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HAMBURG WASSER fordert stärkeren Schutz vor Mikroverunreinigungen

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Themen: | | | |
Autor: Jonas Völker

HAMBURG WASSER fordert stärkeren Schutz vor Mikroverunreinigungen

Jahrespressekonferenz HAMBURG WASSER
Anlässlich seiner Jahrespressekonferenz am 11. Juni 2018 hat HAMBURG WASSER einen besseren Schutz des Trinkwassers gefordert. Grund sind sogenannte Mikroverunreinigungen: Düngemittel, Pestizide und Medikamentenrückstände sowie Spuren aus der Industrie wie Mikroplastik und Süßstoffe könnten langfristig die Grundwasserqualität beeinträchtigen. Der städtische Versorger HAMBURG WASSER ruft deshalb zum Umdenken beim Umgang mit Schadstoffen auf und schafft mit einem neuen Infoportal ein Höchstmaß an Transparenz: Das Unternehmen stellt ab sofort alle Analyseergebnisse des hauseigenen Labors zur Verfügung.
„Mit heutigen Laborgeräten können wir geringste Konzentrationen sogenannter Mikroschadstoffe in Hamburger Gewässern feststellen“, stellt die Sprecherin der Geschäftsführung von HAMBURG WASSER, Nathalie Leroy, fest. Ingo Hannemann, technischer Geschäftsführer, ergänzt: „Zwar ist unser Grundwasser in Hamburg sehr gut geschützt, dennoch müssen wir alles daransetzen, Einträge von Spurenstoffen zu verhindern, damit sich diese nicht irgendwann in unserem Grundwasser anreichern.“ Gelingt das nicht, wird sich die Qualität des Grundwassers verschlechtern. Steigende Kosten bei der Wasseraufbereitung wären nur eine der negativen Folgen. Laut einem Gutachten des Branchenverbands „Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft“, kurz BDEW, drohen allein für das Beseitigen zu hoher Nitratkonzentrationen in einigen Regionen Deutschlands Preissteigerungen von mehr als 60 Prozent.
Vorbild Schweden: Kommunale Kläranlagen sind kein Reparaturbetrieb
HAMBURG WASSER fordert deshalb ein gesellschaftliches Umdenken beim Kampf gegen Spurenstoffe. Nathalie Leroy: „Wasserwerke und Kläranlagen sind kein Reparaturbetrieb für gesellschaftliches und wirtschaftliches Fehlverhalten. Damit Spurenstoffe nicht zu einem ernsthaften Problem werden, müssen strengere Gesetze zum Schutz des Wassers her. Gleichsam müssen die Verursacher stärker in die Pflicht genommen werden.“ Leroy konkretisiert: „Wir fordern strengere Regeln für den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln und mehr Fördermittel für die Erforschung biologisch abbaubarer Arzneistoffe. Vor allem wünschen wir uns aber ein Verbot von Stoffen, die nicht biologisch abbaubar sind und keinen gesellschaftlichen Nutzen haben.“ Zu Letzteren gehören beispielsweise Mikroplastikpartikel, die unter anderem in Kosmetikprodukten als Füll- oder Schleifmittel eingesetzt werden. Diese Partikel können von Kläranlagen nicht vollständig zurückgehalten werden und gelangen über die Kläranlagenabläufe in die Gewässer. In Schweden wird der Verkauf von Kosmetika, die Mikroplastik enthalten, deshalb zum 1. Juli 2018 verboten.
HAMBURG WASSER startet neues Transparenzportal
Um das Vertrauen der Kunden in das Hamburger Trinkwasser zu stärken und um mehr Wasserbewusstsein zu erreichen, erweitert HAMBURG WASSER seinen Internetauftritt um ein neues Transparenzportal. Im Bereich „Service“ erhalten Kunden erstmals die Möglichkeit, alle Messdaten einzusehen, die das HAMBURG WASSER-Labor im Rahmen seiner Analytik erhebt. Dazu gehören auch jene Untersuchungsergebnisse, die im Hinblick auf ein mögliches Vorkommen von Spurenstoffen ermittelt werden. Die gute Nachricht: Die strengen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden deutlich unterschritten, das Hamburger Trinkwasser ist von einwandfreier Qualität. Ergänzt wird das Angebot durch Hintergrundinformationen zu den Themen Spurenstoffe, Wasserkreislauf und Grundwasserschutz.
Neues Wasserschutzgebiet für mehr Sicherheit
Um den Schutz des Hamburger Grundwassers zu erhöhen, unterstützt HAMBURG WASSER die Umweltbehörde bei der Ausweisung eines neuen Wasserschutzgebiets. Das 8,6 Quadratkilometer große Gelände liegt im Bereich Eidelstedt und Stellingen und ist durch einen Mix von städtischer Infrastruktur und landwirtschaftlicher Nutzung geprägt. HAMBURG WASSER betreibt in diesem Gebiet sieben Brunnen für das Wasserwerk Stellingen, die zwischen 51 und 106 Meter tief sind. „Das Grundwasser im Einzugsgebiet ist nicht ausreichend durch Deckschichten geschützt“, erläutert Ingo Hannemann. „Das Vorhaben der Behörde für Umwelt und Energie, das neue Wasserschutzgebiet noch in diesem Jahr festzusetzen, ist deshalb absolut notwendig.“ Insgesamt darf das Wasserwerk Stellingen jährlich rund 4,5 Millionen Kubikmeter Grundwasser fördern.

Weitere Informationen sowie Analyseergebnisse können Sie unter www.hamburgwasser.de/detailanalysen einsehen.

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