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Hand in Hand zu einer nachhaltigen Trinkwasserversorgung in Kosovo

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Themen: | | | |
Autor: Jonas Völker

Hand in Hand zu einer nachhaltigen Trinkwasserversorgung in Kosovo

Die Republik Kosovo zählt mit ca. 1,9 Millionen Einwohnern zu einem der ärmsten Länder des Balkans. Die Trinkwassersysteme sind oft mehr als 30 Jahre alt und wurden in der Vergangenheit durch politische Unruhen stark beschädigt und vernachlässigt. Ziel dieses Großprojekts ist es, eine nachhaltige Trinkwasserversorgung dort zu erreichen – es befindet sich nun in der letzten Phase und endet im Dezember 2020.
Bereits seit 2000 investiert die Schweizerische Eidgenossenschaft (Swiss Cooperation Office in Kosovo) in den Wassersektor, unterstützt die Entwicklung und das Wachstum von Wasserversorgern und stellt gleichzeitig sicher, dass ländliche Gemeinden mit sauberem Wasser versorgt werden. So konnte das Kosovo bis Dezember letzten Jahres die Millenniums-Entwicklungsziele mit mehr als 80 % erreichen und ist auf dem Weg die UN Nachhaltigkeitsziele in Bezug auf Wasser ebenfalls zu erreichen. Seit 2000 wurden durch das Projekt über 600.000 Haushalte erfolgreich an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen.

Das Projekt

Das Großprojekt umfasst sechs Phasen; die aktuell letzte Phase VI dient als „Exit Phase“ und verfolgt das Ziel alle sieben regionalen Wasserversorgungsunternehmen des Landes durch Kapazitätsaufbau zu unterstützen. Während in den früheren Phasen der Aufbau von Infrastruktur im Vordergrund stand, liegt nun das Augenmerk auf der Implementierung einer langfristig erfolgreichen Arbeit der Wasserversorger. Durch Schulungen und sogenanntes Best Practice Sharing innerhalb von Pilotprojekten wird Personal vor Ort geschult.
Im Fokus stehen zusätzlich der Anschluss der noch ausstehenden ländlichen Gebiete an das Trinkwassernetz. Hinzu kommen die Ausweisung von Wasserschutzgebieten, um Gebiete vor schädlichen Einflüssen (z. B. Verunreinigungen) zu schützen sowie die Reduzierung des Energieverbrauchs und von Wasserverlusten, die beispielsweise durch Lecks entstehen.
Die Wasserversorger sind verantwortlich für Betrieb und Wartung der Wasser- und Abwassersysteme, oft fehlt es an qualifiziertem Personal, als auch an ausreichend finanziellen Mitteln, um die Systeme vor Ort nachhaltig zu betreiben. Pilotprojekte vor Ort helfen den Wasserversorgern selbst Hand anzulegen, indem man beispielsweise gemeinsam Programme zur Reduktion von Wasserverlusten durchführt, Rehabilitierungsmaßnahmen plant oder gemeinsam entwickelte Betriebs- und Wartungspläne implementiert. Zwei Wasserschutzgebiete wurden erfasst und als solche ausgewiesen; bis Projektende folgen drei weitere Gebiete. In 23 Pilotgebieten werden Wasserverluste gemeinsam reduziert; sei es durch das Ersetzen maroder Leitungen oder effizientere Administration. In zwei weiteren Gebieten erfolgt die Planung, wie Energieverluste durch ganzheitliche Maßnahmen zusätzlich um mehr als fünf Prozent reduziert werden können.

Projektleistungen

Zu den Projektleistungen von Dorsch/CDI (Community Development Initiatives) gehören unter anderem: 

  • Entwicklung von Plänen zum allgemeinen und gerechten Zugang zu Trinkwasser
  • Neue ländliche Wassersysteme in den nördlichen Gemeinden 
  • Modernisierung von maroden Wassersystemen 
  • Qualitätsmanagement in Betrieb und Wartung 
  • Administrative und technische Prozesse zur Reduktion von Wasserverlusten
  • Unterstützung in der Akkreditierung von Wasserqualitätslaboren 
  • Ausweisung von Wasserschutzgebieten 
  • Erarbeitung von Kundenstrategien 
  • Management der ländlichen Abwasserbehandlung 
  • Erhöhte Energieeffizienzmaßnahmen 
  • Verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen

„Der Zugang zu sauberem Wasser ist ein menschliches Grundbedürfnis. Um den allgemeinen und gerechten Zugang zu einwandfreiem und bezahlbarem Trinkwasser für alle zu erreichen, arbeiten wir eng mit allen Wasserversorgern Kosovos zusammen. Gemeinsam wollen wir sicherstellen, dass die Wasserversorger dieses Ziel bald eigenständig und nachhaltig realisieren können“, so Alan Brown, Projektleiter im Bereich „Internationale Kooperation“ bei Dorsch im Kosovo.

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