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Phosphorrecycling: Was Bürger wissen sollten

Die neue Klärschlammverordnung verpflichtet Kläranlagen ab einer bestimmten Ausbaugröße künftig Phosphor aus Klärschlamm zurück zu gewinnen. Das Thema wird seit geraumer Zeit in Fachkreisen diskutiert, berührt aber auch die Bürger, wenn sich die Maßnahmen zur Phosphorrückgewinnung in den Abwassergebühren niederschlagen. Die Deutsche Phosphorplattform (DPP) beantwortet FAQs zur Phosphorrückgewinnung.

von | 13.02.19

Phosphor ist als Baustein für alle Lebewesen unersetzbar. Ohne Phosphor wächst nichts (Bild: Rainer Sturm/pixelio.de).

Mit Inkrafttreten der neuen Klärschlammverordnung Anfang 2017 wurde die direkte Ausbringung von Klärschlämmen auf landwirtschaftliche Flächen größtenteils verboten. Damit wird verhindert, dass im Klärschlamm enthaltene Schadstoffe auf Ackerflächen ausgebracht und von den Pflanzen aufgenommen werden oder über abfließendes Regenwasser in Gewässer oder das Grundwasser gelangen. 
Da der Phosphor als Baustein für alle Lebewesen aber unverzichtbar ist und die weltweit zur Verfügung stehenden Phosphorvorkommen begrenzt sind, wurden Kläranlagenbetreiber zur Phosphorrückgewinnung verpflichtet. Die Deutsche Phoshorplattform (DPP) e.V. informiert über daraus entstehenden Konsequenzen in einer Übersicht über die wichtigsten Fragen und Antworten zum Phosphorrecycling.
„Wir halten es für erforderlich, auch die Bürger über die Zusammenhänge dieser sinnvollen Maßnahmen frühzeitig zu informieren.“ Denn die Finanzierung der Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm wird potentiell auch über die Erhöhung der Abwassergebühren erfolgen, über die letztendlich die kommunalen Entscheidungsträger befinden.
Die Informationsbroschüre ist auf der Homepage der DPP veröffentlicht (unter "Berichte&weitereInformationen", Link) und wird darüber hinaus an Kommunalpolitiker und Kläranlagenbetreiber verschickt. Sie ist Bestandteil des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekts „Phosphorrückgewinnung: wer, wie, was? – Umsetzung einer zielgruppenorientierten Kommunikationsstrategie“. Die DPP hat im Rahmen dieses Förderprojekts bereits eine Reihe von Verfahrenskennblättern erarbeitet. Neben Informationen zu den aktuell verfügbaren Technologien der Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm und -aschen enthalten sie Angaben zu bereits realisierten Referenzanlagen und den erzeugten Phosphorrezyklaten. Damit steht den Betreibern von Kläranlagen, die künftig zur Phosphorrückgewinnung verpflichtet sind, ein Kompendium zur Verfügung, das als Entscheidungsgrundlage für die Auswahl des geeigneten Rückgewinnungsverfahrens dient.
Die Deutsche Phosphor-Plattform DPP e.V. ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Sie wurde 2015 mit dem Ziel gegründet, Wissen und Kompetenzen ihrer Mitglieder zu bündeln und im Netzwerk Strategien für ein nachhaltiges Phosphor-Management in den deutschsprachigen Ländern zu erarbeiten. Neben dem Phosphorrecycling aus Reststoffen wie z.B. Abwasser soll eine ressourcenschonende Nutzung des Elements Phosphor, aber auch anderer Nährstoffe berücksichtigt werden.


Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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