Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Die Zukunft auf der Agenda

Es ging um nicht weniger als die Zukunft der Wasserver- und Abwasserentsorgung: Wer den aktuellen Stand von morgen sehen wollte, war am 20. und 21. April bei der INIS-Abschlusskonferenz in Berlin.

von | 20.04.16

Intensiver Expertenaustausch: INIS-Abschlusskonferenz im ehemaligen DDR-Staatsratsgebäude in Berlin

 „Zukunftsfähige Wasserinfrastrukturen“ war der Titel der INIS-Abschlusskonferenz in der Hauptstadt. Die Abkürzung steht für „Intelligente und multifunktionelle Infrastruktursysteme für eine zukunftsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung“, dahinter steckt eine Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Vorträge und Marktplatz

Rund 250 Wasserexperten verfolgten interessiert an zwei Tagen die Ergebnisse von 13 Projekten. Ein Marktplatz bot Gelegenheit zu vertiefenden Gesprächen und weiteren Kontakten. Die Themenpalette war weit gefächert und reichte vom Hygienemonitoring über die dezentrale Grauwasserbehandlung mit Algen oder urbane Regenwasserbewirtschaftung bis hin zu Niederschlagsmodellen. Schnell zeigte sich, dass die Zukunftsfaktoren Energiewende, demographischer Wandel und Klimawandel auch im Wasser- und Abwasserbereich die großen Treiber der Entwicklung sind. 

Botschaften an Politik und Praxis

Wo seinerzeit der DDR-Staatsrat tagte, wurde die Zukunft der gesamtdeutschen Wasserinfrastruktur analysiert, wurden Ziele identifiziert und ein möglicher Kurs abgesteckt. Zu den Erkenntnissen, die von der INIS-Konferenz als Botschaften an Politik und Praxis ausgehen, gehören die Bedeutung eines intelligenten Betriebs für die Optimierung, die Tatsache, dass Abwasser eine Ressource ist, dass der Begriff „Energieeffizienz“ für Wasserinfrastrukturen neu geschärft werden muss und dass multifunktionelle Infrastrukturen immer eine ganzheitliche Bewertung erforden.
Über die Ergebnisse der zweitägigen Konferenz und die interessantesten Projekt halten wir Sie an dieser Stelle und in der Print-Ausgabe der gwf-Wasser|Abwasser auf dem Laufenden.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Neue KI soll Extremwetter besser vorhersagen
Neue KI soll Extremwetter besser vorhersagen

Ein Forschungsteam der ETH Zürich hat ein neues KI-Modell entwickelt, das Zusammenhänge zwischen Atmosphäre, Landoberfläche und Wasserkreislauf analysieren kann. Das sogenannte „Earth System Foundation Model“ soll dabei helfen, Wetterextreme wie Stürme oder Dürren besser zu verstehen und vorherzusagen. Die KI kann zudem fehlende Daten ergänzen und unterschiedliche Umwelt- und Wetterdaten gemeinsam auswerten. Getestet wurde das Modell unter anderem am Supertaifun Doksuri, dessen Entwicklung und Ausbreitung die KI mit hoher Genauigkeit rekonstruieren konnte.

mehr lesen
Regen für die Wüste: Hohenheimer Forschung untersucht neue Ansätze
Regen für die Wüste: Hohenheimer Forschung untersucht neue Ansätze

Große Solarparks könnten in trockenen Regionen künftig nicht nur Strom erzeugen, sondern auch das lokale Klima beeinflussen. Forschende der Universität Hohenheim untersuchen, ob sich durch riesige Solaranlagen und künstlich angelegte Dünen mehr Niederschlag in Wüstengebieten erzeugen lässt. Hintergrund ist, dass dunkle Flächen Sonnenwärme aufnehmen und dadurch Luftströmungen verändern können. Langfristig könnte dieser Ansatz helfen, extrem trockene Regionen teilweise wieder fruchtbarer zu machen.

mehr lesen
Neuer Ansatz gegen Nitrat im Trinkwasser
Neuer Ansatz gegen Nitrat im Trinkwasser

Nitratdünger steigert Ernten, belastet aber das Trinkwasser. Forschende der Universität des Saarlandes und der Universität Graz entwickeln nun eine Membran, die Nitrat nicht nur filtert, sondern möglichst zu harmlosem Stickstoff umwandelt.

mehr lesen
Emschergenossenschaft investiert in Hochwasserschutz und Gewässerumbau
Emschergenossenschaft investiert in Hochwasserschutz und Gewässerumbau

Die Emschergenossenschaft treibt zentrale Projekte zur Klimafolgenanpassung im Ruhrgebiet weiter voran. Im Fokus stehen der Ausbau des Hochwasserschutzes sowie die ökologische Verbesserung von Gewässern wie dem Hörder Bach oder der Aspelflötte. Dafür plant der Wasserwirtschaftsverband jährliche Investitionen von rund 300 Millionen Euro. Aktuelle Maßnahmen reichen von der Sanierung der Emscher-Deiche bis hin zu umfangreichen Renaturierungsprojekten in Dortmund und Bottrop

mehr lesen
„Der Mensch bleibt die letzte Entscheidungsinstanz“
„Der Mensch bleibt die letzte Entscheidungsinstanz“

Die Wasserversorgung steht längst mitten im digitalen Umbruch – doch je stärker Systeme, Daten und Prozesse vernetzt werden, desto größer werden auch die Angriffsflächen. Dr.-Ing. Dirk Waider, Vorstand von Gelsenwasser, spricht im Interview über Cyberbedrohungen, Datensouveränität, die Rolle von KI als Entscheidungshilfe und die Frage, wie sich Versorgungssicherheit in einer zunehmend fragilen Welt realistisch organisieren lässt.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

cleanwells GbR

Thema: Wassergewinnung

AIXTRACTOR® 1.0 – 10.0 Zertifiziert durch: DVGW, ELY, dwi,

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03