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Talsperre mit Atemnot

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Thema:
Autor: Jonas Völker

Talsperre mit Atemnot

Für diese sogenannte Tiefenwasserbelüftung hat der Ruhrverband kurzfristig eine Tankanlage für flüssigen Sauerstoff und einen Verdampfer aufbauen lassen. Der Sauerstoff wird über perforierte Leitungen in das Wasser eingeperlt, die auf dem Seegrund vor der Staumauer platziert wurden. Er geht sehr schnell in Lösung und wird damit für Fische verfügbar.

Temperaturschichtung bringt Sauerstoffmangel

Die „Beatmung“ wird notwendig durch ein natürliches Phänomen, das alle tieferen Seen und Talsperren betrifft: Das Wasser schichtet sich zwischen Frühjahr und Herbst temperaturmäßig ein. Das heißt, physikalisch bedingt durch die Dichteanomalie sammelt sich 4 Grad kaltes Wasser am Seegrund. Dadurch nimmt die Temperatur in Richtung Seeoberfläche sprunghaft zu. Dieses relativ stabile System wird erst durch Herbststürme, kühlere Temperaturen und erhöhte Zuflüsse meist ab Oktober wieder aufgelöst. Trifft eine derartige Schichtung nun auf weitere klimatische Randbedingungen, zum Beispiel besondere Temperaturverläufe, Sonneneinstrahlung oder Regenereignisse, kann es vorkommen, dass durch sauerstoffzehrende Abbauprozesse des abgestorbenen Phyto- und Zooplanktons in bestimmten Wasserschichten der Sauerstoffgehalt im Wasser stark abnimmt.

Hilfe für die kleine Maräne

Das ist derzeit in der Möhnetalsperre in einer Wassertiefe von etwa zwölf Metern der Fall. Im Rahmen der ständigen fachkundigen Überwachung seiner Talsperren stellte der Ruhrverband fest, dass der Sauerstoffgehalt in dieser Wassertiefe stark abgenommen hat. An den anderen Talsperren des Ruhrverbands ist das in diesem Jahr nicht der Fall. Da kälteliebende Fischarten, insbesondere die kleine Maräne, lieber im kalten Tiefenwasser verweilen, besteht die Gefahr, dass die Fische zu wenig Sauerstoff zur Verfügung haben.

50 Tonnen Sauerstoff

Nach Erfahrungen aus dem Jahr 2013, als eine ähnliche Maßnahme erforderlich wurde, müssen etwa 50 Tonnen reiner Sauerstoff im Laufe von rund vier bis sechs Wochen, also bis etwa Anfang Oktober eingebracht werden. Mit der Auflösung der natürlichen Temperaturschichtung wird der Sauerstoffgehalt im Herbst wieder in jeder Tiefe ein ähnliches Niveau annehmen. Die Kosten für die Maßnahme beziffert der Ruhrverband mit rund 40.000 Euro.

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