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Ergebnisse aus Phase 2 des Stakeholder-Dialogs zur Spurenstoffstrategie liegen vor

Die Spurenstoffstrategie des Bundes zielt darauf ab, den Eintrag von relevanten Spurenstoffen in die aquatische Umwelt zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Die beteiligten Stakeholder (Vertreter aus Unternehmen, Umweltverbänden, Wasserwirtschaft, Ländern und Kommunen) haben nun in Phase 2 Maßnahmen und Vorgehensweisen zum Umgang mit Spurenstoffen im Rahmen ihres jeweiligen Verantwortungsbereichs diskutiert und erarbeitet sowie Rahmenbedingungen identifiziert, die das Bundesumweltministerium für deren erfolgreiche Umsetzung schaffen muss.

von | 20.03.19

Bundesumweltministerin Svenja Schulze sprach am 19. März 2019 einleitende Worte auf der Abschlussveranstaltung des Stakeholder-Dialogs „Spurenstoffstrategie des Bundes“ (© BMU/Sascha Hilgers).
Stakeholder-Dialog "Spurenstoffstrategie des Bundes"

Nach dem in Phase 1 des Dialogs Handlungsempfehlungen zur Spurenstoffstrategie erarbeitet und in Form eines Policy Papers veröffentlicht worden waren, haben die beteiligten Stakeholder (Vertreter aus Unternehmen, Umweltverbänden, Wasserwirtschaft, Ländern und Kommunen) nun in Phase 2 Maßnahmen und Vorgehensweisen zum Umgang mit Spurenstoffen im Rahmen ihres jeweiligen Verantwortungsbereichs diskutiert und erarbeitet sowie Rahmenbedingungen identifiziert, die das Bundesumweltministerium für deren erfolgreiche Umsetzung schaffen muss. Alle Beteiligten wollen die neuen Maßnahmen zunächst in einer einjährigen Pilotphase testen.
Auf Basis der so gewonnenen Erkenntnisse soll eine gemeinsame, umfassende Spurenstoffstrategie entwickelt werden:

  • Um mehr Klarheit darüber zu bekommen, welche Spurenstoffe für den Gewässerschutz besonders relevant sind, haben die Dialogteilnehmer gemeinsame Bewertungskriterien festgelegt.
  • Die Hersteller haben sich dazu bekannt, konkrete Minderungsmaßnahmen für einzelne dieser Spurenstoffe zu ergreifen.
  • Die Teilnehmer haben einen Orientierungsrahmen formuliert, um zu prüfen, an welchen Kläranlagen in Deutschland eine erweiterte Abwasserbehandlung zur Elimination von Spurenstoffen besonders sinnvoll ist. Die Länder können anhand dieses Rahmens Kläranlagen identifizieren, die dahingehend nachgerüstet werden sollen.
  • Eine Substanzgruppe, die vermehrt in Gewässern nachweisbar ist, sind jodierte Röntgenkontrastmittel. Diese sind extrem langlebig. Auch wenn es noch keinen Nachweis über ihre Umweltschädlichkeit gibt, werden die beteiligten Akteure prüfen, wie sie diese noch vor Ort in der Praxis oder im Krankenhaus zurückhalten können statt sie im Abwasser zu entsorgen.
  • Durch gemeinsame Informationskampagnen sollen Verbraucherinnen und Verbraucher für den gewässerschonenden Umgang mit diesen Stoffen sensibilisiert werden.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Immer häufiger finden wir Rückstände von Arzneimitteln und anderen Chemikalien in unseren Gewässern. Dort gehören sie nicht hin: Sie können der Umwelt schaden und die Trinkwassergewinnung erschweren. Ich freue mich, dass wir uns mit den beteiligten Akteuren auf zusätzliche Maßnahmen einigen konnten. Wir werden den Eintrag von Spurenstoffen in Gewässer reduzieren – von der Quelle bis zur Kläranlage.“
BMU/UBA (Hrsg.) (2019): Ergebnispapier – Ergebnisse der Phase 2 des Stakeholder-Dialogs „Spurenstoffstrategie des Bundes“ zur Umsetzung von Maßnahmen für die Reduktion von Spurenstoffeinträgen in die Gewässer. Eds.: Hillenbrand, T.; Tettenborn, F.; Bloser, M.; Bonn: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit/Dessau: Umweltbundesamt.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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