Suche...
Generic filters
Filter by Themen
Abwasserbehandlung
Analytik & Hygiene
Digitalisierung
Energie
Engineering
Events
gwf - Wasser|Abwasser
Industriewasser
Kosten & Tarife
Nachhaltigkeit & Umweltschutz
Netze
Politik
Recht & Regelwerk
Wasser & Abwasser
Wasseraufbereitung
Wassergewinnung
Wasserstress
Water Solutions
Filter by Kategorien
Branche
Forschung & Entwicklung
Leute
People
Products & Solutions
Produkte & Verfahren
Publications
Publikationen
Sonstiges
Trade & Industry
Filter by Kategorien
Firmenverzeichnis
Geschützte Downloads
Mediadaten
Öffentliche Downloads
Filter by Veranstaltungsschlagworte
abwasser
ACHEMA
Automatisierung
FDBR
Hydrologie
kanalnetze
MSR
Talsperren
trinkwasser
wasseraufbereitung
wasserbau
Wassernetze
Wasserversorgung

Vom Wasserwerk zum Wasserkraftwerk

Kategorie:
Themen: | |
Autor: Jonas Völker

Vom Wasserwerk zum Wasserkraftwerk

Die Wasserbeschaffung Mittlere Ruhr GmbH (WMR), eine Tochtergesellschaft der Gelsenwasser AG und der Stadtwerke Bochum, hat im Ruhrtal in Bochum mit den vorbereitenden Arbeiten zum Ausbau der Ökostromproduktion im Wasserkraftwerk Stiepel begonnen. Mit einem Spatenstich gab WMR-Geschäftsführer Frank Thiel den offiziellen Auftakt zum Umbau der Wasserkraftanlage und zur Errichtung eines Fischaufstiegs. Statt wie bisher zwei sollen nun vier der vorhandenen Kaplanturbinen mit Generatoren zur regenerativen Stromerzeugung ausgestattet werden. Auf diese Weise wird die WMR am Standort Bochum-Stiepel jährlich rund 5,4 Mio. Kilowattstunden Strom aus Wasserkraft erzeugen.

Ökostrom für 2.000 Haushalte

Das ehemalige Wasserwerk Stiepel verfügt über insgesamt sechs Kaplanturbinen. Davon wurden bis zur Einstellung der Trinkwasserförderung im November 2015 vier Turbinen zum Antrieb der Trinkwasserförderpumpen genutzt. Zwei Turbinen wurden bereits 1995 auf Generatorbetrieb umgestellt, um regenerativen Strom aus Wasserkraft zu gewinnen. Diese beiden Turbinen werden nun ertüchtigt und zwei weitere Turbinen mit Generatoren zur Stromerzeugung ausgestattet, so dass künftig vier Kaplanturbinen zur Stromproduktion genutzt werden können. „Nach Abschluss der Arbeiten können wir mit dem Ökostrom aus Stiepel umgerechnet mindestens 2.000 Haushalte versorgen. Der Ausbau stellt sowohl wirtschaftlich als auch technisch die beste Lösung dar“, berichtet Frank Thiel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum und der WMR.

100 Jahre Trinkwasserförderung

Gemeinsam investieren Stadtwerke Bochum und Gelsenwasser am Standort Stiepel rund 2,6 Mio. Euro in die Modernisierung der Stromerzeugung. „Wir haben alle Erweiterungsoptionen umfassend geprüft. In der nun gewählten Variante können die vier Turbinengeneratoren optimal ausgelastet und Reparaturen oder Maschinenausfälle besser kompensiert werden“, erläutert Dr. Dirk Waider, Mitglied des Vorstandes der Gelsenwasser AG und Geschäftsführer der WMR. Die Arbeiten zur Modernisierung des Wasserkraftwerks sollen bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Parallel ist die Errichtung einer Fischaufstiegsanlage direkt neben dem Gebäude des Wasserkraftwerks geplant.

Stilllegung war die wirtschaftlichere Alternative

Nach mehr als 100 Jahren war im November 2015 die Trinkwasserförderung im Wasserwerk Stiepel von zuletzt rund 14 Mio. Kubikmetern jährlich eingestellt worden. Hintergrund war die Aufforderung der NRW-Landesregierung an die Wasserwerke an der Ruhr im Jahr 2010, zum vorbeugenden Gesundheitsschutz die Wasseraufbereitungen um eine Flockungs-, Ozonungs- und Aktivkohleadsorptionsstufe sowie eine UV-Desinfektion zu ergänzen. Das Wasserwerk in Bochum-Stiepel erfüllte die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung, hätte aber um eine neue Ozonung und Aktivkohleadsorption ergänzt werden müssen. Geschätzte Kosten: rund 20 Mio. Euro. Die wirtschaftlichere Alternative war die Anbindung des Bochumer Wassernetzes an das Wasserwerk Witten der Wasserwerke Westfalen GmbH, das sich bereits in der Modernisierung befindet. Die Bochumer werden seitdem vollständig aus Witten und Essen versorgt.

Das könnte Sie auch interessieren:

Wasser als Schlüssel für neue Ressourcenkreisläufe
Hacker unterstützen im Kampf gegen Hochwasser
Hochwasserschutz: Neuer Bundesraumordnungsplan schließt Bauen in gefährdeten Gebieten aus

Passende Firmen zum Thema:

WEHRLE Umwelt GmbH

Themen: Industriewasser | Wasseraufbereitung | Abwasserbehandlung

Mit den drei Geschäftsbereichen Energietechnik, Umwelttechnik, Fertigung und mehreren internationalen Tochtergesellschaften und Partnern entwickelt, plant, liefert und betreibt WEHRLE Anlagen und Komponenten zur Energieerzeugung aus Verbrennungsprozessen, Klärschlammverbrennung zur

Thema: Netze

Publikationen

Umstrukturierung der Grundwasseranreicherung im Wasserwerk Neckartailfingen von offenen Becken in Sickerschlitzgräben

Umstrukturierung der Grundwasseranreicherung im Wasserwerk Neckartailfingen von offenen Becken in Sickerschlitzgräben

Autor: Christoph Treskatis / Christina Wenzel / Felix Kuntsche / Ewald Ocker
Themenbereich: gwf - Wasser|Abwasser
Erscheinungsjahr: 2015

Im Wasserwerk Neckartailfingen wird das nutzbare Grundwasserdargebot für die Trinkwassergewinnung durch die Anreicherung mit vorgereinigtem Neckarwasser erhöht. Zur Verlängerung der Standzeiten der Beckenfüllungen und Reduzierung des ...

Zum Produkt

Konzept zur Aufbereitung tropischer Oberflächenwässer zu Trinkwasser am Beispiel von Brasília DF, Brasilien

Konzept zur Aufbereitung tropischer Oberflächenwässer zu Trinkwasser am Beispiel von Brasília DF, Brasilien

Autor: Ekaterina Vasyukova / Irene Slavik / Wolfgang Uhl / Fuad Braga / Claudia Simões / Tânia Baylão / Klaus Neder
Themenbereich: gwf - Wasser|Abwasser
Erscheinungsjahr: 2015

Für die Abschätzung möglicher Strategien zur Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen bei der Trinkwasserversorgung der Hauptstadt Brasiliens, Brasília DF, fand eine Analyse der gegenwärtigen Wasserversorgungssituation statt. Daraus ...

Zum Produkt

Elektrodialyse zur Entfernung von ionischen Wasserinhaltsstoffen in der Trinkwasseraufbereitung

Elektrodialyse zur Entfernung von ionischen Wasserinhaltsstoffen in der Trinkwasseraufbereitung

Autor: Uwe Müller / Hans Groß / Hans-Jürgen Rapp
Themenbereich: gwf - Wasser|Abwasser
Erscheinungsjahr: 2014

Neuentwicklungen in der Elektrodialyse kombinieren energieeffiziente Membranen mit fortschrittlicher Spacer- und Modulbautechnik. Der Artikel beleuchtet die Potenziale dieser Technik zur Trinkwasseraufbereitung. Verschiedene Typen von ...

Zum Produkt

Mehr Publikationen...

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03