In ihrer nunmehr 15. Auflage findet vom 21. bis 23. September in Kaiserslautern die Aqua Urbanica 2026 unter dem Motto „verstehen, was ist“ statt. Veranstaltet wird sie von der RPTU Kaiserslautern-Landau, vertreten durch das Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, in Kooperation mit der DWA.
Systeme der Stadtentwässerung werden in der Regel auf Basis theoretischer Überlegungen oder von Laborexperimenten bemessen und modelliert, während Messungen an realen Systemen bislang nur selten als Grundlage dienen. Fortschritte in der Messtechnik und im Datenmanagement ermöglichen inzwischen jedoch eine kontinuierliche Beobachtung realer Abfluss- und Stofftransporte in hoher zeitlicher Auflösung. In einigen Fällen bestätigen die Beobachtungen etablierte Modellvorstellungen oder unterstützen deren Weiterentwicklung. Häufig zeigen Messdaten aber auch, dass Prozessmodelle hinterfragt oder vollständig neu gedacht werden müssen. Parallel dazu gewinnt die Abbildung naturnaher Systeme in der Regenwasserbewirtschaftung zunehmend an Bedeutung. So müssen weitere Prozesse, etwa die Wasseraufnahme und Verdunstung durch Pflanzen, in stadthydrologischen Modellen berücksichtigt werden. Vor diesem Hintergrund widmet sich die diesjährige Aqua Urbanica der Herausforderung, „verstehen, was ist“, indem „beobachtet & modelliert wird, was ist“. Zu den Schwerpunktthemen zählen unter anderem Mischwasserüberläufe, Mikroverunreinigungen und die Behandlung von Regenabflüssen, das Monitoring von Entwässerungssystemen, blau-grüne Infrastrukturen, Wasserextreme sowie allgemeine Themen der Wasserinfrastruktur.
Die Tagungsreihe Aqua Urbanica wird von sechs siedlungswasserwirtschaftlichen Schwesterinstitutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam und in Kooperation mit den nationalen Verbänden DWA, ÖWAV und VSA jährlich veranstaltet. Sie dient im D-A-CH-Raum als Plattform für den intensiven Meinungs- und Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft, Planung und betrieblicher Praxis. Die Veranstaltung richtet sich an Planende, Betriebspersonal, Behörden, Wissenschaft und Unternehmen – an alle, die die wasserbezogene Entwicklung urbaner Räume mitgestalten oder sich darüber informieren möchten.


