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Wie Hamburg Wasser Krisenstab und mobile Einsatzteams versorgt

Hamburg Wasser versorgt seinen Krisenstab samt der mobilen Einsatzteams mit Notvorräten aus dem Profi-Sortiment von ConvarTMFoods. Damit wird gewährleistet, dass die von dem Versorgungsunternehmen vorgehaltene kritische Infrastruktur selbst in mehrtägigen Einsätzen durchgängig autark einsatzfähig gehalten werden kann.

von | 05.09.22

5. September 2022 | Hamburg Wasser versorgt seinen Krisenstab samt der mobilen Einsatzteams mit Notvorräten aus dem Profi-Sortiment von Convar Foods. Damit wird gewährleistet, dass die von dem Versorgungsunternehmen vorgehaltene kritische Infrastruktur selbst in mehrtägigen Einsätzen durchgängig autark einsatzfähig gehalten werden kann.

Innerhalb der Wasserver- und entsorgungsbranche gelten keinerlei allgemeingültigen Vorschriften oder Richtlinien zur Notfallversorgung. Potenzielle Notlagen sind etwa Feuer, Sturm­fluten nicht zuletzt im Poldergebiet des Hamburger Hafens, Einbrüche, IT-Ausfälle, Vandalismus, aber auch Bedrohungen der Einsatzteams, Erpressungen und ähnliches. Zu Bedrohungslagen könne es jederzeit kommen, wie Olaf Fürstenau, Abteilungsleiter Facility Manage­ment bei Hamburg Wasser, betont. Das habe ganz aktuell die Pandemie veranschaulicht, jedoch habe es beispielsweise in der Vergangenheit auch schon strafrechtlich relevante Bedrohungslagen gegeben. Mit entsprechender Weitsicht und gelebter Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden sowie den systemrelevanten Anlagen hatte Hamburg Wasser vor etwa zehn Jahren eigene Initiativen intensiviert, um die Kräfte zur Sicherung der Standorte autark zu halten.

Auf Bedrohungen vorbereitet sein

„Auch wenn die herkömmlichen Versorgungswege wegbrechen, müssen wir durchgängig einsatzfähig bleiben“, begründet Olaf Fürstenau. In diesem Zusammenhang weist er der Notfallversorgung eine wichtige Bedeutung zu. Diese wird nicht für die zentralen Entstörungseinheiten des Unternehmens vorgehalten, sondern für den Krisenstab des Konzerns, der in Notlagen einschreitet. Zu diesem gehören zehn Führungspersonen eines Kernteams, das bei entsprechenden Lagen im Krisenstabraum tagt; dort liegen u. a. auch Originalpläne der Infrastruktur vor, die jederzeit ohne Gerätschaften eingesehen werden können. Weitere 100 Einsatzkräfte befinden sich in Rufbereitschaft.

„Wir kalkulieren unsere Notfallversorgung so, dass alle 110 Mitglieder des Krisenstabs vier Wochen lang täglich zwischen acht und zehn Stunden auf der Straße einsatzfähig bleiben können“, erklärt der Notfall- und Krisenmanagement-Beauftragte. Fürstenau ist verantwortlich für 25 große Liegenschaften, 18 Wasserwerke, ein Klärwerk und mehrere Netzbetriebsstellen. In den Zuständigkeitsbereich des Beauftragten für Notfall- und Krisenmanagement fällt ebenso die Sicherheit der Anlagen im Allgemeinen, aber auch das Management von Notfall- und Krisen­situationen nebst Abwehr von Gefahren wie etwa Anschläge; er berichtet direkt an den Leiter des Krisenstabs und den Technischen Geschäftsführer.

Langzeitnahrung für Profis im Einsatz

Bei der Notfallversorgung präferiert Fürstenau lang haltbare Fertiggerichte, die die Einsatzkräfte „out of the Box“ zu sich nehmen können, ohne sie zuvor aufbereiten zu müssen. Den Vergleich zur Einmannpackung – kurz EPa – zieht er mit Blick auf seine zurückliegende Zeit bei der Bundeswehr. Der Entscheid für die mindestens zehn Jahre haltbaren Fertigmenüs von Convar Foods fiel nach einer internen Empfehlung durch die Abteilung Betriebsverpflegung des Konzerns. Bei einer Probe­verkostung erwies sich die professionelle Langzeitnahrung als hochwertig, zugleich aber auch schmackhaft und abwechslungsreich. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Übungen soll das zentral vorgehaltene Lebensmittel-Reservoir „immer mal wieder in Teilen verbraucht und neu angeschafft werden, damit es nicht zu einem harten Schnitt nach Ablauf der Haltbarkeit kommt“, so Olaf Fürstenau.

Nicht zuletzt gewonnene Erfahrungen durch die Pandemie haben Hamburg Wasser dazu veranlasst, die Notfallversorgung noch ganzheitlicher zu denken. So sind beispielsweise schon Zahnpasta und andere Hygieneartikel im Fokus oder auch Feldbetten mit Einmal-Bettwäsche im Sinne von Rundum-Sorglos-Paketen für alle 110 Krisenstabler. Insgesamt nämlich gelte es, das Autark-Sein konsequent zu durchdenken. Denn grundsätzlich könnten sowohl der Eintrittszeitpunkt als auch die Dauer der jeweiligen Lage nie vorhergesehen werden. Entsprechend also gelte es, immer uneingeschränkt einsatzfähig zu sein und zu bleiben – „ganz im Sinne von ‘Ohne Verpflegung keine Bewegung‘“, wie Olaf Fürstenau konstatiert.

Autor: Andreas Becker, M. A.
Weitere Informationen:
Convar Europe GmbH
Hamburger Wasserwerke GmbH

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