Eine Toilette ist nicht bloß eine Toilette, sondern ein Element, das Leben rettet, die menschliche Würde bewahrt und die Grundlage zur persönlichen Entwicklung schafft. Um dieses deutlich zu machen, fordert die für den Bereich Wasser zuständige Technische Beratungsstelle der UN zu einem Toilettenboykott am 19. November auf. Für einen Tag lang sollen beispielsweise Toiletten in Unternehmen, öffentlichen Gebäuden und Schulen geschlossen bleiben, damit Menschen, für die der Zugang zu sanitären Anlagen eine Selbstverständlichkeit ist, sich vorstellen können, wie ihr Leben ohne dieses Privileg verlaufen würde.
Denn dieses Privileg fehlt insgesamt etwa 4,2 Milliarden* Menschen weltweit, von denen etwa 673 Millionen sogar ohne jeglichen festen Ort zur Verrichtung der Notdurft auskommen müssen. Die mangelnde Ausstattung mit sanitären Anlagen gilt als einer der Gründe für die jährlich 432.000 Todesfälle aufgrund von Durchfallerkrankungen.
Neben den Postern in unterschiedlichen Sprachen zur Verwendung für den Toilettenboykott bietet die diesem Tag gewidmete Webseite auch ein Online-Spiel, in dem das menschliche Leben als Rennen nachempfunden werden kann. In diesem Rennen bedeutet die Verfügbarkeit von sanitären Anlagen schon zu Beginn einen Vorsprung, den Menschen ohne diese Grundversorgung kaum einholen können.
Weiter Informationen finden Sie unter www.worldtoiletday.info.
*Anmerkung der Redaktion: Leider hatten wir uns mit der Zahl vertan und Millionen statt Milliarden geschrieben. Wir bitten um Entschuldigung für den Fehler und bedanken uns bei dem aufmerksamen Leser, der uns darauf hingewiesen hat!
Extremhitze bringt Flüsse an ihre Belastungsgrenze
Die Hitzewelle im Juni 2026 hat in weiten Teilen Europas neue Temperaturrekorde aufgestellt und weitreichende Folgen für Mensch und Umwelt verursacht. Ein Forschungsteam des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zeigt, wie sich die langanhaltende Hitze auf Gewässer, Energieversorgung, Infrastruktur und Gesundheit ausgewirkt hat. Besonders kritisch seien die Wechselwirkungen zwischen Niedrigwasser, steigenden Wassertemperaturen und Belastungen der Energieversorgung. Die Forschenden warnen, dass anhaltende Hitzewellen künftig zu einem wachsenden Systemrisiko für Europa werden könnten.










