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Hochwasser im Süden Deutschlands: BUND fordert verstärkten Klimaschutz

Kategorie:
Thema:
Autor: Sarah Hofer

Quelle:Pixabay/Insubria

05. Juni 2024 | Die jüngsten dramatischen Hochwasserereignisse im Süden Deutschlands sind laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ein erneuter Weckruf in Zeiten der Klimakrise, da extreme Niederschläge, wie jene in Bayern und Baden-Württemberg, durch die Klimakrise häufiger und intensiver werden.

Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, betont: „Die Lage für die Menschen vor Ort ist dramatisch. Unsere Gedanken sind bei denjenigen, die einen geliebten Menschen verloren haben und bei denen, die um ihr Hab und Gut bangen müssen.“ Bezüglich der Schutzmaßnahmen führt Bandt weiter aus: „Damit Extremwetter in Zukunft nicht noch häufiger unsere Lebensgrundlagen, unsere Wohnungen und Häuser zerstört, geht für Bund und Länder kein Weg daran vorbei, wirksamen Klimaschutz in das Zentrum ihres Handelns zu rücken. Gleichzeitig muss der natürliche Hochwasserschutz gestärkt werden, um extremen Hochwassern vorzubeugen. Es braucht mehr naturnahe Flüsse, die auch in Hochwasserzeiten das Wasser aufnehmen können. Die Nationale Wasserstrategie ist ein guter Startpunkt, jetzt muss diese Bundesregierung die notwendigen Umsetzungsmaßnahmen und die dafür notwendigen Gelder bereitstellen.“

BUND kritisiert unzureichenden Klimaschutz der Bundesregierung

Die Bundesregierung unternimmt laut BUND nicht genug für den globalen Klimaschutz. Die Politik verweigert weitere Maßnahmen und die notwendigen Investitionen zur Senkung der CO2-Emissionen, was das Verfehlen der Klimaziele in Kauf nimmt.

Bandt kritisiert: „Wer wie die FDP oder die Union im EU-Wahlkampf Pausen bei Klima- und Naturschutz fordert, verkennt die Zeichen der Zeit. Das Zurückdrehen von Maßnahmen beim Klimaschutz wäre ein Rezept für die Katastrophe. Jede Investition in Klimaschutz ist um ein Vielfaches geringer, als die Folgekosten die durch die Klimakrise entstehen.“

Naturnahe Flüsse und Auen sind laut BUND wichtige Wasserspeicher und bieten natürlichen Hochwasserschutz. Regelmäßig überflutete Auen speichern bis zu 30 Prozent mehr Kohlenstoff, reinigen das Wasser und geben es bei Trockenheit nach und nach wieder ab. Durch das Naturschutzgroßprojekt Lenzener Elbtalaue wurden 420 Hektar Auenlandschaft wiederhergestellt, was den Wasserspiegel beim Elbhochwasser 2013 um fast 50 Zentimeter senkte.

Bandt erklärt: „Auen sind im Kampf gegen Hochwasser und als CO2-Speicher unverzichtbar und wahre Hotspots der Artenvielfalt. Die Renaturierung von Flussauen führt dazu, dass Hochwasserstände signifikant gesenkt werden können, das zeigt beispielsweise das Naturschutzprojekt Lenzener Elbtalaue.“

BUND fordert konsequente Nutzung der Flusspotenziale

Der BUND fordert Bund und Länder auf, die Potenziale an den Flüssen konsequent zu nutzen und Vorsorge zu betreiben, um Hochwasser und Wassermangel gleichermaßen zu begegnen. Dezentrale, naturverträgliche Wasserrückhaltemaßnahmen (Schwammlandschaften) und ein gestärkter Katastrophenschutz sind unerlässlich.

 

Bandt schließt mit den Worten: „Der weiterhin hohe Verbrauch an Flächen und die damit einhergehende Versiegelung sind ein Katalysator für Hochwasser. Die Flächenversiegelung muss Netto-Null betragen. Dies muss endlich verbindlich festgeschrieben werden und zusätzliche Versiegelungen müssen durch Rückbaumaßnahmen ausgeglichen werden.“

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