Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Abwasser verrät Drogenkonsum

Die Ergebnisse einer im Jahr 2018 durchgeführten, städteübergreifenden Studie zur Abwasseranalyse auf illegale Drogen sind nun veröffentlicht. Messdaten aus insgesamt 73 Städten in 20 europäischen Ländern geben Aufschluss über geographische Unterschiede bei Drogenkonsumgewohnheiten von Bewohnern und Touristen.

von | 03.04.19

Die Ergebnisse einer im Jahr 2018 durchgeführten, städteübergreifenden Studie zur Abwasseranalyse auf illegale Drogen sind nun veröffentlicht. Messdaten aus insgesamt 73 Städten in 20 europäischen Ländern geben Aufschluss über geographische Unterschiede bei Drogenkonsumgewohnheiten von Bewohnern und Touristen.
Drogen oder deren Abbauprodukte gelangen über das Toilettenspülwasser in das kommunale Abwasser. So bieten sich Verfahren zur Abwasseranalyse zur Überwachung des Drogenkonsums in hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung an. Im Jahr 2010 wurde das europäische Netzwerk Sewage analysis CORe group – Europe (SCORE) gegründet, um die zur Abwasseranalyse auf Drogen verwendeten Ansätze zu standardisieren und internationale Studien durch die Einrichtung eines gemeinsamen Aktionsplans zu koordinieren. Seit 2011 wurden in jedem Jahr Abwasserstudien in verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt, wobei die Zahl der teilnehmenden Städte von 19 in 2011 bis auf 73 in 2018 kontinuierlich angestiegen ist. Die Mission von SCORE ist die Weiterentwicklung und Standardisierung innovativer Technologien zur Abwasseranalyse, deren Resultate nationalen und internationalen Gesundheitsorganisationen, Politikern, staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen zur Drogenberatung, den Strafverfolgungsbehörden und Kriminologen, aber auch der  interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Nebenbei erhält die Wasserwirtschaft wichtige Informationen zur Abwasserzusammensetzung in den Kommunen. Drogen, Abbauprodukte von Drogen (Metabolite) werden im Abwasser detektiert mit Hilfe einer Kombination aus Flüssigkeitschromatographie und Massenspektrometrie. Aus den gefundenen Daten lassen sich alleine keine Informationen darüber gewinnen, welche Personengruppen wie häufig welche Drogen nehmen, und in welchem Reinheitsgrad sie diese Substanzen bekamen. Vielmehr will man über eine abwasserbasierte Epidemiologie, verbunden mit anderen Untersuchungsmethoden, Aufschlüsse über die Entwicklung des Drogenmarktes in den verschiedenen Ländern gewinnen. Auch für dieses Jahr ist eine europäische, städteübergreifende Studie geplant. Nähere Informationen: www.score-cost.eu Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (Hrsg.): Abwasseranalyse und Drogen – eine europäische städteübergreifende Studie; Drogen im Blickpunkt, www.emcdda.europa.eu/topics/pods/waste-water-analysis

Drogen oder deren Abbauprodukte gelangen über das Toilettenspülwasser in das kommunale Abwasser. So bieten sich Verfahren zur Abwasseranalyse zur Überwachung des Drogenkonsums in hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung an.
Im Jahr 2010 wurde das europäische Netzwerk Sewage analysis CORe group – Europe (SCORE) gegründet, um die zur Abwasseranalyse auf Drogen verwendeten Ansätze zu standardisieren und internationale Studien durch die Einrichtung eines gemeinsamen Aktionsplans zu koordinieren. Seit 2011 wurden in jedem Jahr Abwasserstudien in verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt, wobei die Zahl der teilnehmenden Städte von 19 in 2011 bis auf 73 in 2018 kontinuierlich angestiegen ist.
Die Mission von SCORE ist die Weiterentwicklung und Standardisierung innovativer Technologien zur Abwasseranalyse, deren Resultate nationalen und internationalen Gesundheitsorganisationen, Politikern, staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen zur Drogenberatung, den Strafverfolgungsbehörden und Kriminologen, aber auch der  interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Nebenbei erhält die Wasserwirtschaft wichtige Informationen zur Abwasserzusammensetzung in den Kommunen.
Drogen, Abbauprodukte von Drogen (Metabolite) werden im Abwasser detektiert mit Hilfe einer Kombination aus Flüssigkeitschromatographie und Massenspektrometrie. Aus den gefundenen Daten lassen sich alleine keine Informationen darüber gewinnen, welche Personengruppen wie häufig welche Drogen nehmen, und in welchem Reinheitsgrad sie diese Substanzen bekamen. Vielmehr will man über eine abwasserbasierte Epidemiologie, verbunden mit anderen Untersuchungsmethoden, Aufschlüsse über die Entwicklung des Drogenmarktes in den verschiedenen Ländern gewinnen.
Auch für dieses Jahr ist eine europäische, städteübergreifende Studie geplant.
Nähere Informationen: www.score-cost.eu Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (Hrsg.): Abwasseranalyse und Drogen – eine europäische städteübergreifende Studie; Drogen im Blickpunkt, www.emcdda.europa.eu/topics/pods/waste-water-analysis

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Innovationspreis für Echtzeitmonitoring im Gewässerschutz
Innovationspreis für Echtzeitmonitoring im Gewässerschutz

Das Projekt „Mehr Wasser für die Aue“ verbindet Gewässerentwicklung mit modernem Echtzeitmonitoring. Dafür wurden wilde-natur.org und der UHV 20 „Untere Oste“ beim niedersächsischen Gewässerwettbewerb „Bach im Fluss 26“ mit dem Innovationspreis ausgezeichnet.

mehr lesen
DVGW-Kongress online: Die Wärme unseres Trinkwassers
DVGW-Kongress online: Die Wärme unseres Trinkwassers

Steigende Durchschnittstemperaturen und mehr Hitzewellen lassen ein bislang wenig beachtetes Thema in den Fokus rücken: die Temperatur des Trinkwassers im Verteilnetz. Am 12. November beleuchtet der DVGW-Kongress online, wie diese Temperaturen entstehen, welche mikrobiologischen Folgen – etwa durch Aeromonaden – damit einhergehen können, und welche Gegenmaßnahmen sich in der Praxis bewährt haben, mit Erfahrungsberichten unter anderem von Gelsenwasser und den Stadtwerken Erfurt.

mehr lesen
Wasserwirtschaft unter Anpassungsdruck: DVGW fordert mehr Resilienz
Wasserwirtschaft unter Anpassungsdruck: DVGW fordert mehr Resilienz

Klimafolgen und steigende Anforderungen an den Gewässerschutz erhöhen nach Einschätzung des DVGW den Handlungsdruck in der Wasserwirtschaft. Auf dem DVGW Kongress 2026 rückte der Verband Investitionen in Infrastruktur, schnellere Anpassungsmaßnahmen und den vorsorgenden Schutz der Trinkwasserressourcen in den Mittelpunkt.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Ingenieurbüro Alwin Eppler GmbH & Co. KG

Thema: Wasseraufbereitung

Ihr vertrauensvoller Partner für innovative Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung – seit über 70 Jahren Expertise in Planung und Umsetzung maßgeschneiderter

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03
Datenschutz
gwf-wasser.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
gwf-wasser.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: