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Zwischen Überschwemmungen und Dürre: Projekt NEPTUN präsentiert Prototypen zur Anpassung des Wassersektors an den Klimawandel 

Der Klimawandel birgt für den Wassersektor neue Gefahren und Aufgaben. Das deutsch-dänische Interreg-Projekt NEPTUN hat Technologien und Lösungen entwickelt, um diesen Herausforderungen zu begegnen. 

von | 03.04.23

Das Projekt Neptun soll die Grenzregion zwischen Deutschland und Dänemark besser auf Überschwemmungen vorbereiten.
(Bild: Pixabay/Sabine)

3. April 2023 | Der Klimawandel birgt für den Wassersektor neue Gefahren und Aufgaben. Das deutsch-dänische Interreg-Projekt NEPTUN hat Technologien und Lösungen entwickelt, um diesen Herausforderungen zu begegnen. 

In den letzten drei Jahren arbeiteten Wissenschaftler:innen und Unternehmen aus Norddeutschland und Dänemark im Interreg-Projekt NEPTUN gemeinsam an innovativen Wassertechnologien und praktischen Lösungen zur Anpassung der Wasser- und Abwassersysteme an den Klimawandel. Das Ergebnis dieser Arbeit sind 15 Lösungen, darunter Analysen, Konzepte, Projektskizzen und Prototypen. Zu den Prototypen gehört ein Frühwarnsystem für Starkregen:

„Anhand von Radardaten und einer Software kann unser System verschiedene Regenszenarien und deren Auswirkung auf das Kanalsystem simulieren und vorhersagen. Betroffene Regionen erkennen dadurch frühzeitig, wann die lokalen Kapazitäten zu überschreiten drohen und können sich auf Überschwemmungen vorbereiten“, erklärt Dr. Alexander Schaum von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
„Wir haben das Frühwarnsystem zunächst exemplarisch für die Stadt Flensburg entwickelt. Es kann grundsätzlich aber auch auf andere Städte und Gebiete übertragen und entsprechend angepasst werden“, ergänzt der Wissenschaftler.

Zusammen stärker

Aus der Kooperation zwischen Norddeutschland und Dänemark ergeben sich nicht nur Potenziale für Innovationen und die Stärkung der Wirtschaft auf beiden Seiten der Landesgrenze. Sie ist auch eine Chance, die Widerstandsfähigkeit der Region gegen klimabezogene Risiken zu verbessern. Projektleiterin Lotte Lindgaard Andersen des dänischen Umwelt-Clusters CLEAN ist überzeugt:

„Durch NEPTUN haben wir ein starkes Netzwerk zwischen Norddeutschland und Dänemark aufgebaut. Landschaft und Klima ähneln sich in beiden Regionen in vielerlei Hinsicht, wodurch auch die Auswirkungen des Klimawandels vergleichbar sind. Beide Länder haben in diesem Projekt viel voneinander gelernt“.

Veranstaltung: NEPTUN Abschlusskonferenz 2023

Die grenzübergreifende Zusammenarbeit stand auch bei der NEPTUN-Abschlusskonferenz im Fokus. Sie fand unter dem Motto „Zusammen stärker – Neue Wassertechnologien und Lösungen zur Anpassung des Wassersektors an den Klimawandel in Norddeutschland und Dänemark“ statt. Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung stellte NEPTUN die Ergebnisse des Projektes vor und tauschte sich mit dem Publikum über die Zukunft des Wassersektors aus.

Unter anderem sprach der bekannte Klimaexperte Prof. Sebastian Mernild in seiner Keynote über die dringendsten Klimaherausforderungen für Norddeutschland und Dänemark. Darüber hinaus standen auf dem Programm: spannende Impulsvorträge, praxisnahe Einblicke in die Projekte der Forschenden und Unternehmen sowie ein Marktplatz, auf dem die entwickelten Prototypen hautnah erlebt werden können. Außerdem fand für alle Gäste am Freitag, den 24. März 2023 eine Fachexkursion zum Thema „Klimaanpassung des Wassersektors“ statt. 

Über das NEPTUN-Projekt

NEPTUN ist ein Interreg-Projekt, das Universitäten, Unternehmen und Kommunen in der dänisch-deutschen Grenzregion durch Partnerschaften, Wissensaustausch und Innovationskooperationen miteinander verbindet. Ziel ist es, Innovations- und Wachstumspotenziale im Wasser- und Abwassersektor sowie bei der Klimaanpassung freizusetzen. NEPTUN wird von Interreg Deutschland-Dänemark mit Mitteln aus dem Europäischen Fond für Regionalentwicklung finanziert und läuft von 2020 bis 2023. 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Das Projekt Neptun soll die Grenzregion zwischen Deutschland und Dänemark besser auf Überschwemmungen vorbereiten (Bild: Pixabay/Sabine)

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