Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Förderung für Unkrautroboter

Das Landwirtschaftsministerium von Mecklenburg-Vorpommern fördert „innovative Maschinen zur mechanischen Unkrautbekämpfung“. Klares Ziel: endlich weniger Chemie auf dem Acker.

von | 23.02.18

Das Schweizer Startup Ecorobotix kündigt einen vollständig autonomen Unkrautroboter für 2019 an

Seit Jahresbeginn 2018 können Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen des Agrarinvestitionsförderungsprogramms (AFP) die Förderung innovativer Maschinen zur mechanischen Unkrautbekämpfung beantragen. Die Maschinen müssen über eine elektronische Reihenführung durch GPS, Ultraschall oder optische Sensoren verfügen und, so das Ministerium, „die modernste Technikgeneration verkörpern“.

Mehr Biodiversität

„Damit gehen wir einen weiteren Schritt hin zu mehr Biodiversität und weg von der Chemie auf dem Acker“, unterstreicht Landwirtschafts- und Umweltminister Till Backhaus. Mit der Förderung werden vor allem ökologisch wirtschaftende Betriebe unterstützt. Doch auch konventionelle Betriebe sind zunehmend an integrierten Pflanzenschutzverfahren und an der alternativen Beikrautregulierung interessiert. Bereits seit 2016 fördert das Landwirtschaftsministerium neueste Maschinen, die den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln senken oder die Emissionen bei der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern deutlich mindern. Das Agrarinvestitionsförderungsprogramm sieht außerdem Förderungen für Tierhaltungsbetriebe vor, die ihre Lagerkapazität für Gülle auf neun Monate aufstocken wollen. Sie erhalten für den Bau eines Güllebehälters ebenfalls eine AFP-Förderung. Der Fördersatz für die genannten Umweltleistungen beträgt 20 Prozent der Netto-Investition.

Großes Marktpotenzial

Unkrautroboter gibt es bereits im kleinen Maßstab – ähnlich wie Saugroboter – für den privaten Kleingarten. Die voll autonome Unkrautbekämpfung in großem Maßstab in Reihenkulturen ist der nächste logische Schritt mit einem gewaltigen Marktpotenzial. Das Schweizer Startup Ecorobotix beispielsweise verspricht ein marktreifes Gerät für 2019. Ende 2017 unterzeichnete die französische Agrargenossenschaft Triskalia in der Bretagne – mit einer Jahresproduktion von rund 100.000 Tonnen Gemüse für die Tiefkühlindustrie – eine Kooperationsvereinbarung mit Ecorobotix. 100.000 Euro wollen die bretonischen Genossen nach Angaben von agrarheute in die Entwicklung des Roboters investieren.

20 mal weniger Herbizid

Der Entwickler verspricht ein voll autonomes Gerät, das mit Sonnenenergie bis 12 Stunden pro Tag ohne menschliche Kontrolle arbeiten kann, Unkraut mit einer Trefferquote von mehr als 95 Prozent erkennt und pro Einsatz 20 mal weniger Herbizid verbraucht. Die Kosten sollen um bis zu 30 Prozent gegenüber den herkömmlichen Verfahren sinken. Das System der Bilderfassung ermögliche es dem Roboter, sich an den Pflanzenreihen auszurichten und zu erkennen, ob und wo sich Unkraut in oder zwischen den Reihen befindet. „Zwei Roboterarme sprühen eine Mikrodosis Herbizid gezielt und ausschließlich auf das entdeckte Unkraut“, so Ecorobotix.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Innovationspreis für Echtzeitmonitoring im Gewässerschutz
Innovationspreis für Echtzeitmonitoring im Gewässerschutz

Das Projekt „Mehr Wasser für die Aue“ verbindet Gewässerentwicklung mit modernem Echtzeitmonitoring. Dafür wurden wilde-natur.org und der UHV 20 „Untere Oste“ beim niedersächsischen Gewässerwettbewerb „Bach im Fluss 26“ mit dem Innovationspreis ausgezeichnet.

mehr lesen
DVGW-Kongress online: Die Wärme unseres Trinkwassers
DVGW-Kongress online: Die Wärme unseres Trinkwassers

Steigende Durchschnittstemperaturen und mehr Hitzewellen lassen ein bislang wenig beachtetes Thema in den Fokus rücken: die Temperatur des Trinkwassers im Verteilnetz. Am 12. November beleuchtet der DVGW-Kongress online, wie diese Temperaturen entstehen, welche mikrobiologischen Folgen – etwa durch Aeromonaden – damit einhergehen können, und welche Gegenmaßnahmen sich in der Praxis bewährt haben, mit Erfahrungsberichten unter anderem von Gelsenwasser und den Stadtwerken Erfurt.

mehr lesen
Wasserwirtschaft unter Anpassungsdruck: DVGW fordert mehr Resilienz
Wasserwirtschaft unter Anpassungsdruck: DVGW fordert mehr Resilienz

Klimafolgen und steigende Anforderungen an den Gewässerschutz erhöhen nach Einschätzung des DVGW den Handlungsdruck in der Wasserwirtschaft. Auf dem DVGW Kongress 2026 rückte der Verband Investitionen in Infrastruktur, schnellere Anpassungsmaßnahmen und den vorsorgenden Schutz der Trinkwasserressourcen in den Mittelpunkt.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03
Datenschutz
gwf-wasser.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
gwf-wasser.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: