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Plastik aus Flüssen fischen, um die Meere sauber zu halten

Das Startup Plastic Fischer fischt Plastikmüll aus Flüssen, um die Meere sauber zu halten. Seit April 2021 fischten die Mitarbeiter:innen mehr als 700.000 kg Plastikmüll aus Flüssen.

von | 26.06.23

Sperren halten den Plastikmüll in den Flüssen auf.
Bildquelle: Plastic Fischer
Plastik

26. Juni 2023 Ι Das Startup Plastic Fischer fischt Plastikmüll aus Flüssen, um die Meere sauber zu halten. Seit April 2021 fischten die Mitarbeiter:innen mehr als 700.000 kg Plastikmüll aus Flüssen.

Mitgründer Karsten Hirsch stellte sich 2018 die Frage, warum gibt es keine Firma gebet, die sich auf Flüsse konzentriert, um Ozean-Plastik zu verhindern? Kurz darauf gründete er mit Freunden Plastic Fischer.

Wie wird das Plastik aus den Flüssen gefischt und was passiert damit?

„Wir haben eine Technologie entwickelt, die überall auf der Welt gebaut werden kann. Das sind schwimmende Zäune, die so weit ins Wasser ragen, dass das Plastik gestoppt werden kann, ohne Fische und andere Lebewesen zu stören. Das Plastik sammeln wir manuell mit Keschern oder Netzen ein und bringen es in eigene Sortieranlagen“, so Hirsch.

PET-Flaschen, Glas und Aluminium werden vor Ort recycelt. Aber der größte Teil sind mehrschichtige Plastikverpackungen, die nicht recycelbar sind. Sie gehen in die thermische Verwertung, das heißt, sie werden verbrannt und daraus wird Energie gewonnen.

Arbeit nach der 3L Initiative

Low-Tech
Low-Tech ist das Gegenteil von High-Tech. Die Simplizität führt dazu, dass das Startup schnell implementieren kann und viele Menschen die Technologie bedienen, reparieren und warten können. Die Reduzierung von Komplexität führt zu weniger Störungsanfälligkeit und damit zu Zuverlässigkeit.

Local
Die Mitarbeiter:innen bauen die Technologie am Einsatzort aus lokal verfügbaren Materialien. Diese Vorgehensweise bringt viele Vorteile mit sich: Die Technologie muss nicht aus anderen Ländern importiert werden und damit auch nicht durch den Zoll. Somit werden CO2, Zeit und Geld gespart. Es gibt außerdem Flexibilität und stellt sicher, dass alle Materialien zur Verfügung stehen, um die TrashBooms schnell zu reparieren, wenn es nötig ist. Gleichzeitig werden Jobs vor Ort für die lokale Bevölkerung geschaffen.

Low-Costs
Mit lokal hergestellten, low-tech Lösungen zu arbeiten, resultiert in Kostengünstigkeit – dem Schlüssel für Skalierbarkeit im Bereich Abfallwirtschaft – vor allem in Schwellenländern. Um wirklich einen Unterschied zu machen, muss es skalieren. Diese Arbeit zu finanzieren stellt eine Herausforderung dar, da es abgesehen vom Umweltschutz keine monetäre Incentivierung gibt. Umso wichtiger ist es, dass die Kosten gering bleiben.

Welche Ziele hat das Startup für die Zukunft?

„Wir sind schon auf dem Weg, die erfolgreichste Firma weltweit zu sein in diesem Bereich. Das ist eigentlich erschreckend, weil wir ja immer noch ein kleines Startup sind. Unser Ziel: Wir wollen tausendmal so groß werden wie bisher und damit 10 Prozent des weltweiten Ozean-Plastiks verhindern – um so einen echten Unterschied zu machen,“ erklärt Hirsch.

Weitere Informationen

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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