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Bayern: Abwasser-Innovationspreis 2018 verliehen

Für wegweisende Projekte vor Ort wurden der Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt, die Gemeinde Kalchreuth und der Abwasserverband Kempten mit dem Abwasser-Innovationspreis des Bayerischen Umweltministeriums ausgezeichnet.

von | 05.12.18

Verleihung des Abwasser-Innovationspreises durch Thorsten Glauber (2. v. l.) an den Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt (l.), die Gemeinde Kalchreuth (2. v. r.) und den Abwasserverband Kempten (r.) (Bild: © Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz).

Mit der Preisverleihung ist eine Zusage für eine finanzielle Förderung der Projekte in Höhe von insgesamt rund 1,6 Millionen Euro verbunden. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte bei der Preisverleihung in München: „Der Schutz von Ressourcen und ein sparsamer Umgang mit Energie gehören zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Abwasser ist eine wertvolle Rohstoff- und Energiequelle, die es zu nutzen gilt. Mit innovativen Verfahren und zukunftsweisenden Konzepten können wir die Abwasserentsorgung weiter optimieren. High-Tech-Kläranlagen schützen unsere Gewässer, sparen Energie und schonen das Klima. Unser Ziel ist es, neue Technologien und Ideen von Kommunen für Kommunen zu fördern. Der Preis für innovative Abwasserentsorgung zeigt, welche enormen Potenziale in diesem großen Thema der Daseinsvorsorge stecken.“
In diesem Jahr hat das Umweltministerium insgesamt drei Projekte mit dem „Abwasser-Innovationspreis“ ausgezeichnet. Der Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt und die Gemeinde Kalchreuth teilen sich den 1. Preis.

  • 1. Preis: Der Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt plant den Umbau einer bestehenden Anlage in ein Wirbelschwebebettverfahren zur gezielten Stickstoffentfernung. Diese Anlagentechnik wurde bisher noch nirgends eingebaut und kann Vorbild für weitere Kläranlagen werden. Dafür erhält der Zweckverband Fördermittel in Höhe von 720.000 Euro.
  •  2. Preis: Die Gemeinde Kalchreuth will das Durchlaufbecken vergrößern und einen Retentionsbodenfilter einbauen. Das verbessert die Reinigung des ablaufenden Mischwassers und spart Platz, denn es werden keine zusätzlichen Flächen verbraucht. Das Umweltministerium unterstützt dieses Vorhaben mit 520.000 Euro.
  • 3. Preis: Der Abwasserverband Kempten plant das Projekt „Vom Klärwerk zum Kraftwerk“. Dahinter steckt ein innovatives Konzept zur Trocknung von Klärschlamm. Damit wird der Kraft-Wärme-Wirkungsgrad erhöht. Ziel ist es, die Kläranlage künftig energieautark zu betreiben. 360.000 Euro erhält der Zweckverband für diese zukunftsweisende Idee.

Der Abwasser-Innovationspreis wird seit dem Jahr 2012 verliehen. Ausgezeichnet werden herausragende Verfahren beispielsweise der weitergehenden Abwasserreinigung, der Kanalsanierung oder der Energiegewinnung aus Abwasser. Die Ergebnisse der Projekte werden anderen bayerischen Kommunen als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe zur Verfügung gestellt. Die Fördersummen orientieren sich prozentual an den geschätzten Investitionskosten.
Moderne Kläranlagen schützen die Gewässer und leisten einen wichtigen Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz. Rund 2.600 kommunale Kläranlagen in Bayern reinigen im Jahr mehr als 1,8 Milliarden Kubikmeter Abwasser, das entspricht etwa dem Volumen des Ammersees. Der Freistaat hat die Kommunen bei dieser Aufgabe in den letzten 70 Jahren mit Fördermitteln in Höhe von rund 9 Milliarden Euro unterstützt.

Weitere Infos unter: https://www.stmuv.bayern.de

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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