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20 Jahre Wasserrahmenrichtlinie: Deutschland liegt weit hinter seinen Zielen zum Gewässerschutz

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Thema:
Autor: Hilde Lyko

20 Jahre Wasserrahmenrichtlinie: Deutschland liegt weit hinter seinen Zielen zum Gewässerschutz
Der Neckar Bruno/Germany auf Pixabay

2021 beginnt der dritte Bewirtschaftungszyklus der WRRL, mit dessen Ende 2027 alle Gewässer in Europa einen „guten Zustand“ erreichen müssen. Es wurde zwar viel erreicht, aber es gibt noch viel zu tun. Ein aktuelles Positionspapier des Umweltbundesamtes gibt „Neun Empfehlungen für den guten Zustand unserer Gewässer“.

Mit der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) erlebte der Gewässerschutz ab 2000 einen Paradigmenwechsel von der regionalen Betrachtung von Verschmutzungsquellen hin zu einer ökologisch und auf Flussgebiete ausgerichteten Sichtweise. Um die hohen Anforderungen zu erfüllen, wurde das Überwachungsnetz der Gewässer umgestaltet und ausgebaut, außerdem wurde die Öffentlichkeit mehr in den Gewässerschutz einbezogen. Auch der „Green Deal“ der EU-Kommission hat unter anderem den Schutz und die Verbesserung der Gewässer zum Ziel.

Nach wie vor chemische Belastungen von Oberflächengewässern

Gemäß dem Positionspapier befindet sich zurzeit 96 % der Grundwasserkörper in einem „mengenmäßig guten Zustand“, während der chemische Zustand bei 64 % der Reservoirs als „gut“ bewertet wird. Aber kein einziges Oberflächengewässer erreicht den „chemisch guten Zustand“ und nur für 8 % wird der ökologische Zustand als „gut“ oder „sehr gut“ bewertet. Grund sind flächendeckende Grenzwertüberschreitungen für Quecksilber und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.

Neun Empfehlungen für eine ambitionierte Wasserpolitik

Mit den nachfolgend aufgelisteten Empfehlungen will das Umweltbundesamt bestehende Ambitionen unterstützen und an der Umsetzung der Empfehlungen aktiv mitwirken:

  1. Hohes Ambitionsniveau der Wasserrahmenrichtlinie erhalten
  2. Den EU-gemeinschaftlichen Umsetzungsprozess weiterentwickeln
  3. Digitale Berichtspflichten vereinfachen und verbessern
  4. Politikbereiche und Rechtsinstrumente den Gewässerschutzzielen anpassen
  5. Chemikalienrecht und Gewässerschutzregelungen wirksam nutzen
  6. Stoffeinträge frühzeitig erkennen und minimieren
  7. Den Gewässern mehr Raum geben
  8. Gewässerschutz in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) verankern
  9. Nationale Gewässerschutzinitiative verankern

Was man sich im Einzelnen unter diesen neuen Punkten vorstellt und welche Schritte bis 2027 gegangen werden sollten, ist in dem Positionspapier ausführlicher dargelegt.

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