Mit der Inbetriebnahme der vom luxemburgischen Unternehmen Apateq gebauten Anlage will die Gemeinde Mörbylånga ihren bis dato ansteigenden Engpass in der Wasserversorgung besonders in den Sommermonaten überwinden. Der steigende Wasserbedarf durch Urlauber, die ihre Sommerferien auf Öland verbringen, sowie durch die heimische Industrie hatte in der Vergangenheit dazu geführt, dass Frischwasser in Tankwagen vom Kontinent auf die Insel transportiert werden musste.
In der neuen Anlage werden Brackwasser und vorbehandeltes Prozesswasser aus der Industrie zu Frischwasser aufgebereitet. Dies wird ermöglicht durch eine von der Apateq über Jahre hinweg entwickelten Kombination verschiedener Aufbereitungstechniken einschließlich angepasster Software. Letztere erlaubt es, den Anlagenbetrieb automatisch an unterschiedliche Rohwasserqualitäten anzupassen.
Die Wasseraufbereitung findet in einem eigens dafür erstellten neuen Gebäude statt. Das Rohwasser durchläuft eine Vorbehandlungsstufe, gefolgt von einer Ultrafiltrations- und einer Umkehrosmosestufe. Das Permeat der Umkehrsosmose wird entsprechend den schwedischen und internationalen Vorgaben für Trinkwasser desinfiziert und remineralisiert. Die Anlage wurde für eine Kapazität von 500 – 4.000 m3/d konzipiert, die je nach Jahreszeit gebraucht werden.
Laut Aussage des technischen Geschäftsführers von Apatec, Ulrich, Bäuerle, ist die in Mörbylånga errichtete Anlage die erste in ihrer Form in ganz Europa. Systeme zur direkten Abwasserwiederverwendung seien bisher erst in Namibia und den USA installiert worden. Im Hinblick auf die Herausforderungen durch Bevölkerungswachstum und Klimawandel würden smarte Systeme zur Wasserrückgewinnung in Zukunft immer wichtiger.
Weitere Informationen bietet die Webseite des Unternehmens, www.apateq.com
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