Rückgewinnung der darin oftmals enthaltenen Wertstoffe bieten der internationalen Umwelttechnikbranche nach wie vor ein riesiges Feld für die Vermarktung etablierter wie auch neuer Lösungen.

Beispiel Kühlanlagen: Hier gilt es unter anderem, Krankheitserreger in Schach zu halten. So können in Kühltürmen und Kühlwassersystemen Legionellen auftreten, die speziell bei offenen Kühlwasserkreisläufen auch in die Umgebung gelangen können. Aufgrund der immer häufigeren Funde dieser speziell für Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährlichen Bakterien sah sich der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) dazu veranlasst, im Januar dieses Jahres eine neue Richtlinie mit dem Titel „Rückkühlwerke – Sicherstellung des hygienegerechten Betriebs von Verdunstungskühlanlagen“ zu formulieren. Eines der richtlinienkonformen Aufbereitungsverfahren ist die Umkehrosmose. Die von vielen Unternehmen in diversen Spielarten und Kombinationen angebotene Technologie entfernt nicht nur mikrobiologische Belastungen aus dem Wasser, sondern schützt die Anlagen gleichzeitig vor Korrosion und Ablagerungen.

Ein schon lange anhaltender Trend bei den Industrieunternehmen weltweit ist es, den Wasserbedarf pro Produktionseinheit zu reduzieren. Bleibt der Eintrag von Verunreinigungen dabei gleich, entstehen immer kleinere, dafür aber zunehmend konzentrierte Abwasserströme. Für sie bieten sich kompakte, vor Ort arbeitende Behandlungsanlagen an. Treibt man diese Entwicklung auf die Spitze, so landet man bei „Zero Liquid Discharge“. Dahinter verbergen sich Behandlungsmethoden, die das industrielle Abwasser so lange aufkonzentrieren, bis nur das reine Destillat und ein Feststoff übrigbleiben. Im Idealfall enthält der Feststoff dabei wertvolle Rohstoffe in so hoher Konzentration, dass sich eine Rückgewinnung lohnt.

Wertstoffe aus Abwasser zu gewinnen ist durchaus im Trend: An der TU Wien/Österreich werden derzeit in Bioreaktoren spezielle Mikroorganismen kultiviert, die aus Abwasser hochpreisige Substanzen herstellen können, die unter anderem die Pharma- oder die Verpackungsindustrie benötigt. Eingesetzt werden dabei extrem halophile Einzeller. In mit Salzen beladenen industriellen Abwässern produzieren sie Carotinoide, die in vielen Bereichen anwendbar sind – vom Lebensmittelfarbstoff bis zu Antikrebsmitteln. Außerdem liefern die widerstandsfähigen Mikroorganismen laut den Forschern vom Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und technische Biowissenschaften der TU Wien auch Polyhydroxybuttersäure. Das biologisch abbaubare Polymer hat ähnliche Eigenschaften wie aus Erdöl hergestellter Kunststoff.

Aber was erst gar nicht im Abwasserstrom drin ist, muss auch nicht aufwändig wieder entfernt werden. Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik aus Oberhausen/Deutschland überträgt diese Idee derzeit in einem Forschungsprojekt zusammen mit Partnern aus der Wissenschaft und Umweltbranche auf die Lebensmittelindustrie. Erprobt wird, Abfälle, wie Schälreste oder Blut, nicht mit Wasser weg zu spülen, sondern mittels Vakuumtechnologie abzusaugen. Das reduziert Abwassermenge und Schmutzfracht und spart so Entsorgungskosten.

Neben diesen Schlaglichtern gibt es aktuell noch viele weitere Herausforderungen rund um (industrielles) Wasser/Abwasser, wie beispielsweise die zuverlässige Entfernung von Spurenstoffen, die zukunftsfähige Klärschlammbehandlung inklusive Phosphorrückgewinnung oder der Dauerbrenner Energieeinsparung und -erzeugung. Alle diese Themen werden sich im Produkt- und Dienstleistungsangebot der Aussteller sowie im Vortragsprogramm der IFAT wiederfinden.

Weitere Informationen gibt es unter: www.ifat.de

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