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Wupper: Erfolge werden sichtbar

Der Wupperverband und die Bezirksregierung Düsseldorf zogen beim 20. Symposium Flussgebietsmanagement eine positive Bilanz: Lachs und Biber sind zurück in und an der Wupper.

von | 27.06.17

Aktuelles Wupperprojekt der Stadt Wuppertal und des Wupperverbandes im Bereich Werther Brücke / Pfälzer Steg in Barmen

Die Wupper und ihre Nebenbäche standen am 21. und 22. Juni in Wuppertal im Fokus der Fachleute. Beim 20. Symposium Flussgebietsmanagement des Wupperverbandes und der Bezirksregierung Düsseldorf richtete sich der Blick auf Erfolge und Herausforderungen bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL). „Wir können sehr zufrieden sein mit dem, was wir in den letzten 20 Jahren schon erreicht haben“, zog Wupperverbands-Vorstand Georg Wulf Bilanz. „Die Wupper ist auf einem guten Weg und wird zunehmend natürlicher. Nicht nur Lachse kehren zurück, inzwischen scheint sich auch der Biber heimisch zu fühlen. Und die Menschen nehmen den Fluss wieder an und engagieren sich für dieses wichtige Stück Heimat.“

Bessere Wohn- und Lebensqualität

Auch Jörg Matthes, Leiter des Dezernates für Wasserwirtschaft bei der Bezirksregierung Düsseldorf, zog eine positive Bilanz: „Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Anstrengungen, unsere Gewässer ökologisch zu verbessern, auch über die Ökologie hinaus viele Vorteile bewirken.“ So betonte er insbesondere die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Gewässer und die verbesserte Wohn- und Lebensqualität. Außerdem hob Matthes die erfolgreiche Einbindung des Themas Gewässerentwicklung in den Schulunterricht hervor: „Es freut mich, dass wir so auch viele junge Menschen für das Thema begeistern können.“

Weiter Weg bis zum „guten Zustand“

In den vergangenen Jahren hat der Wupperverband viele kanalisierte und begradigte Flussabschnitte wieder in lebendige Flussläufe verwandelt. Diese Arbeit wird weiter fortgesetzt, doch bis zum geforderten „guten Zustand“ der Gewässer ist es noch ein weiter Weg. Zu den Herausforderungen der kommenden Jahre gehören Fragen wie die weitergehende Reinigung in Kläranlagen zur Entfernung von Spurenstoffen, etwa Medikamentenrückständen. Gerade in den dicht besiedelten Industrieregionen Europas stellt sich die Frage, ob und wie die Ziele der Richtlinie bis 2027 erreicht werden können.

Starkregen und Hochwasser

Neben der Entwicklung der Wupper und ihrer Nebenbäche setzte das Symposium einen Schwerpunkt auf die Themen Klimawandel, Starkregen, Sturzfluten und Vorsorgemaßnahmen. Auch im Wuppergebiet sind bereits Auswirkungen des Klimawandels spürbar. Extremereignisse wie Starkregen kommen häufiger vor, auch längere Trockenperioden nehmen zu. Daher gewinnt in den Kommunen der Umgang mit urbanen Sturzfluten an Bedeutung. Neben klassischen Maßnahmen des Hochwasserschutzes an Flüssen wie im aktuellen Projekt von Wupperverband und Stadt Wuppertal am Eschbach in Solingen-Unterburg ist auch Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger erforderlich.

Wupperverband zeichnet Hochschulabsolventen aus

Beim Symposium Flussgebietsmanagement wurden auch drei Preise für Abschlussarbeiten zu wasserwirtschaftlichen Themen verliehen. Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbandes, bei der Preisverleihung: „Alle drei Arbeiten beschäftigten sich mit zentralen Zukunftsthemen, die für uns hochaktuell sind, und liefern daher für unsere Arbeit wichtige Erkenntnisse.“

  • Den ersten Preis, der mit 1.000 Euro dotiert ist, erhielt Jens Meis aus Schwelm. Seine Bachelorarbeit an der Technischen Hochschule Georg Agricola befasste sich mit dem Thema „Ermittlung der Auswirkungen auf die Ablaufwerte bei der Nutzung von Lastverschiebungspotenzialen in kommunalen Kläranlagen“.
  • Der zweite Preis in Höhe von 800 Euro ging an Anna Herdt aus Wuppertal. In ihrer Bachelorarbeit an der Bergischen Universität Wuppertal setzte sie sich mit dem Thema „Risikobasierte Hochwasseranalyse für unterirdische Infrastruktur der Abwasserbehandlung am Beispiel ausgewählter Anlagen des Wupperverbands“ auseinander.
  • Den dritten Preis und 500 Euro erhielt Jonas Zeißler aus Wuppertal. Das Thema seiner Bachelorarbeit an der Bergischen Universität Wuppertal lautete „Ein Blick auf die Kooperation zwischen Wasserwirtschaft und Landwirtschaft im Einzugsgebiet von Talsperren“.

Abschlussarbeiten für 2018 einreichen

Auch im kommenden Jahr wird der Verband erneut Abschlussarbeiten prämieren. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Arbeiten einen Bezug zum Aufgabenspektrum des Wupperverbandes haben und bereits benotet sind. Informationen über mögliche Themen sind hier zu finden, Teilnahmebedingungen zu Einreichung können hier heruntergeladen werden.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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