Die Energiestrategie 2050 der Schweiz hat zum Ziel, den Energieverbrauch des Landes zu senken, die Energieeffizienz zu erhöhen und die erneuerbaren Energien zu fördern. Auch das revidierte Energiegesetz sieht vor, die Wasserkraft und andere erneuerbare Energieträger verstärkt zu nutzen. Die Nutzung von Gewässern zur Energieerzeugung und -speicherung beeinflusst die Wassertemperatur, den Wasser-, Geschiebe- und Feststoffhaushalt und damit die Lebensgemeinschaften in den Gewässern.
Der diesjährige Infotag der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung & Gewässerschutz (Eawag) steht unter dem Titel „Gewässer in Zeiten der Energiewende“. Es werden das Potenzial der Wasserkraft zur Energieversorgung, ökologische Auswirkungen von Kleinwasserkraftwerken, die Rolle von Seen als Wasserspeicher für Pumpspeicherwerke, das Thema Sanierung an bestehenden Wasserkraftwerken sowie neuere Verfahren zur energetischen Nutzung von Wasser diskutiert. Zu letzteren zählt die Energiegewinnung aus Abwasser sowie die Wärmenutzung aus Flüssen und Seen.
Der Eawag-Infotag widmet sich jedes Jahr einem aktuellen Forschungsthema. Er richtet sich an alle am Thema interessierten Personen, insbesondere an Fachleute aus der Praxis. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Vorträge von Expertinnen und Experten der Eawag, ergänzt mit spezifischen Beiträgen von externen Referierenden. Der Infotag dient als Plattform für den Austausch zwischen Forschung und Praxis. Er bietet ausreichend Zeit für Diskussionen im Plenum sowie informelle Gespräche.
Der Anmeldeschluss für die Veranstaltung ist der 20. August. Der Flyer mit dem Tagungsprogramm ist hier erhältlich.
Flohkrebse zeigen überraschende Artenvielfalt im Atlantik
Eine genetische Untersuchung von Flohkrebsen in einem neu ausgewiesenen Meeresschutzgebiet im Nordostatlantik hat eine überraschend hohe Artenvielfalt am Meeresboden offenbart. Bereits eine einzelne Probenahme ergab 47 genetisch unterscheidbare Arten, Hochrechnungen deuten auf mehr als 120 Arten hin. Viele davon sind bislang wissenschaftlich unbekannt. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung weiterer Forschung für den Schutz der Tiefsee und ihrer Ökosysteme.











