Suche...
Generic filters
Filter by Themen
Abwasserbehandlung
Analytik & Hygiene
Digitalisierung
Energie
Engineering
Events
Industriewasser
Kosten & Tarife
Nachhaltigkeit & Umweltschutz
Netze
Politik
Recht & Regelwerk
Wasser & Abwasser
Wasseraufbereitung
Wassergewinnung
Wasserstress
Water Solutions
Filter by Kategorien
Advertorial
Branche
Events
Forschung & Entwicklung
Leute
News
People
Products & Solutions
Produkte & Verfahren
Publications
Publikationen
Sonstiges
Trade & Industry
Filter by Kategorien
Firmenverzeichnis
Geschützte Downloads
Mediadaten
Öffentliche Downloads
Filter by Veranstaltungsschlagworte
abwasser
ACHEMA
Automatisierung
FDBR
Hydrologie
kanalnetze
MSR
Talsperren
trinkwasser
wasseraufbereitung
wasserbau
Wassernetze
Wasserversorgung

Dresdner Hilfskonvoi für westukrainische Wasserunternehmen

Kategorie:
Autor: Patricia Santos

Dresdner Hilfskonvoi für westukrainische Wasserunternehmen
Das sind zwei Schwertransporte mit großen Notstromaggregaten kurz vor dem Start auf dem Hof der Stadtentwässerung Dresden. (Bild: Stadtentwässerung Dresden)

07. April 2022 | Die Stadtentwässerung Dresden organisierte mit Hilfe vieler Branchenpartner Notstromaggregate für Lviv, Ternopil und Nadvirna. Seit mehr als 15 Jahren engagieren sich die Dresdner, damit kommunale Unternehmen in der Ukraine eine ordentliche Abwasserentsorgung aufbauen können.

Notstromaggregaten für die Sicherung der Wasserversorgung

Am 24. Februar 2022 überfällt Russland die Ukraine. Bereits am 28. Februar kommt der erste Hilferuf aus Lviv, berichtet Geschäftsführer Strothteicher. Das Partnerunternehmen Voda-Kanal befürchtet, dass die Großstadt bei einem kompletten Stromausfall nicht mehr mit Wasser versorgt werden kann und bittet um schnelle Lieferung von Notstromaggregaten. Schließlich hat Lviv, das nur 80 km hinter der polnischen Grenze liegt, über 720.000 Einwohner. Zudem fliehen viele andere Bewohner aus Gebieten, die die Russen angegriffen haben, dorthin. Auch die anderen ukrainischen Partner aus Ternopil und Nadvirna bitten um Hilfe. „Da durfte nicht lange überlegt werden“, sagt Strothteicher. „In so einer Notsituation ist es für uns selbstverständlich, unsere Partner zu unterstützen.“

Allerdings ist das nicht einfach, erläutert der Geschäftsführer. Das Unternehmen hat selbst Notstromaggregate, die bei einem Blackout die Anlagen im Kaditzer Klärwerk und an den Pumpstationen weiter mit Strom versorgen. Mit öffentlicher Ausschreibung und den folgenden Verfahren dauere es etwa ein halbes Jahr, bis eine derartige neue Anlage auf dem Hof steht. „Doch in so einer Ausnahmesituation müssen wir viel schneller sein“, sagt er.

Unternehmen aus der Branche werden um Unterstützung gebeten

Geschäftsführerin Gunda Röstel, die deutschlandweit über beste Beziehungen verfügt, aber auch weitere Mitarbeiterinnen wie Kristin Michalek-Götz aus der Marketingabteilung telefonieren und schicken viele E-Mails, um Unternehmen aus der Branche und andere Kommunen um Unterstützung zu bitten. Mit Erfolg. Binnen weniger Tage kommen Notstromaggregate, mobile Pumpwerke und weitere technische Anlagen aus ganz Deutschland − unter anderem aus Köln, Hamburg, Leipzig, Chemnitz, Plauen und Hannover. Das für die Abwasserentsorgung zuständige Schwester-Unternehmen aus Bremen hat zudem noch einen finanziellen Beitrag für die Beschaffung der angefragten Materialien geleistet.

Währenddessen stellt Teamleiter Thomas Würfel, der auch für den Fuhrpark der Stadtentwässerung zuständig ist, bereits die Schwertransporte zusammen. „Aber es war sehr kompliziert, Speditionsunternehmen zu finden, die ins Kriegsgebiet fahren“, verweist Strothteicher auf eine besondere Hürde. Dabei helfen Ukrainer, die hier leben. Letztlich gelingt es ihnen, Speditionen mit Fahrern aus ihrem Land zu finden, die das übernehmen. Und das binnen kurzer Zeit.

Schwertransporte sind gut in der Ukraine angekommen

Vier Tage nach dem ersten Hilferuf starten die Schwertransporte am Freitagabend – zwei in Dresden, zwei weitere in Kiel, wo gebrauchte Anlagen schnell gekauft werden konnten. Auf den Tiefladern stehen zehn große und auch kleine Notstromaggregate, die teilweise fahrbar sind und wie Lkw-Anhänger aussehen, mit einer Leistung von bis zu 500 Kilowatt. Mit verladen sind Schaltschränke, Trafos, gewaltige Kabel und weitere Elektroanlagen. In Kaditz hatten viele Kollegen bis Freitagnacht um elf gearbeitet, damit der Hilfskonvoi zur über 800 km langen Tour starten kann.

Die Schwertransporte müssen zwar lange an der polnisch-ukrainischen Grenze warten. Doch am Montagmorgen meldet sich der Voda-Kanal-Chef Dmytro Vankovich aus Lviv, der sich über den eingetroffenen Konvoi freut und sich für die ungewöhnlich schnelle Dresdner Hilfe bedankt. Eine Woche später startet der zweite Transport mit Notstromaggregaten, der ebenfalls nach drei Tagen ankommt. „Das war ein Kraftakt“, sagt Strothteicher. Es sei eine gewaltige Herausforderung gewesen, das alles in so kurzer Zeit zu schaffen.

Hilfe ist weiter nötig

Die Hilfe ist dringend nötig. Lviv ist durch vor dem Krieg geflohene Ukrainer fast zur Millionenstadt geworden. Zwar blieb die Stadt selbst lange von russischen Angriffen verschont, wurde aber Ende März zum Ziel russischer Raketen.

Die Hilfe für Betriebe der Branche in der Ukraine sei auch weiter nötig. Jetzt kümmert sich jedoch der Verband kommunaler Unternehmen deutschlandweit darum.

Weitere Informationen: www.stadtentwaesserung-dresden.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Landkreis und Stadt Osnabrück rufen zum Wassersparen auf
Enge Zusammenarbeit bei der Flussgebietsbewirtschaftung der Oberen Havel angekündigt
ELLA: Neue Organisation zum Schutz von Europas Seen

Passende Firmen zum Thema:

WEHRLE-WERK AG

Themen: Industriewasser | Abwasserbehandlung

Mit den drei Geschäftsbereichen Energietechnik, Umwelttechnik, Fertigung und mehreren internationalen Tochtergesellschaften und Partnern entwickelt, plant, liefert und betreibt WEHRLE Anlagen und Komponenten zur Energieerzeugung aus Verbrennungsprozessen, Klärschlammverbrennung zur

Publikationen

Quality Assurance and modern data management

Quality Assurance and modern data management

Autor: Jörg Sebastian
Themenbereich: 3R

...

Zum Produkt

Rehabilitation of large profiles lacking long-term stability

Rehabilitation of large profiles lacking long-term stability

Autor: Dietmar Beckmann / Heinz Doll / Vladimir Lacmanović
Themenbereich: 3R

Many large interceptor sewers, predominantly installed under public roads, have been in use for over 100 years. They are made of brickwork or compressed concrete and often show serious damage, so that it would seem that long-term stability can no ...

Zum Produkt

From the Millennium Development to the Sustainable Development Goals for Drinking Water and Sanitation

From the Millennium Development to the Sustainable Development Goals for Drinking Water and Sanitation

Autor: Roland Werchota / Mark Oelmann / Claudia Freimuth
Themenbereich: gwf - Wasser|Abwasser

According to the UN the Millennium Development Targets with respect to drinking water and sanitation were achieved far ahead of schedule. When taking a closer look, however, this does not reflect the overall picture. In Sub-Saharan Africa, for ...

Zum Produkt

Mehr Publikationen...

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03