Trotz immer präziserer Prognosen bleiben Wind- und Sonnenenergie unberechenbar. Oft passt die Produktion nicht zum Bedarf und die Netzbetreiber müssen große Anstrengungen unternehmen, um die notwendige Stabilität im Netz zu sichern. Eins ihrer Mittel dazu ist die Lastverschiebung: Durch den Einsatz sogenannter abschaltbarer Lasten bringen sie Erzeugung und Verbrauch wieder ins Gleichgewicht. Hier können auch Kläranlagen eine wichtige Rolle übernehmen.
Eine Veranstaltung der Technischen Universität München befasst sich am 14. Juli damit: „Bedarfsgerechte Energiebereitstellung durch Kläranlagen als Baustein der Energiewende“ lautet das Thema des 44. Abwassertechnischen Seminar (ATS), das der Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft in Ismaning bei München veranstaltet.
Ein möglicher Beitrag der Kläranlage ist etwa die elektrische Lastverschiebung energieinten siver Aktivitäten, etwa der Entwässerung von Schlamm, in Zeiten mit Stromüberschuss. Schon heute belohnen Stromanbieter dies mit entsprechend günstigeren Tarifen. Kläranlagen mit anaerober Stabilisierung und Biogas-BHKW können auch einen direkten Beitrag leisten, indem sie Strom nicht dauerhaft produzieren, sondern bedarfsgerecht bereitstellen. Wegen der relativ geringen Leistung ist es sinnvoll, mehrere Anlagen zu einem sogenannten virtuellen Kraftwerk zusammenzuschließen.
Welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen dazu notwendig sind, ist ebenfalls Thema des Seminars, das auch erste Erfahrungen mit virtuellen Kraftwerken vorstellt. Außerdem wird die Frage diskutiert, inwiefern Kläranlagen direkt überschüssigen Strom in Methan umwandeln (Power-to-Gas) und damit als Bindeglied zwischen Strom- und Gasnetz fungieren können.
Anmeldung und weitere Infos hier. Wer sich vor dem 1. Juni anmeldet, zahlt eine ermäßigte Tagungsgebühr.
Arendsee gibt 10.500 Jahre alte Holzfunde frei
Bei unterwasserarchäologischen Untersuchungen im Arendsee haben Forschende außergewöhnlich gut erhaltene, bis zu 10.500 Jahre alte Hölzer entdeckt. Die Funde könnten von bislang unbekannten Konstruktionen aus der Mittelsteinzeit stammen und neue Erkenntnisse über die Lebensweise damaliger Jäger und Sammler liefern.










