Die Emscherregion ist mit 2.700 Menschen pro Quadratkilometer eines der dichtesten besiedelten Gebiete Europas. In dem von Kohlebergbau, Stahl- und Chemieindustrie geprägten Ballungsraum sind mehr als die Hälfte der Fläche bebaut und ein Großteil des Bodens versiegelt.
Um die steigenden Abwassermengen, die durch die Zuwanderung im 19. Jahrhundert und den Bergbau anfielen, ableiten zu können, wurden die Emscher und die meisten ihrer Zuläufe Anfang des 20. Jahrhunderts in ein System offener Abwasserläufe umgebaut. Nach der Schließung der Zechen begann man mit der Renaturierung der als tiefe Betonrinnen ausgeführten Schmutzwasserläufe und dem Bau separater Abwasserkanäle. Insgesamt investierten die Emschergenossenschaft und das Land 4,1 Mrd. Euro in den Bau eines 51 km langen Abwasserkanals entlang der Emscher sowie vieler Kilometer Abwasserkanäle entlang ihrer Zuläufe und in die Umgestaltung der Gewässer.
Die Kläranlage Emschermündung ist eine Flusskläranlage, durch die aktuell noch die gesamte Emscher fließt. In dem Werk werden die Abwässer des gesamten mittleren Ruhrgebiets gereinigt, bevor sie in den Rhein geleitet werden.
Mit dem Umbau des Klärwerks. der von 2014 bis 2019 bei laufendem Betrieb stattfand, wurde die Anlage an das künftige neue Emschersystem angepasst. Dazu investierte die Emschergenossenschaft etwa 145 Mio. Euro. Unter anderem entstand eine komplett neue Vorklärstufe (Einlaufbauwerk, Rechenanlage, Sandfang, Vorklärbecken) und es wurden im Bereich der biologischen Reinigung insgesamt 24.192 Belüfterelemente ausgetauscht.
Demnächst wird das Klärwerk statt der hohen Wassermengen der Emscher mit relativ geringen Konzentrationen an Schmutzstoffen die geringeren Mengen des unterirdischen Abwasserkanals mit entsprechend höherer Konzentration aufbereiten. Der in Zukunft saubere Fluss fließt dann nur noch an der Anlage vorbei.
Nähere Informationen s. www.eglv.de
Universität Koblenz vergibt Professur an Kenneth Dumack für Aquatische Ökosystemanalyse
Kenneth Dumack wurde zum neuen Professor für Aquatische Ökosystemanalyse an der Universität Koblenz berufen. Die Professur wird durch die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) finanziert, während die inhaltliche Ausgestaltung in der Verantwortung der Universität Koblenz liegt. Die Ernennung erfolgte am 14. Mai 2025.










