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Eine Milliarde Euro für sichere Daseinsvorsorge und „grüne“ Energieproduktion

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Themen: |
Autor: Patricia Santos

Eine Milliarde Euro für sichere Daseinsvorsorge und „grüne“ Energieproduktion
Hamburg Wasser Geschäftsführer Ingo Hannemann (links) und Dr. Johannes Brunner (rechts) vor den Faultürmen und dem Scheibentrockner für Klärschlamm. (Quelle: Hamburg Wasser / Ulrich Perrey)

23. Mai 2022 | Zukünftig möchte Hamburg Wasser die eigene erneuerbare Energieproduktion kräftig ausbauen. Allein für das Klärwerk plant das Unternehmen dazu Investitionen in Höhe von etwa 300 Mio. Euro bis 2025. Die Maßnahmen sind Teil eines 1-Milliarden-Euro-Programms, das Hamburg Wasser zwischen 2021 und 2025 durchführt.

Energieunabhängigkeit – das ist das Ziel des städtischen Versorgers. Nähere Informationen zum Programm sowie die Bilanz vom letzten Geschäftsjahr wurden in der Jahres-Pressekonferenz des Unternehmens bekannt gegeben.

Das Geschäftsjahr 2021

„Im Vergleich zum Vorjahr ist die abgegebene Menge an Trinkwasser im Geschäftsjahr 2021 deutlich gesunken“, erklärt Ingo Hannemann, Sprecher der Geschäftsführung von Hamburg Wasser anlässlich der Jahres-Pressekonferenz des Unternehmens. „Im Frühjahr und Sommer 2021 gab es mehrwöchige Kälte- und Nassphasen, die trotz einer leicht wachsenden Bevölkerung zu einem geringeren Wasserbedarf führten.“ So sank die Trinkwasserabgabe 2021 um 3,25 % auf 116 Mio. m3, während die gereinigte Abwassermenge aufgrund der hohen Niederschlagsmengen um 0,7 % auf 147 Mio. m3 stieg.

Mit 101,8 Mio. Euro Überschuss schließt der Konzern Hamburg Wasser das Geschäftsjahr 2021 erfolgreich ab. Die Hamburger Wasserwerke GmbH erwirtschafteten dabei ein Ergebnis von 39,3 Mio. Euro, die Hamburger Stadtentwässerung AöR 61,3 Mio. Euro. Der konsolidierte Umsatz des Gesamtkonzerns lag bei 614,9 Mio. Euro.

Der aus dem Trinkwassergeschäft entstandene Gewinn wird in voller Höhe über die städtische Konzernholding HGV an die Freie und Hansestadt Hamburg abgeführt. Der Gewinn aus dem Abwassergeschäft fließt gemäß Gebührenrecht in die Rücklagen des Unternehmens und dient dem Funktionserhalt von Kanalisationsnetz und Klärwerksverbund.

„Urbane Mine“ Klärwerk: Abwasser als Energiequelle

Das zurückliegende Jahr war ein besonderes für das Hamburger Klärwerk: Seit mittlerweile 60 Jahren entsorgt und reinigt es rund um die Uhr das Abwasser der Hansestadt und trägt erheblich zur Gewässerreinheit und Umweltschutz bei. Dabei dreht es sich auf dem Klärwerk schon lange nicht mehr allein um die zuverlässige und umweltgerechte Abwasserentsorgung. „In den letzten Jahren ist es uns immer besser gelungen, die bei der Abwasserreinigung entstehenden Energien zu nutzen, statt sie verpuffen zu lassen“, führt Hannemann aus.

Dank konsequenter Investitionen konnte Hamburg Wasser die Eigenerzeugungsquote des Klärwerks in den letzten Jahren kontinuierlich steigern. Im Jahr 2000 wurde etwas mehr als die Hälfte der benötigten 113 Mio. Kilowattstunden Strom selbst erzeugt. Elf Jahre später überstieg die Erzeugungskurve erstmals die des Verbrauchs, auch weil in energieeffizientere Technik investiert wurde. Mittlerweile liegt die Energieerzeugungsquote des Klärwerks auf einem Höchstwert von 130 %.

„Wir haben unsere Kläranlage vom Stromfresser zum Energieproduzenten entwickelt. Diese Energieüberschüsse möchten wir ausbauen und Hamburg noch mehr Wärme und Strom zur Verfügung zu stellen. Damit leisten wir einen Beitrag für eine bezahlbare und zuverlässige Versorgung – nicht nur in unserem Kerngeschäft. In turbulenten Zeiten ist eine unabhängige Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen der Schlüssel, um die Stadt am Laufen zu halten“, sagt Ingo Hannemann.

1-Milliarden-Euro-Programm für sichere Daseinsvorsorge

Die Konzerninvestitionen lagen in 2021 bei etwa 198 Mio. Euro, die sich aufteilen in 140 Mio. Euro für die Abwasserseite und 58 Mio. Euro für Projekte auf der Trinkwasserseite. Auch 2022 und den nächsten Jahren wird Hamburg Wasser weiter kräftig investieren. „Zwischen 2021 und 2025 werden sich die Investitionen auf gut eine Milliarde Euro belaufen“, kündigt der kaufmännische Geschäftsführer Johannes Brunner an. „Damit setzen wir unsere Energieprojekte um und sichern langfristig den Zustand unserer Netze und Anlagen.“

Um die Energiebilanz des Konzerns weiter zu verbessern, plant der städtische Versorger die Erweiterung der Faulung, der Klärschlammverbrennungsanlage VERA sowie den Bau einer Photovoltaik- und einer weiteren Windenergieanlage auf dem Klärwerk Hamburg. Dabei sollen beide Standorte des Klärwerks, Köhlbrandhöft und Dradenau, einbezogen werden.

Spurenstoffe stoppen – Gewässerschutz als Gemeinschaftsaufgabe

Als herausfordernd bewertet Hamburg Wasser die Zukunft der Abwasserreinigung. Schon heute ist das Abwasser mit einer Vielzahl an Kleinststoffen belastet, die mit der vorhandenen Technik zwar zu einem großen Teil, aber nicht vollständig herausgeholt werden können. Dabei handelt es sich um z. B. um Medikamentenrückstände, Industrie- und Haushaltschemikalien oder Mikroplastik. Künftig ist von einer Zunahme solcher Stoffe auszugehen. Hamburg Wasser stellt sich daher darauf ein, dass die Kläranlage perspektivisch erweitert werden muss. „Wir arbeiten an einem Konzept und erproben geeignete technische Lösungen. Eine Standardlösung „von der Stange“ gibt es aber für eine Anlage dieser Größenordnung nicht“, sagt Ingo Hannemann und betont: „Klar ist: Weitere Reinigungsstufen kosten Geld und Energie. Die Politik ist gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Klima- und Gewässerschutz Hand in Hand gehen können und die entstehenden Kosten nicht einseitig bei den Verbrauchern landen. Die Vermeidung von Spurenstoffeinträgen an der Quelle ist die beste und preiswerteste Lösung.“

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