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Wasserrucksack PAUL: Ein Geschenk, das Leben rettet

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Themen: |
Autor: Jonas Völker

Wasserrucksack PAUL: Ein Geschenk, das Leben rettet

Insgesamt hat die Stiftung 25 der mobilen Anlagen gespendet sowie den Transport in ihre Einsatzgebiete an Hilfsorganisationen. Der Vorschlag dazu kam von einigen Mitarbeitern der DBU anlässlich des 25. Geburtstags der Stiftung. Entwickelt wurde der Wasserrucksack an der Universität Kassel ‒ fachlich und finanziell gefördert von der DBU.
„Nachdem wir PAUL nach dem Erdbeben in Haiti 2010 und auch in einem Schulungsprojekt für Dorfgemeinschaften in Indien erfolgreich einsetzen konnten, freuen wir uns, auch außerhalb von Katastrophen vielen Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, dauerhaft helfen zu können“, erklärte Albert Recknagel, Vorstandssprecher von terre des hommes. „Sauberes Wasser rettet Leben. Jährlich sterben rund 1,5 Millionen Kinder an Magen- und Darmerkrankungen, die auf verunreinigtes Trinkwasser zurückzuführen sind.“ Das Kinderhilfswerk organisiert nun den Transport der Rücksäcke nach Afrika, alles Weitere übernehmen Organisationen vor Ort.

PAULs werden in Mosambik, Sambia und Simbabwe eingesetzt

Fünf PAULs gehen laut Recknagel an den Verein „Wona Sanana“, der sich für frühkindliche Bildung einsetzt. Die Wasserrucksäcke sollen in Kommunen Mosambiks vor allem Kindergarten- und Grundschulkinder mit sauberem Wasser versorgen. Auch im Dorf Chitakatira in Simbabwe werden mithilfe der Nichtregierungsorganisation „Nhaka Foundation“ bald Kindergartenkinder in den Genuss sauberen Trink- anstatt unbehandelten Flusswassers kommen. „Die übrigen zwei PAULs werden an ein Ausbildungszentrum in Kazungula in Sambia und eines in Lower Gweru in Simbabwe gespendet. Die Partnerorganisationen ‚Midlands Aids Service Organisation‘ und ‚Environment Africa‘ bilden in den Zentren arbeitslose Jugendliche in Wassermanagement, standortgerechter Landwirtschaft und Erneuerbaren Energien aus“, so Recknagel.

Knapp 3.000 PAULs mittlerweile weltweit im Einsatz

Blau und mobil rettet er Leben: Der Wasserrucksack „PAUL“ (Portable Aqua Unit for Lifesaving) wurde vor rund zehn Jahren als DBU-Förderprojekt für die prekäre Situation nach Naturkatastrophen entwickelt. Bonde: „Überlebende müssen dann schnell mit sauberem Trinkwasser versorgt werden, denn verseuchtes Wasser führt zu gravierenden Erkrankungen bis hin zu Epidemien.“ Zwar gebe es Trinkwasseraufbereitungsanlagen für die mobile Notfallversorgung. Doch die seien meist technisch sehr aufwändig und hätten einen hohen Personal- und Energiebedarf. Oft müssten Chemikalien eingesetzt werden. Auch Transport und Inbetriebnahme solcher Anlagen seien logistisch schwierig und dauerten oft zu lange. PAUL hingegen benötigt keinen Strom oder Chemikalien. Bis zu 2.500 Liter Wasser pro Tag kann eine einzelne Filteranlage von Bakterien und Verunreinigungen befreien. „Zu Beginn sollte der Wasserrucksack nur als Ersthilfemaßnahme in Katastrophengebieten für sauberes Trinkwasser sorgen. Doch weil er so überzeugte, wird er häufig auch für die stationäre Wasserversorgung benutzt“, so Bonde. Knapp 3.000 PAULs seien mittlerweile weltweit im Einsatz.
Filmmaterial zum Einsatz von PAUL in Indien:

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