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Lebensraum Dünentäler: Rettung für den Moorfrosch

Der Moorfrosch zählt zu den stark gefährdeten Amphibienarten. Dünentäler und intakte Moore bieten ihm wichtige Rückzugsorte, doch Trockenlegung und Stickstoffbelastung setzen seinem Lebensraum zunehmend zu. Die Wiedervernässung von Feuchtgebieten spielt eine entscheidende Rolle für seinen Erhalt.

von | 12.02.25

Der Moorfrosch gehört in Deutschland zu den stark gefährdeten Amphibienarten.
Quelle:Pixabay/Super-M

Der zierlich gebaute Moorfrosch (Rana arvalis) wird nur fünf bis sechs Zentimeter groß. Er bevorzugt Gebiete mit hohem Grundwasserstand oder periodischen Überschwemmungen. Typische Lebensräume sind Hochmoore, Heidegebiete, Flussauen, feuchtes Grünland und Bruch- sowie Auwälder. Auch die feuchten Dünentäler an der Küste bieten dem Moorfrosch ideale Bedingungen. Vegetationslose Dünentäler mit Pfützen und Lachen sind wichtige Laichgewässer. Diese nährstoffarmen Gebiete beherbergen zudem seltene Pflanzen wie Zwergbinsen und Sonnentau. Die einzigartigen Rahmenbedingungen machen die Dünentäler zu einem wertvollen Refugium für den Moorfrosch.

Gefährdung durch menschliche Eingriffe

Der Moorfrosch gehört in Deutschland zu den stark gefährdeten Amphibienarten. Ursachen sind die Trockenlegung und Kultivierung von Feuchtgebieten sowie die Zerschneidung der Landschaft durch Verkehrswege und intensive Landwirtschaft. Schadstoffe wie Dünger, Abfälle und Umweltgifte beeinträchtigen zusätzlich die Gewässerqualität. Lebensräume wie die Dünentäler auf Amrum und Sylt spielen eine wichtige Rolle als Trittsteine zur Erhaltung der Art.

Doch hohe Trinkwasserentnahmen während der Urlaubssaison senken den Grundwasserstand und verwandeln die feuchten Dünentäler in artenarme Dünenlandschaften. Stickoxide im Regenwasser und der Rückgang von Insekten setzen der Art weiter zu, indem sie die natürliche Artenzusammensetzung verändern und den Laich gefährden.

Der Einsatz für den Moor- und Küstenschutz

Intakte Feuchtgebiete wie Moore und Dünentäler sind nicht nur Lebensräume für zahlreiche hochspezialisierte Arten, sondern auch wichtige Kohlenstoffspeicher. Werden Moore entwässert, setzt der Zersetzungsprozess im Torf klimaschädliches Kohlenstoffdioxid frei. Projekte wie die Renaturierung der Elb-Auen oder der Moorschutz in der Diepholzer Moorniederung tragen zur Wiederherstellung der Lebensräume des Moorfroschs bei.

Auch an der Küste setzt sich der BUND für den Schutz der natürlichen Dynamik von Stränden und Dünen ein. Durch Lobbyarbeit auf europäischer Ebene wird angestrebt, die Nährstoffanreicherung in Meeren und Küstengebieten zu verringern, um die empfindlichen Lebensräume zu bewahren.


Original Publikation: Moorfrosch

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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