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Applikationsbericht

Marktgemeinde Thierstein: Modernisierung der Pumpensteuerung im Abwasserbetrieb mittels hydrostatischer Füllstandssonden

Bei der Marktgemeinde Thierstein funktionierte die Mess- und Steuertechnik zur Überwachung der Abwasserschächte nicht mehr zuverlässig und wurde durch ein System von BD|SENSORS bestehend aus hydrostatischer Füllstandssonde und multifunktionaler Prozessanzeige erneuert.

Immer wieder stehen Kommunen bzw. Abwasserbetriebe vor der Frage, wie mit in die Jahre gekommener Mess- und Steuerungstechnik zur Abwasserbehandlung umgegangen werden soll, denn häufig ist ein störungsfreier Betrieb von Anlagenteilen nicht mehr möglich. Dabei ist das Problem weniger, dass den Kommunen oder Abwasserbetrieben finanzielle Mittel fehlen oder die Verfügbarkeit von Installationsbetrieben nicht gegeben ist. Hauptursache ist vielmehr, dass die installierte Mess- und Steuerungstechnik technisch überholt und teilweise nicht mehr am Markt verfügbar ist.

Pumpensteuerung bereitet Probleme

So geschehen bei der Marktgemeinde Thierstein in Oberfranken. Bei zwei Abwasserpumpschächten traten immer wieder Probleme mit der Pumpensteuerung und der Informationsübertragung des Anlagenzustandes auf. Die Füllstandsüberwachung basierte auf einem Einperlsystem, während die Signalverarbeitung mit verschiedenen Zusatzmodulen realisiert wurde, um die gewünschte Funktionalität zu erreichen. Nachdem sich die Anlagensteuerung zunehmend verschlechterte, wandte sich die Marktgemeinde Thierstein mit der Bitte nach einer Systemaktualisierung an den Spezialisten und Hersteller für elektronische Druck- und Füllstandsmessgeräte BD|SENSORS.

Bei einer gemeinsamen Vor-Ort-Besichtigung wurden die wesentlichen Eigenschaften (Messbereich, Entfernung zur Steuerung, Ex-Auslegung des Messortes) und die benötigte Funktionalität (Pumpensteuerung, Alarmmeldung, Fernübertragung) des gewünschten Systems definiert.

Neues System bestehend aus hydrostatischer Füllstandssonde und Prozessanzeige

Auf Basis dieser Informationen schlug der technische Vertrieb von BD|SENSORS die Verwendung einer modernen, hydrostatischen Füllstandssonde vom Typ LMK 382 vor. Das Herzstück der Füllstandssonde LMK 382 ist ein von BD|SENSORS eigenentwickelter, kapazitiv-keramischer Drucksensor, der aufgrund seiner Bauart extrem robust und widerstandsfähig ist und zudem über eine hohe Präzision und Langzeitstabilität verfügt. Durch den konstruktiven Aufbau sowie die Verwendung einer hochreinen Keramik sind Beschädigungen der Sensorik nahezu ausgeschlossen, auch wenn Abwasser nicht nur Schweb- und Schmutzstoffe, sondern auch grobes Material, wie Äste oder Steine enthält. Ein weiteres Plus ist, dass sich die LMK 382 an die individuellen Bedürfnisse der Messstelle anpassen lässt (Messbereich, ATEX-Ausführung, Kabelmaterial, etc.), wodurch ein optimales Messergebnis und ein zuverlässiger Anlagenbetrieb gewährleistet wird.

Um die bestehende Funktionalität der Thiersteiner Anlage zu erhalten, wird die Prozessanzeige CIT 400 von BD|SENSORS eingesetzt, denn diese darf als echtes Multitalent bezeichnet werden
Im Wesentlichen handelt es sich um einen galvanisch-isolierten Speisetrennverstärker, der eine Zertifizierung nach ATEX für Zone 0 besitzt. Zusätzliche Merkmale sind eine 4-stellige LED-Anzeige, mehrere potentialfreie Schaltausgänge, ein Alarmrelais und ein skalierbarer Analogausgang. Der Funktionsumfang reicht dabei von den Standardeinstellungen (Messwertanzeige, Schaltpunkte, Analogausgang, …) bis hin zu Sonderfunktionen, wie z.B. Linearisierung, Pumpentausch, Simulations- / Testmodus. Letzteres ist bei der Inbetriebnahme besonders wichtig, denn so können Füllstände simuliert und die Anlagensteuerung entsprechend getestet werden, ohne dass die benötigten Füllhöhen physisch vorhanden sind.

Austausch der Komponenten

Nach Festlegung der Schaltgrenzen und der Schaltcharakteristik erfolgte die Bestellung der benötigten Komponenten, wobei BD|SENSORS auch hier mit einer kurzen Lieferzeit zu überzeugen wusste. Nach Ausbau der Altgeräte konnten die vorhandenen Installations-Hilfsmittel genutzt werden (Leerrohre, Montagerohre), um die LMK 382 im Abwasserschacht zu installieren. Anschließend erfolgte die Verdrahtung mit der Prozessanzeige CIT 400, die mittels Hutschiene in den bestehenden Schaltschrank integriert wurde. Die Fernüberwachung erfolgt auf Basis des skalierbaren Analogausgangs und läuft seitdem problemlos. Nach Konfiguration der notwendigen Parameter und einigen Testläufen der Pumpensteuerung wurde der Austausch des Systems erfolgreich abgeschlossen.

Dies zeigt, dass die Modernisierung einer kommunalen Abwassersteuerung, wie in diesem Fall mit der hydrostatischen Füllstandssonde LMK 382 und der Prozessanzeige CIT 400 von BD|SENSORS, jederzeit und ohne Beantragung von Fördermitteln oder Genehmigungsverfahren kostengünstig und schnell realisiert werden kann, denn der gesamte Umbau inkl. Parametrierung und Prüfung dauerte weniger als 2 Stunden.

Sollten Sie Fragen zu dem beschriebenen System haben bzw. Probleme mit einer ähnlichen Applikation, wenden Sie sich gerne an den technischen Vertrieb der BD|SENSORS GmbH:

Ansprechpartner
Herr Roland Kottus
+49 (0)9235-9811-2009

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