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FS Logoi

Das unentdeckte Land

Der Mars ist besser kartografiert als der Boden unserer Ozeane. Höchste Zeit, das im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane zu ändern.

von | 04.07.16

99 Prozent des Meeresbodens sind noch unerforscht

99 Prozent des Meeresbodens wurden bisher noch nicht wissenschaftlich erforscht. Wenn man bedenkt, dass die Ozeane rund 71 Prozent des Planeten bedecken, bedeutet das: Fast drei Viertel der Erdoberfläche kennen wir gar nicht. Höchste Zeit also, Licht in das bis zu 11 Kilometer tiefe Dunkel zu bringen. Schon seit dem Jahr 2000 arbeitet die Wissenschaft international besonders eng zusammen, um die Meerestiefe zu erkunden. Nun gibt es das Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane, eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Sehnsuchtsorte und Arbeitgeber

Die Meere sind Sehnsuchtsorte und Handelswege, Nahrungsquelle und Arbeitgeber – und vor allem sind sie ein wertvoller und zugleich bedrohter Lebensraum, Heimat für unzählige Arten. Hier können die Forscher noch einmal richtige Entdecker sein, auf dem eigenen Planeten. Die Wissenschaftler erhoffen sich jede Menge neuer Erkenntnisse: Eine Million unbekannte Arten von Tieren, so vermuten sie, könnten dort unten leben – und noch viel mehr fremde Mikroorganismen.

Ein Schiff wird kommen …

Unter dem Motto „Entdecken. Nutzen. Schützen“ lädt das Wissenschaftsjahr zu vielfältigen Aktivitäten ein, die sich mit der Zukunft der Meere und Ozeane beschäftigen. In bundesweiten Projekten werden Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Welt der Meere und Ozeane entdecken. Das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ tourt quer durch Deutschland. Noch bis September wird es 36 Städte im Norden Deutschlands anlaufen, im Jahr 2017 dann die südlichen Bundesländer besuchen. Hochschulen, Forschungsinstitute und andere Einrichtungen, die sich mit Ozeanen und Meeren befassen, präsentieren an Bord der „MS Wissenschaft“ anschaulich ihre Forschungsergebnisse zu den Veränderungen der maritimen Ökosysteme und dem Verhältnis zwischen Mensch und Meer.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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