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Morddrohung: Christina Schulze Föcking vom Ministeramt zurückgetreten

Lesen Sie im Wortlaut die Erklärung der NRW-Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz zu Ihrem Rücktritt.

von | 15.05.18

Auf dem Bild ist Christina Schulze Föcking bei der Vereidigung durch Landtagspräsident Kuper Land NRW zu sehen. Die NRW-Ministerin ist am 15. Mai 2018 aus dem Amt zurückgetreten (Foto: Land NRW, M. Hermenau).

„Nach vielen Jahren des ehrenamtlichen Engagements für den ländlichen Raum bin ich vor einigen Jahren gerne der Einladung gefolgt, mich auch politisch zu engagieren.
Seit 2010 bin ich direktgewählte Abgeordnete meines Heimatwahlkreises Steinfurt.
Es war mir eine große Ehre, als Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz meine Heimat Nordrhein-Westfalen mitgestalten zu können.
Ich stehe auch heute zu allen inhaltlichen Entscheidungen, die ich in diesem Amt getroffen habe.
In den vergangenen Monaten und Wochen habe ich jedoch in anonymen Briefen und ganz offen im Internet Drohungen gegen meine Person, meine Gesundheit und mein Leben erfahren, die ich nie für möglich gehalten hätte und die das Maß des menschlich Zumutbaren weit überschritten haben.
Die Aggressivität der Angriffe hat mich in eine ständige Anspannung versetzt – und nicht nur mich: Der Preis meines politischen Amtes für meine Familie ist zu hoch.
Deshalb trete ich von meinem Amt als Ministerin zurück. Ich danke all jenen, die mir persönlich Rückendeckung gegeben haben und den Blick für den Menschen im Amt nicht verloren haben.
Der Koalitionsvertrag mit seinen vielfältigen Ansätzen zur Stärkung unserer ländlichen Räume bleibt das Programm der NRW-Koalition. Als Abgeordnete werde ich an der Umsetzung weiter mitwirken – und mich für die Menschen, die mir in meinem westfälischen Wahlkreis ihr Vertrauen geschenkt haben, weiterhin in Düsseldorf einsetzen.“
Quelle: Umweltministerium NRW.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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