Filter by Themen
Filter by Kategorien
Filter by Veranstaltungsschlagworte
FS Logoi

Wasserbetriebe lassen es regnen

In einem Pilotprojekt beregnen die Berliner Wasserbetriebe in den nächsten zwei Jahren den Barssee im Grunewald. Sie untersuchen dabei, wie der Schutz der Berliner Moore und die Sicherung der Trinkwasserversorgung durch die nahe gelegenen Wasserwerke Tiefwerder und Beelitzhof miteinander in Einklang gebracht werden können.

von | 14.07.20

Moore benötigen besonders mineral- und nährstoffarmes und eher saures Wasser. Dieses wird auf der Moorfläche verregnet (Quelle: Berliner Wasserbetriebe).

In einem Pilotprojekt beregnen die Berliner Wasserbetriebe in den nächsten zwei Jahren den Barssee im Grunewald. Dieser See, der eigentlich ein Verlandungsmoor ist, ist durch Grundwasserabsenkung und zunehmende Dürrephasen in Gefahr. Um die Lebensbedingungen für seltene Tiere und Pflanzen in diesem sogenannten Schwingrasenmoor wieder zu verbessern, haben die Wasserbetriebe dort, unterstützt durch die Senatsverwaltung für Verkehr, Umwelt und Klimaschutz sowie die Berliner Forsten, eine sogenannte Umkehrosmoseanlage gebaut. Sie entmineralisiert das Berliner Wasser und verändert den pH-Wert. Denn Moore benötigen – anders als Menschen – besonders mineral- und nährstoffarmes und eher saures Wasser. Dieses wird auf der Moorfläche verregnet.

Naturschutz und Trinkwasserförderung gehören zusammen

„Mit diesem Projekt zeigen wir, dass Naturschutz und Trinkwasserförderung zusammengehören“, sagt Jörg Simon, Vorstandschef der Berliner Wasserbetriebe. „Wir nehmen unsere ökologische Verantwortung wahr und sichern gleichzeitig wertvolle Wasserressourcen für die Zukunft der Berlinerinnen und Berliner.“
„Wir begleiten dieses Pilotprojekt sehr aufmerksam“, sagt Umweltstaatssekretär Stefan Tidow. „Der Schutz des Berliner Wasserhaushalts und der wenigen Moorflächen der Stadt ist ein hohes Gut – ebenso wie die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser in unserer Stadt.“
Seit mehr als 100 Jahren wird im Grunewald Trinkwasser gefördert, das Gebiet gehört zu den wichtigsten Wasserspeichern Berlins. Die Wasserwerke Beelitzhof und Tiefwerder, deren Einzugsgebiete überwiegend im Grunewald liegen, versorgen fast ein Viertel der Berliner Bevölkerung mit Trinkwasser. Das hat auch Auswirkungen auf Moore und Feuchtgebiete. Mit dem Pilotprojekt am Barssee wird erprobt, wie die Auswirkungen auch unter Berücksichtigung eines zukünftig steigenden Trinkwasserbedarfs möglichst geringgehalten werden können. Das Projekt ist auf zwei Jahre befristet. Im Erfolgsfall könnte das Verfahren auch auf das benachbarte Pechseemoor angewendet werden.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Stoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Barsiliens Wassernetze modernisieren
Barsiliens Wassernetze modernisieren

GF hat einen Vertrag im Wert von rund CHF 100 Mio. mit Sabesp, Brasiliens führendem Wasser- und Abwasserunternehmen, unterzeichnet. Er umfasst die Lieferung von Produkten und Lösungen für die Modernisierung von Wasserversorgungsnetzen im Bundesstaat São Paulo. Die 24-monatige Vereinbarung zählt zu den größten Aufträgen in der Geschichte von GF.

mehr lesen
Smarte Netze, bessere Daten
Smarte Netze, bessere Daten

Es ist ein zunehmendes Problem: Viele hydrometeorologische Messstationen arbeiten noch mit veralteter Technik, sind unterschiedlich aufgebaut oder liefern fehlerhafte Daten. Dadurch entstehen Unsicherheiten, die sich unmittelbar auf Entscheidungen auswirken können – etwa bei Hochwasserwarnungen. Zwei miteinander verbundene Projekte des Instituts für nachhaltige Wassersysteme der Hochschule Hof (inwa) beschäftigen sich mit diesem Thema.

mehr lesen
Mehr Daten, mehr Risiko? Der Umgang mit sensiblen Infrastrukturinformationen
Mehr Daten, mehr Risiko? Der Umgang mit sensiblen Infrastrukturinformationen

Wie viel Transparenz ist bei kritischen Infrastrukturen noch verantwortbar? Angesichts neuer technologischer Möglichkeiten wächst die Herausforderung, öffentlich zugängliche Informationen vor Missbrauch zu schützen. Der BDEW plädiert deshalb für ein Umdenken: Bestehende Regelungen sollen überprüft und so weiterentwickelt werden, dass sie sowohl Informationsansprüche als auch Sicherheitsanforderungen gleichermaßen berücksichtigen.

mehr lesen
Wege zu bezahlbarem Wasser in Megastädten
Wege zu bezahlbarem Wasser in Megastädten

Bis 2050 wird fast die Hälfte der städtischen Bevölkerung weltweit mit Wasserknappheit konfrontiert sein. Eine internationale Studie zeigt am Beispiel der indischen Millionenstadt Pune, dass besonders arme Haushalte während mehrjähriger Dürren bei der Wasserversorgung stark benachteiligt sind – trotz zahlreicher Verbesserungsmaßnahmen.

mehr lesen
Fraunhofer IEG und Wuppertaler Stadtwerke starten Machbarkeitsstudie zu Geothermie
Fraunhofer IEG und Wuppertaler Stadtwerke starten Machbarkeitsstudie zu Geothermie

Die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien IEG und die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) setzen die Zusammenarbeit bei der geowissenschaftlichen Erkundung der tiefen Geothermie in Wuppertal fort. Ziel ist eine fundierte Machbarkeitsstudie für die Nutzung von Wärme aus mehreren tausend Metern Tiefe. Denn Erdwärme kann eine klimafreundliche und zukunftssichere Energiequelle für die städtische Wärmeversorgung darstellen.

mehr lesen

Passende Firmen zum Thema:

Sie möchten die gwf Wasser + Abwasser testen

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Wasser + Abwasser kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03