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Nach Wassernot kommt Hungersnot

Am 16. Oktober ist UN-Welternährungstag. Ernährungssicherheit steht auf der Agenda 2030 weit oben. Doch die ist ohne nachhaltigen Umgang mit den Wasserressourcen nicht zu erreichen.

von | 16.10.17

In vielen Regionen mit intensiver landwirtschaftlicher Bewässerung werden Grundwasservorräte so stark übernutzt, dass der Grundwasserspiegel drastisch sinkt.

Fast die Hälfte der globalen landwirtschaftlichen Bewässerung speist sich aus Grundwasser – einer Quelle, die in vielen Regionen massiv übernutzt wird. Der künftige Umgang mit den verfügbaren Grundwasserressourcen wird darum für die Ernährung der Weltbevölkerung entscheidend sein. Wasserforscher Thomas Kluge vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung zeigt Lösungen für eine nachhaltige Grundwassernutzung auf.

Die Grundwasserspeicher leeren sich

In vielen Teilen der Welt werden Grundwasservorräte so stark übernutzt, dass der Grundwasserspiegel drastisch sinkt. Betroffen sind Regionen mit intensiver landwirtschaftlicher Bewässerung beispielsweise in den USA, in China, Pakistan, Süd- und Westindien und im Nahen Osten. Aber auch in Europa leeren sich die Grundwasserspeicher, etwa in Spanien, Südfrankreich, Bulgarien und Griechenland. „Der extreme Zugriff auf das Grundwasser führt vor allem in trockenen und halbtrockenen Gebieten dazu, dass die sogenannten Ausgleichspuffer verschwinden“, sagt ISOE-Wasserforscher Thomas Kluge. „Seen, Feuchtgebiete und Flüsse trocknen aus, ein Problem, das durch den Klimawandel noch verschärft wird.“ Denn steigende Temperaturen erhöhen die Verdunstungsrate, entsprechend weniger Grundwasser kann sich neu bilden. „Damit steigt das Risiko für die Ernährungssicherung“, sagt Kluge, „weil die Nahrungsmittelproduktion auf Grundwasservorräte angewiesen ist. Wenn der Umgang mit der Ressource nicht nachhaltig reguliert wird, kommt es zwangsläufig zu Engpässen in der Lebensmittelproduktion.“

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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