Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Klärschlammverwertung zu Düngezwecken erhalten

Phosphor ist unersetzlicher Baustein des Lebens. Seine Vorkommen endlich, die künstliche Herstellung unmöglich. Das Bundesumweltministerium hat den Entwurf einer Klärschlammverordnung vorgelegt, der eine Verpflichtung, Phosphor aus Klärschlamm zurückzugewinnen, vorsieht. Nach einer gewissen Übergangszeit soll die bodenbezogene Verwertung von Klärschlamm als Düngemittel verboten und der Klärschlamm vollständig verbrannt werden. In seiner am Montag an das Bundesumweltministerium übersandten Stellungnahme hat der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. den Ausstieg aus der Klärschlammausbringung zu Düngezwecken strikt abgelehnt und als einen Irrweg bezeichnet.

von | 12.10.15

NULL

Phosphor ist unersetzlicher Baustein des Lebens. Seine Vorkommen endlich, die künstliche Herstellung unmöglich. Das Bundesumweltministerium hat den Entwurf einer Klärschlammverordnung vorgelegt, der eine Verpflichtung, Phosphor aus Klärschlamm zurückzugewinnen, vorsieht. Nach einer gewissen Übergangszeit soll die bodenbezogene Verwertung von Klärschlamm als Düngemittel verboten und der Klärschlamm vollständig verbrannt werden. In seiner am Montag an das Bundesumweltministerium übersandten Stellungnahme hat der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. den Ausstieg aus der Klärschlammausbringung zu Düngezwecken strikt abgelehnt und als einen Irrweg bezeichnet.

BDE-Präsident Peter Kurth: „Völlig unstrittig ist, Phosphor zurückzugewinnen. Schließlich nimmt die Qualität des importierten Phosphaterzes ab. Dementgegen sind die Qualitäten kommunaler Klärschlämme in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Sie erfüllen, wie jeder andere zugelassene Dünger auch, die Grenzwerte der Düngemittelverordnung. Da jedoch kleine Kläranlagen sowie große im Einzelfall unverändert ihren Schlamm ausbringen dürfen sollen, entpuppt sich der Ausstieg aus der bodenbezogenen Klärschlammverwertung als rein politisch gewollt und ist fachlich nicht haltbar.“

In Deutschland besteht ein breiter Konsens, die landwirtschaftliche Verwertung qualitativ hochwertiger Klärschlämme fortzuführen. Bereits zu Beginn des Jahres forderten elf Verbände fachlich differenzierte Regelungen im Umgang mit Klärschlamm.

Peter Kurth: „Schon aus Gründen des Ressourcenschutzes ist der vorgelegte Entwurf ein Rückschritt. Heimischer Phosphor kann bei der landwirtschaftlichen Verwertung vollständig genutzt werden; dies leisten technische Rückgewinnungsverfahren bei Weitem nicht. Wenn wir die Ziele des Ressourcenschutzes wirklich ernst nehmen, sollte die bodenbezogene Nutzung um ein Rückgewinnungsgebot für Phosphor aus den Klärschlämmen ergänzt werden, die aufgrund ihrer Qualität für eine bodenbezogene Nutzung ausfallen.“

Mit der Pflicht zur technischen Phosphorrückgewinnung sind unweigerlich Kostensteigerungen verbunden, auch für den Bürger. Peter Kurth: „Wichtig ist für uns, zu wissen, inwieweit die mit der Rückgewinnung verbundenen Zusatzkosten gebührenfähig sind.“ Zudem stellt sich die Frage, wo die etwa eine Millionen Tonnen zusätzlich anfallender Klärschlammtrockenmasse verbrannt werden sollen.

Peter Kurth: „Die Klärschlammbranche ist seit Jahren von stetig steigenden Anforderungen und großen Planungsunsicherheiten betroffen. Wenn auch der Einsatz synthetischer Polymere unverändert verboten bleibt, stehen wir bereits in 14 Monaten vor der Frage, wo wir den Klärschlamm verbrennen sollen. Ausreichende Kapazitäten zur Monoverbrennung sind bis dahin nicht aufgebaut und der Mitverbrennung in Kraftwerken sind technische Grenzen gesetzt, die durch die Reduzierung der Kraftwerkskapazitäten im Zuge der Energiewende weiter verschärft werden. Die EU-Klärschlammrichtlinie erlaubt die stoffliche Verwertung von Klärschlämmen und wir sehen keine Notwendigkeit, von diesem Weg abzuweichen.“

Phosphor ist unersetzlicher Baustein des Lebens. Seine Vorkommen endlich, die künstliche Herstellung unmöglich. Das Bundesumweltministerium hat den Entwurf einer Klärschlammverordnung vorgelegt, der eine Verpflichtung, Phosphor aus Klärschlamm zurückzugewinnen, vorsieht. Nach einer gewissen Übergangszeit soll die bodenbezogene Verwertung von Klärschlamm als Düngemittel verboten und der Klärschlamm vollständig verbrannt werden. In seiner am Montag an das Bundesumweltministerium übersandten Stellungnahme hat der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. den Ausstieg aus der Klärschlammausbringung zu Düngezwecken strikt abgelehnt und als einen Irrweg bezeichnet.

BDE-Präsident Peter Kurth: „Völlig unstrittig ist, Phosphor zurückzugewinnen. Schließlich nimmt die Qualität des importierten Phosphaterzes ab. Dementgegen sind die Qualitäten kommunaler Klärschlämme in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Sie erfüllen, wie jeder andere zugelassene Dünger auch, die Grenzwerte der Düngemittelverordnung. Da jedoch kleine Kläranlagen sowie große im Einzelfall unverändert ihren Schlamm ausbringen dürfen sollen, entpuppt sich der Ausstieg aus der bodenbezogenen Klärschlammverwertung als rein politisch gewollt und ist fachlich nicht haltbar.“

In Deutschland besteht ein breiter Konsens, die landwirtschaftliche Verwertung qualitativ hochwertiger Klärschlämme fortzuführen. Bereits zu Beginn des Jahres forderten elf Verbände fachlich differenzierte Regelungen im Umgang mit Klärschlamm.

Peter Kurth: „Schon aus Gründen des Ressourcenschutzes ist der vorgelegte Entwurf ein Rückschritt. Heimischer Phosphor kann bei der landwirtschaftlichen Verwertung vollständig genutzt werden; dies leisten technische Rückgewinnungsverfahren bei Weitem nicht. Wenn wir die Ziele des Ressourcenschutzes wirklich ernst nehmen, sollte die bodenbezogene Nutzung um ein Rückgewinnungsgebot für Phosphor aus den Klärschlämmen ergänzt werden, die aufgrund ihrer Qualität für eine bodenbezogene Nutzung ausfallen.“

Mit der Pflicht zur technischen Phosphorrückgewinnung sind unweigerlich Kostensteigerungen verbunden, auch für den Bürger. Peter Kurth: „Wichtig ist für uns, zu wissen, inwieweit die mit der Rückgewinnung verbundenen Zusatzkosten gebührenfähig sind.“ Zudem stellt sich die Frage, wo die etwa eine Millionen Tonnen zusätzlich anfallender Klärschlammtrockenmasse verbrannt werden sollen.

Peter Kurth: „Die Klärschlammbranche ist seit Jahren von stetig steigenden Anforderungen und großen Planungsunsicherheiten betroffen. Wenn auch der Einsatz synthetischer Polymere unverändert verboten bleibt, stehen wir bereits in 14 Monaten vor der Frage, wo wir den Klärschlamm verbrennen sollen. Ausreichende Kapazitäten zur Monoverbrennung sind bis dahin nicht aufgebaut und der Mitverbrennung in Kraftwerken sind technische Grenzen gesetzt, die durch die Reduzierung der Kraftwerkskapazitäten im Zuge der Energiewende weiter verschärft werden. Die EU-Klärschlammrichtlinie erlaubt die stoffliche Verwertung von Klärschlämmen und wir sehen keine Notwendigkeit, von diesem Weg abzuweichen.“

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

„Der Klimawandel ist da – schon  jetzt müssen wir Talsperren anders  bewirtschaften“-Interview mit Hartmut Willmitzer
„Der Klimawandel ist da – schon jetzt müssen wir Talsperren anders bewirtschaften“-Interview mit Hartmut Willmitzer

Extremwetter, steigende Temperaturen und veränderte Einzugsgebiete stellen die Trinkwasserversorgung vor immer neue Herausforderungen. Welche Konsequenzen das heute für den Betrieb von Trinkwassertalsperren hat, warum starre Bewirtschaftungspläne an ihre Grenzen stoßen und weshalb der Schutz von Einzugsgebieten und insbesondere Wäldern wichtiger wird als je zuvor, erläutert Hartmut Willmitzer, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Trinkwassertalsperren e.V. (ATT), im Interview.

mehr lesen
Vierte Reinigungsstufe bleibt zentral für den Gewässerschutz
Vierte Reinigungsstufe bleibt zentral für den Gewässerschutz

Die DWA hält an der vierten Reinigungsstufe als zentralem Baustein für den Gewässerschutz fest. Gleichzeitig fordert sie eine wissenschaftlich belastbare und rechtssichere Ausgestaltung der erweiterten Herstellerverantwortung, damit die Kosten der Spurenstoffelimination verursachergerecht verteilt werden.

mehr lesen
Delegation zu Gast OOWV-Modellprojekt für energieeffiziente Kläranlage in Südafrika vor Abschluss
Delegation zu Gast OOWV-Modellprojekt für energieeffiziente Kläranlage in Südafrika vor Abschluss

Wie lässt sich eine Kläranlage energieeffizienter betreiben und zugleich stärker mit eigener Energie versorgen? Genau daran arbeiten deutsche und südafrikanische Wasserexperten seit 2023 auf der Kläranlage East Bank in East London. Kurz vor Abschluss des Modellprojekts besuchte eine Delegation aus der Buffalo City Metropolitan Municipality mehrere Anlagen des OOWV in Niedersachsen.

mehr lesen
Künstliche Intelligenz soll Pflanzen vor Trockenstress schützen
Künstliche Intelligenz soll Pflanzen vor Trockenstress schützen

Forschende der Universität Osnabrück untersuchen, wie sich Trockenstress bei Pflanzen frühzeitig mithilfe künstlicher Intelligenz erkennen lässt. Ein speziell entwickelter Roboter erfasst dafür umfangreiche Bild- und Sensordaten. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Wasser in der Landwirtschaft künftig gezielter und bedarfsgerechter einzusetzen.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03
Datenschutz
gwf-wasser.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
gwf-wasser.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: