Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Großprojekt Cottbuser Ostsee-Flutung: Wie eine Bergbaustadt zu einer Hafenstadt wird

Der Braunkohleabbau in Cottbus-Nord ist bereits seit rund drei Jahren Geschichte, nun fiel am 12. April 2019 der Startschuss zur Flutung des ehemaligen Tagebau-Gebietes in der Lausitz. Entstehen wird dort der größte künstliche See Deutschlands. Sweco GmbH wurde damit beauftragt, Objekt- und Fachplanungsleistungen für Ingenieurbauwerke, Wasserbauwerke und Verkehrsanlagen zu übernehmen.

von | 26.04.19

„Wasser marsch“ – Flutungsbeginn am Cottbuser Ostsee (© Foto: Stephan Loos).

Nach mehr als 30 Jahren wurde der Braunkohleabbau in Cottbus-Nord im Dezember 2015 planmäßig eingestellt. Für die Renaturierung und Rekultivierung der Bergbaufolgelandschaft ist die Lausitz Energie Bergbau AG (LEB) und zu einem geringen Teil die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) verantwortlich. Die Sweco GmbH ist mit der Planung aller Bauwerke für die Flutung sowie den späteren Zu- und Ablauf beauftragt.
Der Cottbuser Ostsee wird zu 80 % mit Spreewasser geflutet, das über einen unterirdischen Zuleiter und eine befestigte Rinne in das Seebecken einfließen wird, der Rest resultiert aus dem natürlichen Grundwasseranstieg. Um die ökologische Durchgängigkeit für Fische und wirbellose Kleintiere bis zum Cottbuser Ostsee zu gewährleisten, wird das Auslaufbauwerk im Nordwesten des Sees mit einer Fischtreppe versehen. Der Wasserspiegel des Cottbuser Ostsees kann später durch die von Sweco geplanten wasserbaulichen Anlagen am Zu- und Ablauf reguliert werden.
Der Beginn der Flutung mit Spreewasser wurde unter anderem am 12. April 2019 im Cottbuser Einkaufszentrum Spree-Galerie im Rahmen einer großen Feier inklusive Live-Musik, Gewinnspiel und Live-Übertragung der Flutung zelebriert. Stephan Loos, Ressortleiter für Abfall, Verkehr & Wasser bei Sweco in Finsterwalde und zuständiger Projektleiter, hat das Spektakel ebenfalls verfolgt: „Es war beeindruckend mitzuerleben, wie die ersten Wassermassen in das Seebecken flossen. Wir freuen uns sehr, an der Wandlung von Cottbus von einer Bergbau- zu einer Hafenstadt beteiligt zu sein und sind gespannt auf den weiteren Verlauf des Projektes in den kommenden Jahren.“
Die Arbeiten am Flutungsbauwerk wurden Ende letzten Jahres abgeschlossen, die Flutung selbst soll 2025 beendet sein und dauert damit ganze sechs Jahre an. Der Cottbuser Ostsee wird dann mit einer Wasserfläche von rund 1.900 ha der größte künstlich angelegte See Deutschlands sein.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Arendsee gibt 10.500 Jahre alte Holzfunde frei
Arendsee gibt 10.500 Jahre alte Holzfunde frei

Bei unterwasserarchäologischen Untersuchungen im Arendsee haben Forschende außergewöhnlich gut erhaltene, bis zu 10.500 Jahre alte Hölzer entdeckt. Die Funde könnten von bislang unbekannten Konstruktionen aus der Mittelsteinzeit stammen und neue Erkenntnisse über die Lebensweise damaliger Jäger und Sammler liefern.

mehr lesen
Ecomondo 2026: Wasserwirtschaft und resiliente Infrastrukturen
Ecomondo 2026: Wasserwirtschaft und resiliente Infrastrukturen

Vom 3. bis 6. November 2026 bringt die Ecomondo in Rimini Unternehmen, Versorger, Forschung und Politik aus der Green, Blue und Circular Economy zusammen. Für die Wasserwirtschaft stehen unter anderem Wasser- und Abwasserbehandlung, resiliente Infrastrukturen, Digitalisierung, Wasserwiederverwendung und die europäische Wasserpolitik im Mittelpunkt.

mehr lesen
DVGW-Kongress: EU-Vorgaben für Trinkwassermaterialien
DVGW-Kongress: EU-Vorgaben für Trinkwassermaterialien

Welche komplexen europäischen Regelungen ab dem 31.12.2026 gelten, beleuchtet der DVGW-Kongress am 17. November 2026 (online). Im Fokus stehen die neuen EU-Regularien für Materialien im Kontakt mit Trinkwasser: Europaweite Positivlisten, Zertifizierung und Konformitätsbewertung lösen die bisherigen nationalen UBA-Bewertungsgrundlagen ab – diese bleiben unter bestimmten Voraussetzungen nur noch bis maximal 2032 anwendbar. Offene Fragen reichen vom Umgang mit Bestandsprodukten bis zu Bleigrenzwerten bei metallenen Werkstoffen.

mehr lesen
Innovationspreis für Echtzeitmonitoring im Gewässerschutz
Innovationspreis für Echtzeitmonitoring im Gewässerschutz

Das Projekt „Mehr Wasser für die Aue“ verbindet Gewässerentwicklung mit modernem Echtzeitmonitoring. Dafür wurden wilde-natur.org und der UHV 20 „Untere Oste“ beim niedersächsischen Gewässerwettbewerb „Bach im Fluss 26“ mit dem Innovationspreis ausgezeichnet.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03