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Thermorüssel und Wasserkraftanlage an der Großen Dhünn-Talsperre eingeweiht

Ökologie und Energieerzeugung: wärmeres Wasser für die Dhünn und „grüner“ Strom aus Wasserkraft.Mit der heutigen Einweihung an der Großen Dhünn-Talsperre nehmen nun die beiden neuen Anlagen, der Thermorüssel und die Wasserkraftanlage, auch offiziell ihren Betrieb auf.

von | 15.04.15

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Peter Knitsch, Staatssekretär im NRW-Umweltministerium hob bei der Einweihung die Bedeutung des Projektes Thermorüssel für die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie NRW und der EU-Wasserrahmenrichtlinie hervor:

“Durch die Zufuhr von Talsperrenwasser mit einer Temperatur, die wieder typisch für die Jahreszeit und Fischgewässerregion ist, erwarten wir eine rasche Wiederbesiedlung der Dhünn mit den charakteristischen Fischarten und mittelfristig auch einen Anstieg der Lachsrückkehrer. Somit steht diese Maßnahme im Einklang mit unserer Biodiversitätsstrategie zur Förderung der biologischen Vielfalt im Land NRW und dem Erreichen des guten ökologischen Zustands gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie.“

Verbandsratsvorsitzende Claudia Fischer und Wupperverbands-Vorstand Georg Wulf bedankten sich insbesondere bei den Fördermittelgebern. Ohne die Förderung in Höhe von 100 Prozent für den Thermorüssel aus Mitteln des Europäischen Fischereifonds hätte der Wupperverband dieses in Europa bisher einzigartige Projekt nicht umsetzen können. Und mit Hilfe von Geldern aus dem Programm Progress NRW könne der Verband nun auch das Wasserkraftpotenzial der Großen Dhünn-Talsperre nutzen und bis zu 1 Mio. Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen.

An der Umsetzung dieser beiden Anlagen waren viele Fachleute und Firmen beteiligt, die heute auch zur Einweihung an die Große Dhünn-Talsperre nach Wermelskirchen kamen. Mit dem Druck auf den roten Knopf gaben Claudia Fischer, Peter Knitsch und Georg Wulf symbolisch das Startsignal für den Einsatz des Thermorüssels und der Wasserkraftanlage.

Beim Thermorüssel handelt es sich um ein neun Meter langes Rohr, das außen am Rohwasserentnahmeturm der Talsperre in einem vertikalen Radius von 14 Metern geschwenkt werden kann. Damit wird zukünftig Wasser aus unterschiedlichen Schichten der Talsperre abgegeben.

Durch den Thermorüssel soll der Lebensraum Dhünn unterhalb der Großen Dhünn-Talsperre verbessert werden. Insbesondere die Fische, aber auch Kleinlebewesen und Pflanzen, werden davon profitieren, dass aus der Talsperre zukünftig nicht mehr ganzjährig das kalte Tiefenwasser abgegeben wird. Der Thermorüssel greift auf die Wasserschichten der Talsperre zu, deren Temperatur mit den natürlichen Gegebenheiten im Flusslauf am besten übereinstimmen. Durch die verbesserten Lebensbedingungen soll es möglich werden, dass sich weitere Fischarten in der Dhünn etablieren, z. B. Äschen. Ein umfangreiches Monitoring wird die Wirkung der Maßnahme dokumentieren.

Die Kosten für den Bau des Thermorüssels betrugen 885.000 Euro. Als neuartiges Projekt für den Lebensraum Dhünn und deren Fischfauna wurde er annähernd zu 100 Prozent vom Europäischen Fischereifonds (EFF) gefördert (50 Prozent übernimmt die EU und ebenfalls 50 Prozent das Land NRW).

Die neue Wasserkraftanlage befindet sich im Fuß des Entnahmeturms. Sie besteht aus zwei Turbinen mit einer Leistung von insgesamt 280 Kilowatt. Die damit erzeugte Strommenge von bis zu 1 Mio. Kilowattstunden pro Jahr (Bedarf von rund 290 Vier-Personen-Haushalten) speist der Wupperverband in das Stromnetz ein.

Die Kosten für die Wasserkraftanlage betrugen 630.000 Euro. Das Programm Progress NRW förderte das Projekt mit 133.000 Euro.

Der Bau des Thermorüssels und der Wasserkraftanlage begann im Mai 2014 und war Ende 2014 abgeschlossen.


85 Jahre Wupperverband

Der Wupperverband wurde 1930 gegründet mit der Zielsetzung, die wasserwirtschaftlichen Aufgaben im 813 km² großen Einzugsgebiet der Wupper über kommunale Grenzen hinweg zu erfüllen. Für den Verband stehen als öffentlich-rechtliches Unternehmen nicht Gewinnorientierung, sondern der Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser im Mittelpunkt sowie vertretbare Kosten und maximale Leistung für Mitglieder und BürgerInnen.

Der Wupperverband betreibt 12 Talsperren, 11 Klärwerke, eine Schlammverbrennungsanlage und weitere Anlagen, z. B. Hochwasserrückhaltebecken und Regenbecken. Er unterhält insgesamt rund 2.300 Kilometer Flüsse und Bäche. Verbandsmitglieder sind Städte und Gemeinden, Kreise, Wasserversorgungsunternehmen, Industrie sowie Gewerbe im Wuppergebiet.

www.wupperverband.de, www.fluggs.de

Peter Knitsch, Staatssekretär im NRW-Umweltministerium hob bei der Einweihung die Bedeutung des Projektes Thermorüssel für die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie NRW und der EU-Wasserrahmenrichtlinie hervor:

“Durch die Zufuhr von Talsperrenwasser mit einer Temperatur, die wieder typisch für die Jahreszeit und Fischgewässerregion ist, erwarten wir eine rasche Wiederbesiedlung der Dhünn mit den charakteristischen Fischarten und mittelfristig auch einen Anstieg der Lachsrückkehrer. Somit steht diese Maßnahme im Einklang mit unserer Biodiversitätsstrategie zur Förderung der biologischen Vielfalt im Land NRW und dem Erreichen des guten ökologischen Zustands gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie.“

Verbandsratsvorsitzende Claudia Fischer und Wupperverbands-Vorstand Georg Wulf bedankten sich insbesondere bei den Fördermittelgebern. Ohne die Förderung in Höhe von 100 Prozent für den Thermorüssel aus Mitteln des Europäischen Fischereifonds hätte der Wupperverband dieses in Europa bisher einzigartige Projekt nicht umsetzen können. Und mit Hilfe von Geldern aus dem Programm Progress NRW könne der Verband nun auch das Wasserkraftpotenzial der Großen Dhünn-Talsperre nutzen und bis zu 1 Mio. Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen.

An der Umsetzung dieser beiden Anlagen waren viele Fachleute und Firmen beteiligt, die heute auch zur Einweihung an die Große Dhünn-Talsperre nach Wermelskirchen kamen. Mit dem Druck auf den roten Knopf gaben Claudia Fischer, Peter Knitsch und Georg Wulf symbolisch das Startsignal für den Einsatz des Thermorüssels und der Wasserkraftanlage.

Beim Thermorüssel handelt es sich um ein neun Meter langes Rohr, das außen am Rohwasserentnahmeturm der Talsperre in einem vertikalen Radius von 14 Metern geschwenkt werden kann. Damit wird zukünftig Wasser aus unterschiedlichen Schichten der Talsperre abgegeben.

Durch den Thermorüssel soll der Lebensraum Dhünn unterhalb der Großen Dhünn-Talsperre verbessert werden. Insbesondere die Fische, aber auch Kleinlebewesen und Pflanzen, werden davon profitieren, dass aus der Talsperre zukünftig nicht mehr ganzjährig das kalte Tiefenwasser abgegeben wird. Der Thermorüssel greift auf die Wasserschichten der Talsperre zu, deren Temperatur mit den natürlichen Gegebenheiten im Flusslauf am besten übereinstimmen. Durch die verbesserten Lebensbedingungen soll es möglich werden, dass sich weitere Fischarten in der Dhünn etablieren, z. B. Äschen. Ein umfangreiches Monitoring wird die Wirkung der Maßnahme dokumentieren.

Die Kosten für den Bau des Thermorüssels betrugen 885.000 Euro. Als neuartiges Projekt für den Lebensraum Dhünn und deren Fischfauna wurde er annähernd zu 100 Prozent vom Europäischen Fischereifonds (EFF) gefördert (50 Prozent übernimmt die EU und ebenfalls 50 Prozent das Land NRW).

Die neue Wasserkraftanlage befindet sich im Fuß des Entnahmeturms. Sie besteht aus zwei Turbinen mit einer Leistung von insgesamt 280 Kilowatt. Die damit erzeugte Strommenge von bis zu 1 Mio. Kilowattstunden pro Jahr (Bedarf von rund 290 Vier-Personen-Haushalten) speist der Wupperverband in das Stromnetz ein.

Die Kosten für die Wasserkraftanlage betrugen 630.000 Euro. Das Programm Progress NRW förderte das Projekt mit 133.000 Euro.

Der Bau des Thermorüssels und der Wasserkraftanlage begann im Mai 2014 und war Ende 2014 abgeschlossen.


85 Jahre Wupperverband

Der Wupperverband wurde 1930 gegründet mit der Zielsetzung, die wasserwirtschaftlichen Aufgaben im 813 km² großen Einzugsgebiet der Wupper über kommunale Grenzen hinweg zu erfüllen. Für den Verband stehen als öffentlich-rechtliches Unternehmen nicht Gewinnorientierung, sondern der Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser im Mittelpunkt sowie vertretbare Kosten und maximale Leistung für Mitglieder und BürgerInnen.

Der Wupperverband betreibt 12 Talsperren, 11 Klärwerke, eine Schlammverbrennungsanlage und weitere Anlagen, z. B. Hochwasserrückhaltebecken und Regenbecken. Er unterhält insgesamt rund 2.300 Kilometer Flüsse und Bäche. Verbandsmitglieder sind Städte und Gemeinden, Kreise, Wasserversorgungsunternehmen, Industrie sowie Gewerbe im Wuppergebiet.

www.wupperverband.de, www.fluggs.de

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