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Bundespreis Ecodesign 2019: ausgezeichnete Projekte zum Thema Wasser

Ein SeeElefant als maritime Müllabfuhr, ein Wickelhaus aus Karton, die Integration von Mehlwurmfarmen in Bäckereibetrieben oder ein Sharingsystem für E-Lastenräder im urbanen Raum – mit innovativen Problemlösungen und Kreativität antworten die Produkte und Ideen der Preisträger/-innen des achten Bundespreises Ecodesign auf die Frage einer nachhaltigen Lebensgestaltung in Zeiten von Ressourcenknappheit und Klimawandel. Am 25. November wurden die zwölf Gewinner/-innen des Wettbewerbs durch das Bundesumweltministerium (BMU) und Umweltbundesamt (UBA) ausgezeichnet.

von | 27.11.19

Das mit dem Bundespreis Ecodesign 2019 ausgezeichnete Konzept urban:eden kombiniert verschiedene Ansätze zur Aufbereitung, Speicherung, Ableitung und Verdunstung von Regenwasser (Bild: © IDZ | Paulina Grebenstein).

Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt loben den Bundespreis Ecodesign seit 2012 jährlich gemeinsam mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin aus. Der Wettbewerb zeichnet in vier Kategorien Produkte, Dienstleistungen, Konzepte und Nachwuchsarbeiten aus, die aus Umwelt- und Designsicht überzeugen. Er richtet sich an Unternehmen aller Größen und Branchen sowie den Nachwuchs. Alle Gewinner der insgesamt zwölf Preise und ihre Projekte werden unter https://bundespreis-ecodesign.de/gewinner vorgestellt.

Maritime Müllabfuhr mit dem SeeElefant

Den Preis in der Kategorie „Konzept“ erhalten Günther Bonin, Dr. Harald Frank, Erich Goever und Lennart Rölz von OneEarth – One Ocean e.V. für die Entwicklung des Multi-Purpose-Schiffes SeeElefant, das als Teil des maritimen Müllsammelkonzepts von One Earth – One Ocean zu verstehen ist. Der SeeElefant übernimmt den von den Sammelschiffen geborgenen Kunststoffmüll, um ihn mit der bordeigenen Anlagentechnik aufzubereiten, zu sortieren und zu verarbeiten. Hochwertige Kunststoffe wie PET werden zu sortenreinen Ballen gepresst, in Containern auf dem Schiff zwischengelagert und anschließend in den Stoffkreislauf zurückgeführt. Zudem soll mittelfristig Öl aus Plastikmüll rückgewonnen werden.

Shampoo in der Seifenflasche

Wer über Plastikmüll nachdenkt, kommt an der Vielzahl an Flaschen mit flüssigen Produkten zur Reinigung von Haut und Haaren nicht vorbei. Statt Plastikflaschen könnte SOAPBOTTLE der Berliner Designerin Jonna Breitenhuber zum Einsatz kommen, eine Verpackung für flüssige Hygieneprodukte, die aus Seife hergestellt wird. Während der Inhalt aufgebraucht wird, löst sich der Behälter langsam von außen auf. Überreste können als Handseife weiterverwendet oder unter Zugabe von Soda und Natron zu Waschmittel verarbeitet werden. Die Seife besteht aus natürlichen Rohstoffen und ist biologisch abbaubar: So kann mit der SOAPBOTTLE Müll komplett vermieden werden. Jonna Breitenhuber erhielt den Preis für dieses Konzept ebenfalls in der Kategorie „Nachwuchs“.

Umgang mit Extremwetterereignissen im städtischen Raum

Paulina Grebenstein von der Kunsthochschule Berlin-Weißensee erhielt den Preis in der Kategorie „Nachwuchs“ für das Konzept urban:eden. Dieses Konzept sieht unter anderem Regenwassermanagement durch Mulden-Retention und den Bau urbaner Feuchtgebiete, permeabler Bürgersteige und von Flutwasserradwegen vor. Damit sollen die Kanalisation entlastet und städtische Gewässer vor Überflutungen geschützt werden. Filtersysteme bereiten Regenwasser auf, das durch Verdunstung die Umgebung kühlt. Zusätzlich sollen Luftaufbereitung und Solarreflexion die Klimaresilienz erhöhen.
Das Konzept ist in einem Video erläuter, das Sie sich hier ansehen können.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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